Samstag, 25. Februar 2012

Ausflug mit dem Boot zur Insel Akdamar im Vansee

Mitten im riesigen Vansee , einem Salzsee ohne Abfluss und der ca 45 km von der Stadt Van ( in der Osttürkei ) entfernt liegt, gibt es  eine kleine Insel -
 die Insel A k d a m a r .
Der Vansee , auch als das "Meer der Osttürkei" bezeichnet , ist 7 x größer als der Bodensee... mit diesem Vergleich kann man sich vielleicht ein wenig in dessen Größe hineinversetzen.
Zum Vansee gibt es bereits einen Bericht hier im Blog.
Die Insel Akdamar ( auch  Ahtamar )  ist vom kleinen Ort Gevas mit einer Mini - Fähre zu erreichen .
Die Insel Akdamar  ist ca 500 Meter lang und ca 400 Meter breit.
Sie ist die zweitgrößte Insel im Vansee  ,  der 120km lang  , 80km breit und ca 460 Meter tief ist .
Die Überfahrt von Gevas aus dauert so lange nicht .
Man fährt zuerst ein wenig um die Insel herum ; vorbei an hoch aufragenden Felsen ( von vielen Möwen umschwirrt) so erreicht man den kleinen Inselhafen.
Bewohnt ist die Insel heutzutage selbst nicht.
Mit der letzten Fähre am Abend fahren auch die wenigen Händler mit, die dort zum Teil Getränke anbieten oder andere Andenken verkaufen wollen. Viel Händler gibts eh nicht !
Besonders an den Wochenenden kommen auch viele kurdische Familien hierher um hier vom Ufer der Insel aus zu baden- wir waren an einem Wochentag hier und somit eigentlich die einzigen Besucher...die Fähre fährt nur, wenn man angemeldet ist ; wenn Leute an der Abfahrtstelle stehen... feste Zeiten zur Überfahrt gibt es wochentags eigentlich nicht.
Die Hauptattraktion auf der Insel ist die
 K i r c h e zum  He i l i g e n  K r e u z , eine armenische Kirche-sie ist  richtig gut erhalten !
Im 4. Jahrhundert wurde die Insel rundum befestigt durch eine armenische Herrscherfamilie aus dem Geschlecht der Rschtuni - der Name Akdamar leitet sich ab von der Sage nach einer armenischen Königstochter " Tamar" ab .Ich  kenne die  ganze Sage allerdings nicht , nur Folgendes erzählte uns unser Reiseleiter : "Ah Tamar " , das sollen die letzten Worte eines jungen Mannes an seine Geliebte, die auf der Insel lebte , gewesen sein, bevor er selbst in den Fluten des Sees ertrank.
 Heute sagt man auch oft "Klosterinsel" .
Die Insel mit seiner imposanten Kirche darauf war lange Zeit das kulturelle Zentrum der Armenier hier im einstigen Armenischen Hochland, als das Gebiet noch Armenien angegliedert war. 
Die Kirche selbst ist der letzte Rest einer Stadt auf dieser Insel mit Kloster und Palastanlagen( all das  war gebaut worden von 915- 921 ) .
 Das Kloster selbst wurde dann 1915 zerstört, die Kirche geplündert und viele der katholischen Mönche sind ermordet worden . Ein trauriges Kapitel jedenfalls ! Am 10.August 1916 wurde dann das Katholikat von Akdamar aufgehoben .
Die Kirche zerfiel immer mehr ; die Palastanlagen waren alle  zerstört worden.
Erst im Jahre 2005 beschloss die türkische Regierung die komplette Restaurierung dieses uralten historischen Bauwerkes- viele Jahre war die Insel und die Kirche nur Baustelle; rund um die Kirche war alles abgesperrt und wir konnten eigentlich nur vom Zaun aus Fotos machen .Ein Betreten der Kirche selbst war durch uns nicht möglich .
Lediglich in einem Teil des die Kirche umgebenden Gartens konnten wir umgelaufen.
Im Garten findet man noch heute vielfältige Zeugnisse uralter Kultur; der urartischen nämlich .

Stelen mit Inschriften
 Es gibt noch viele Stelen ( das sind Grabsteine) mit Inschriften aus dieser Zeit : z.B. eine Stele mit einer Inschrift des urartäischen Königs Menua , der von 810 - 785 v.Chr. lebte.
Für "Steine-Liebhaber "( ich bin einer !) absolut interessant , hier durch alle die Gräberreihen zu gehen und so der Geschichte auf der Spur.
Jedenfalls wurde nach umfangreichen Bauarbeiten dann im Jahre 2007 die mittelalterliche Kirche wiedereröffnet als Kulturdenkmal( finanziert durch den türkischen Staat) ; allerdings o h n e christliches Kreuz .
Inzwischen sind alle Bauarbeiten abgeschlossen  und auch die Gerüste entfernt.
Dann hat es nochmal 3 Jahre gedauert, eh die türkische Regierung endlich die Erlaubnis erteilte, einen christlichen Gottesdienst durchführen zu lassen..... im September 2010 war es dann endlich soweit und nach 100 Jahren durfte zum ersten Mal wieder solch ein Gotteldienst hier auf der Insel Akdamar in der neu rekonstruierten armenischen Kirche abgehalten werden. Unzählige Gläubige aus aller Welt kamen und bevölkerten die kleine Insel .
Auch ein neues , 2 m hohes Kreuz wurde dann im Oktober 2010 oben auf die Kirche gesetzt.
Mal sehen , irgendwann werd ich mir das nochmal anschauen, wie es jetzt eben fertig alles aussieht und eben nicht als Baustelle.
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Donnerstag, 23. Februar 2012

HOSAP KALESI in der Provinz Van /Ost-Türkei

Vielfältige Zeugnisse alter Baukunst gibt es in der Ost-Türkei Unmengen .
Eine Burg "neueren Datums "( gebaut erst im Jahre 1643 ) ist das HOSAP -Schloss  im kleinen Ort Güzelsu in der Region Van unweit der Grenze zum Iran.
"HOSAP" ist kurdisch und bedeutet zu deutsch : schönes Wasser !
Wir fragten uns allerdings ,als wir diese Burg besichtigten ,wo denn hier im Ort Güzelsu das Wasser herkommen soll, keine Ahnung ! Weit und breit kein Wasser oder ein Flüsschen .
Aber vielleicht hat man sich auch auf den in der Region gelegenen riesigen Van-See ( ist übrigens 7 mal größer als der Bodensee!) berufen.
Jedenfalls steht hier eine Burgruine , die es lohnt , besichtigt zu werden .
Die Burg befindet sich mitten im kleinen Dorf Güzelsu an der Landstrasse Richtung Hakkari; ca .60 km östlich der Provinz-Hauptstadt Van.
 Ein Parkplatz ist gleich unterhalb der Burg und auch viele kleine Geschafte und Cafes. Einem türkischen Kaffee steht also nichts im Wege, bevor man hinauf geht zum Burgeingang. Der Weg hinauf ist recht steil.
Wieder ein wenig Geschichte:
Man fand heraus , dass das Hosap-Schloss  eine urartäische Festung war, die zur Bewachung der antiken Militärstrasse, die sich von der Hauptstadt ( Van Kalesi- TUSPA)  in den Nordwest-Iran erstreckte, diente.
Zur Festung Van -Kalesi gibt es bereits einen Artikel hier im Blog .
Die"Neue "  Burg wurde auf einem Felsen im Jahre 1643 vom Kurdischen Fürsten Sari Süleman Bey von den Mahmudians  errichtet. Es gibt am überdimensionalen großen Torturm eine Inschrift , wo auf den Erbauer (Architekt )  namens Tilma hingewiesen wird.
Das Schloss/die Burg ist von drei Befestigungsmauern umgeben.Im Inneren der mächtigen Zitadelle gibt es eine Moschee, einen Baderaum , mehrere Magazine, einen Kerker und einen Taubenturm. Eine Brücke nahe der südlichen Ecke der Burg ist ,laut einer dort zu lesenden Inschrift , die älteste osmanische Brücke in der gesamten Van -Region.
Kommt man den recht steilen  Weg zur Burg hinauf , so betritt man das Schloss durch einen monumentalen Torturm , wo sich viele schöne Verzierungen daran befinden . 
Drinnen kann man dann zur oberen Zitadelle hinauf auf Felsenstufen , die bestimmt schon aus urartäischer Zeit stammen und da gebaut worden sind. Ein "blindes " Fenster am Torturm und einige Steinblöcke sind allerdings die einzigen verbliebenen Teile aus der urartäischen Zeit-Periode ( ca 8. bis 11.Jhd. v.Chr.)

 Im Jahre 2008 wurde das Schloss wegen Baufälligkeit erst einmal geschlossen und dann im  Jahr 2010 wieder aufgemacht.
Ursprünglich gab es schon  früher , als die Burg noch bewohnt war , 2 Moscheen, jede Menge Vorratskammern, mehrere Bäder ; an die 300 (!) Zimmer und auch einen Kerker hier.
Wenn man die Burg kennt ,so frage ich mich ..... wo war das wohl alles? Denn so riesig ist die Anlage  nämlich nicht........ besonders : "Wo waren die 300 Zimmer ?"
Übrigens gibt es ein Buch, welches hier in der Region in Zusammenhang mit der Burg HOSAP handelt:
von Yasar Kamal "Die Ararat-Legende" - die beiden Hauptpersonen Ahmet und Gülbahar im Roman bekamen nämlich hier Zuflucht auf der Flucht vor dem Pasha.
Die Burg selbst ist heutzutage ein recht beliebtes Ausflugsziel in der Region um den Van-See....
Von den Touristen -Regionen an der Türkischen Riviera allerdings einfach viel zu weit weg; da muss man schon paar Tage hier sein.
Für weitere Hinweise zur Region und zu den Anreisemöglichkeiten und Ausflügen vor Ort sich einfach mit uns in Verbindung setzen.
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Mittwoch, 22. Februar 2012

Zitadelle von VAN in der Osttürkei

Unweit des Stadtzentrums von Van stellten wir unseren Bus auf einem Parkplatz ab und sahen oberhalb vom Parkplatz die Reste einer Zitadelle:
 Van Kalesi :TUSPA
Ehrlich, wir fragten uns zuerst : wie sollen wir da nur rauf kommen ?
Einen richtigen Weg , den haben wir eigentlich nicht gefunden geschweige denn gesehen ; nur alles Schottergestein.
Zum Glück war es trocken und wir hatten alle feste Schuhe an.
Also wagten wir den wirklich steilen und gefährlichen Aufstieg...einige von uns bleiben allerdings unten ; denen war es einfach zu gefährlich .
 Ich war auch am Überlegen aber irgendwie reizte wohl auch die tolle Aussicht von oben.
Alles unwichtige an Gepäck ließen wir unten - ich auch leider meinen Fotoapparat; ich brauchte beide Hände mit zum Aufstieg und da war ein Fotoapparat leider auch störend....ein Foto-Handy hatte ich leider nicht.
Der Aufstieg war wirklich mehr als abenteuerlich - Seile, Geländer oder irgendwas zum Festhalten , all das gab es nicht. ..... wir hielten uns nur gegenseitig fest.
Oben angekommen wurden wir belohnt mit wirklich einem echt tollen Ausblick auf die ganze Stadt und den riesigen Van- See mit über 3700 qkm...ein gegenüberliegndes Ufer sah man nicht , nur in der Ferne hohe, auch im Sommer schneebedeckte Berge.
Wieder ein wenig Geschichte :
Die Stadt Van mit der Zitadelle ( heute gibt es nur noch Reste der einstigen Zitadelle ) wurde bereits im Jahr 832 v.Chr. unter dem eigentlichen Namen Tuschpa (auch Tuspa) vom König Sarduri I. als Hauptstadt des damaligen urartischen Reiches gegründet. Es wird aber auch angenommen ,dass diese Stadt noch früher bereits existierte.
Die Festung war auf einem steinernen Hügel , etwa 1800 Meter lang , erbaut worden.
Zuerst baute man die Sardurburg am Fuße des Westendes des Hügels - diese diente dann als befestigter Torturm , um die eigentlich Festung vom Westen her zu schützen. Man vermutete jedoch , dass noch mehr Befestigungsmauern vorhanden waren , die die Zitadelle umgaben .
Man hat auch Grabmale entdeckt - das beeindruckendste davon ist das Grabmal aus Felsgestein des Argisti I. Ganz in der Nähe auf südlicher Seite der Zitadelle befindet sich die bisher längste entdeckte Inschrift in urartäischer Sprache mit Berichten über die Feldzüge des Argisti I. Auch einen Schrein hat man entdeckt , den Schrein Sarduris II. mit dem Ortsnamen Anali-kiz
( heißt : "das Mädchen mit seiner Mutter "). Dieser Schrein besteht aus einer Felsplattform , 50Meter lang und 10 Meter breit ; zwei hohen rundüberwölbten Nischen , die in den Fels gehauen sind und einem in den Fels geschnittenen Kanal für das geweihte Blut. Während der Zeit der Herrschaft der Seldschuken und Osmanen wurde dann dieser Platz als "Heiliger Ort " und Friedhof benutzt.
So gibt es sogar unter den Einheimischen hier ein Glaube , dass ein Mädchen , dass schnell heiraten möchte , durch diesen Kanal kriechen muss .
Die westlich gelagerte Nische enthält auf der Rückwand eine Inschrift von Sarduris II.; die Berichte seiner Feldzüge befinden sich auf einer großen Stele niedergeschrieben.
Gleichzeitig galt dieser König Sarduri I. als eigentlicher Gründer des gesamten urartischen Reiches und er war auch der 1.König dieses Reiches - es gibt nämlich noch einige Inschriften ; nur konnten wir diese nicht lesen, alles war in urartischer Schrift geschrieben.
Wir haben uns den Sinn vom Reiseleiter, soweit dieser es wusste, erklären lassen .
Ziemlich eng ging es oben bei der Besichtigung zu auf dem schmalen Weg innerhalb der Zitadellenanlage ; ohne Geländer und nach unten schauen ,das konnte man schon gar nicht, da wurde es auch mir mulmig im Magen und Gedanken kamen auf :"Ja nicht stolpern!"
Wir hatten uns oben sattgesehen und wagten den weitaus komplizierteren Abstieg...Man musste höllisch aufpassen , nicht ins Rutschen zu kommen.
Wir waren froh , als wir unten wieder richtigen Boden unter den Füßen hatten....das letzte Stück rutschten wir förmlich auf dem Hosenboden nach unten bis zum Parkplatz.
Zum Glück gibt es am Fuße des Berges einige kleine Garten - Restaurants ,wo ein Tee und ein Kaffee bzw. etwas zu essen auf uns wartete.
Mit einer Schulklasse aus Van  , die zum Ausflug auch gerade hier war ,kamen wir ins Gespräch - dies allerdings auf englisch .Es war wieder ganz lustig , wie man uns ausfragte, was uns Touristen hierher treibt.
Stolz waren wir trotzdem , den wirklich gefährlichen Aufstieg/Abstieg gewagt zu haben- bei Schlechtwetter und Regen , da hätte ich sicher kategorisch "nein" gesagt.
Aber so war ich stolz auf mich , wenn danach auch meine Sachen ziemlich schmutzig waren vom Runterrutschen.
Wollen Sie in die Region, dann setzen Sie sich doch einfach mit uns in Verbindung.; wir werden Ihnen Empfehlungen geben können.
Auch unter http://www.wowarstdu.de/ finden Sie weitere interessante Reisetipps aus dieser Region, auch aus anderen Teilen der Türkei sowie der Welt.
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Dienstag, 21. Februar 2012

Mardin - die Stadt in der Türkei , wo man im Sommer auf dem Hausdach "lebt "!

Ganz weit im Süd- Osten der Türkei , unweit der Grenze zu Syrien( ca 20 km entfernt) liegt die Kleinstadt
 M a r d i n ; bewohnt von Türken, Kurden, syrisch-orthodoxen Aramäern , syrischen Katholiken und Protestanten , auch Araber und noch  einige Christen gibt es unter der Bevölkerung.. Die Stadt hat ca 130 Tsd.Einwohner und  liegt auf einem Hügel an einen Berg gelehnt und man blickt weit in die Ebene von Mesopotamien, dem Land zwischen den beiden Flüssen Euphrat und Tigris.
Übrigens : auch im Sommer ist das Wasser des Euphrat hundekalt - höchstens mit den Füßen kann man kurz reingehen...... aber da "stirbt man schon fast ab". Wir haben es probiert !
M a r d i n ist eine Stadt in Südostanatolien  , die bisher kaum von Touristen besucht wurde. Das wird sich vielleicht irgendwann ändern , denn die Hotelgruppe "Hilton" hat hier jetzt  bereits ein Hotel gebaut . Man hat somit begonnen , erste Grundlagen ( nämlich attraktive Übernachtungsmöglichkeiten ) zu schaffen , hier in Zukunft doch mehr Touristen ,die das Land entdecken wollen , hierher zu bringen .
Der Name MARDIN stammt vom aramäischen Wort für "Burgen " ab und veranschaulicht somit sehr gut die Lage der Stadt. In der kurdischen Sprache bedeutet der Name Mardin "heldenháft "!
 Derzeitig gilt man  dort in der gesamten Region   noch als " touristischer Exot", wenn man durch die Stadt geht....man wird immer wieder angesprochen .... von den Kindern vor allem, die in der Schule ein paar Brocken englisch gelernt haben . Einfach unterhalten mit englischen Wortbrocken ist angesagt.
Die Kinder sind richtig froh , wenn man  mit ihnen spricht.
Man ist immer gleich von einer ganzen Schaar Kinder umringt und auch Erwachsene versuchen "mit Händen und Füßen" einem was zu erklären.
Alle sind sehr freundlich, verirren  sich doch bisher  nur wenige Touristen in diese sehr abgelegene Region der Ost- Türkei.....noch vor Jahren war es sogar recht  gefährlich, hier hin zu fahren; es ist  Kurdengebiet.
Zum Glück kann man derzeitg  ungehindert auch hierher fahren . 
Auffällig ist , dass fast alle Häuser ihren Hausstand sozusagen a u f d e m D a c h haben ; sogar die Betten stehen dort drauf.
Sieht ganz lustig aus mit den vielen Bettgestellen überall auf den Dächern der Häuser!
Grund dafür ist , dass es im Sommer viel zu heiß ist (auch in der Nacht kühlt es kaum ab), um in den Häusern , die alle ohne Klimaanlage sind , zu schlafen. Man hat eine Lösung gefunden : Also zieht man kurzerhand aufs Dach des Hauses.
In unmittelbarer Nähe ist das Kloster Zafaran...hoch oben in den Bergen.
Es ist das religiöse Zentrum des Tur Abdin  , so heisst das Kalksteingebirge dort.
Wieder ein wenig Geschichte zum Kloster :
Zafaran wird abgeleitet vom Wort Safran , was dann in Zusammenhang mit dem Kloster bedeutete, dass man einst Safran unter den Mörtel gemischt hatte , damit es im Kloster gut riechen werde.
Das Kloster stammt schon aus der Zeit 493 n.Chr. und ist noch heute voll in Betrieb.
Das Kloster war dann von 1160 bis 1932 Sitz des Patriarchen der syrisch-orthodoxen Kirche. Ab 1933 wurde allerdings dieser Sitz zunächst nach Homs und später 1957 nach Damaskus verlegt.
Heute ist das Kloster der Sitz des Bischofs von Mardin .Allerdings verließen zur Zeit der anhaltenden Kurdenkonflikte viele syrisch -orthodoxe Christen das Gebiet des Tur Abdin . In Mardin selbst als auch im Gebiet Tur Abdin leben heute höchstens noch knapp 10 Tsd. aramäische Christen .
Das Kloster-Gelände ist von einer gewaltig hohen Mauer umgeben - über dem Eingang selbst steht eine syrische Inschrift.Innerhalb des Klostergeländes gibt es drei Kirchen - die Marienkirche stammt aus dem 6.Jhd.; in der Hauptkirche finden hier sogar täglich Gottesdienste statt in Aramäisch , wo neben den Mönchen auch Mitglieder der kleinen christlichen Gemeinde von Mardin teilnehmen können.
Man kann sogar dort übernachten ( wir haben nämlich dort übernachtet) ; die Zimmer sind sauber und einfach eingerichtet. Die Schlafstellen stehen allen - auch Touristen - offen .Eine Anmeldung vorher ist allerdings zwingend  erforderlich .
Im Sommer kann man auch im Freien hier übernachten .Die Übernachtung ist kostenlos ; es wird jedoch erwartet , dass man sich anhand einer kleinen Spende erkenntlich zeigt.
Es gibt auch einige wenige deutsche Christen (Mönche und Schwestern), die im Kloster leben.
Man wird ganz freundlich empfangen und durch das Kloster geführt....auch sie freuen sich sehr , kommen mal Deutsche in diese abgeschiedene Gegend. Am Abend haben wir viel erzählt bis weit in die Nacht hinein.
Schaut man dann vom Kloster -Berg in die Ebene sieht man unweit die Lichter der nächsten Stadt in Syrien , denn die Grenze ist nah.
Das Kloster umgibt ein riesiger Garten , wo vieles an Gemüse und Obst selbst angebaut wird.
Gleich hinter dem Kloster direkt am Berg kann man mehrere Höhlen im Fels entdecken - wir waren allerdings nicht dort . Einige andere Klosterruinen gibt es auch noch in der Umgebung.
Sehenswert im Ort Mardin selbst  sind auch die Moscheen , wobei von einer behauptet wird, hier wäre der Fußabdruck des Propheten Mohammed zu sehen .
Kein Mensch weiss aber, ob es stimmt.... es wird halt erzählt bei der Besichtigung.
Nur einige wenige ausgewählte Reiseveranstalter bieten in diese Region Reisen an , wobei es sich meistens um Rundreisen handelt, wo die Stadt Mardin mit angefahren wird.
Ansonsten kann man ausschliesslich nur individuell dorthin reisen.
Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und wir helfen dabei, Ihre Reise hierhin zu planen und geben Ihnen weitere Tipps.

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Montag, 20. Februar 2012

ANI - die alte armenische Hauptstadt - Heute ist es eine "Geisterstadt" !

ANI, wer kennt sie eigentlich , die ehemalige  alte armenische Hauptstadt; weit in der heutigen Osttürkei gelegen .?
Nur wenige kennen diese Stadt ; noch weniger Touristen waren schon einmal dort....ich aber war es ! Es gibt so unendlich viel dort zu entdecken !
Die Stadt selbst ist heute total verlassen, nur Ziegen grasen zwischen den gut erhaltenen Ruinen alter Bauten .
Sie liegt weit in der nord-östlichen Türkei unweit der Grenze zu Armenien, ca 45 km südlich der türkischen Stadt Kars.
Wieder zuerst etwas Geschichte :
ANI selbst ist seit ca dem 5.Jhd. als armenische Festung nachweisbar. Im Jahre 763 ging die Stadt dann in den Besitz der Bagratiden ( das war eine armenische Herrscher-Dynastie) über.; wobei sich Ani später zu einer recht bedeutenden Stadt entwickelte. Der armenische König Aschot III.Bagratuni ( 951-977) machte die sich recht gut entwickelte Stadt sogar zur Hauptstadt seines armenischen Königreiches.
Im Jahre 1045 übernahmen die Byzanthiner die Regentschaft der Stadt , welche auch an der nördlichen Seidenstrasse lag. ANI wurde bekannt als "Stadt der 1001 Kirchen "  und hatte damals weit über 100 Tsd.Einwohner. Das ist schon echt beachtlich für damalige Zeiten gewesen!
Im Jahre 1064 besetzten türkische Seldschuken die Stadt...später wechselten immer mal wieder die "Besitzer ". Zwischen den Jahren 1125 und 1209 gelang es den Georgiern , die Stadt , welche schon immer mit wuchtigen Festungsmauern umgeben war ,zu erobern. Im Jahre 1239 fiel die Stadt in die Hände der Mongolen .Das Schicksal besiegelte allerdings ein starkes Erdbeben im Jahre 1309, wo danach die Einwohnerzahl immer mehr abnahm .
Nach dem Jahr 1534 war ANI ein Teil des Osmanischen Reiches und lag dann zwischen 1878 und 1917 auf dem Gebiet des damaligen Russischen Reiches.  

Grenz-Graben  mit Blick nach Armenien
 Seit über 300 Jahre ist ANI jedoch  verlassen und man sieht viele Ruinen auf dem riesigen Gelände, welches auf einem Plateau in einer Höhe von 1338 Meter ü.M. selbst liegt und vom Fluss Akhurian und einer tiefen Schlucht von Armenien getrennt ist . Die Schlucht mit dem Fluss bildet die Grenze zwischen Türkei und Armenien .
Noch heute kann man absolut phantastische Bauten ( besser : Reste davon ) besichtigen ; allerdings  kommen kaum Touristen  bis hierher.
ANI selbst war früher die ehemalige armenische Hauptstadt - heute  liegt diese  aber komplett  auf  türkischen Gebiet  .
Immer mehr überwuchert Gras die noch recht gut erhaltenen Bauten, die von einer noch existierenden riesigen Stadtmauer umschlossen sind und man trifft heute nur Kinder ,welche Ziegenherden hüten.
Man braucht viel Zeit , das riesige Gelände zu erkunden....und sollte deshalb recht gut  zu Fuss sein.

wuchtige Stadtmauer
 Überall findet man Zeugnisse alter Geschichte und Reste gut erhaltene Bauten ; Turben und Kirchen und sonstigen Gebäude.
Exakt auch hier ist,wie schon erwähnt ,  der Grenzverlauf der Türkei zu Armenien. Die Stadt ( oder das , was von ihr noch übrig ist ) steht nämlich oberhalb eines riesigen Grabens und von dort kann man hinüber blicken zur armenischen Grenzstation . Man hört sogar die recht laute Musik aus dem Radio in der armenischen Grenzstation.
Winken zu den Grenzsoldaten hinüber ist erlaubt ; es stört niemanden und die Grenzer auf beiden Seiten auch nicht....nur hinunter in den Graben sollte man nicht gehen.
Viele gut erhaltenen Bauten, vor allem Kirchen -Reste , Zitadellen kann man noch betreten. Die Kirche des "Heiligen Gregor " ist recht gut erhalten . So war die Stadt auch mal Sitz eines armenischen Bischofs.
Heute ist Ani leider eine "Geisterstadt" , die einzigen "Bewohner " sind Ziegen und türkische Grenzsoldaten .
Touristen verirren sich nur wenige hierher, um nicht zu sagen : fast überhaupt keine.

 Man hat also eine Menge Platz zum Fotografieren *** und wird nicht gestört...... fuer kulturinteressierte Besucher aber eine wahre Fundgrube!

Hinweis : ***Fotografieren ist mittlerweile seit ein paar  Jahren wieder erlaubt; noch bis zum Jahr 2005 war ANI  absolutes Sperrgebiet und kein Fremder durfte hier hin. ....Zum Glück hat sich das geändert!
Wie aber kommt man nach Ani ?
Entweder mit einer Rundreise durch die Osttürkei über verschiedene Reiseveranstalter oder individuell mit Flug über Istanbul ( Umsteigen ) nach Trabzon oder Erzurum . Von hier aus mit einem Fernbus nach Kars. Es gibt aber auch schon Flüge direkt nach Kars (meist über Istanbul oder Ankara mit Umsteigen).
Von Kars aus sind es dann nochmal ca 45 km; da man muss sich individuell kümmern.....es gibt von dort aus auch Dolmus-Verbindungen nach Ani.
Zur Stadt Kars gibt es bereits einen Artikel hier im Blog.
Wichtig : beste Reisezeit : von Mai bis Oktober ( Im Winter ist es sehr kalt und es kann zu Temperaturen bis unter Minus 30 Grad kommen !)
Hinweis : Man sollte der englischen Sprache mächtig sein , um sich ggfl. mit Jungendlichen unterhalten zu können oder ein wenig türkisch sprechen .... deutsch spricht man hier allerdings nicht !

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Samstag, 18. Februar 2012

ARSAMEIA - steinere Zeugnisse aus vergangener Zeit

Unweit des Berges Nemrut Dag ( dort wo die riesigen Statuen des Kommagene- Herrschers Antiochus I. stehen ) findet man weit oben in den Bergen noch mehr große steinerne Statuen : ARSAMEIA
Ausschilderungen dorthin gibt es nicht ; man sollte also mit einem ortskundigen Führer in die Berge steigen zur Besichtigung.
Es gibt bereits einen Bericht im Blog zum Nemrut Dag.
Zuerst wieder ein wenig Rückblick in die Geschichte :
A r s a m e i a , in den Bergen erbaut im 3. Jahrhundert,  war Residenzstadt des Königreiches Kommagene. In den heissen Sommermonaten zog man sich hier in die kühleren Berge zurück.
Stadtgründer  war der armenische König Arsames
 ( er lebte von 255-225 v.Chr.) . Hier nahm dieser König im Jahre 235 v.Chr. den Seleukiden Antiochos Hierax auf dessen Flucht vor seinem Bruder Seleukus II. auf.
Zur Zeit der Römer, als diese in die Region hier gelangten und ansessig waren , wurde die Stadt in den Bergen allerdings wieder verlassen.
Überall  in der Umgebung findet man noch Zeugnisse und gut erhaltenen Bauten , Reliefs , Statuen wobei viele der Huldigung des Sonnengottes Mithras dienten.
Hinauf zu den Stätten und übermannsgroßen Reliefs und Statuen führt ein schmaler Weg.
Das Auto kann man auf dem unterhalb liegenden Parkplatz abstellen.
Eine Art Prozessionsweg  führt in einer Z-Form den Berg hoch ,vorbei an 3 markanten Stellen , welche der Entdecker  der Stadt , der deutsche Archäologe Friedrich Karl Dörner,  mit Sockelanlage I-III bezeichnete.
Ein Relief zeigt z.B. eine Darstellung , wo  Antiochos (Herrscher der Kommagene) sich und seine Angehörigen mit den Göttern auf die gleiche Stufe stellen . Es zeigt Antiochos oder Mithridates beim Handschlag nit dem Sonnegott Mithras.
Man kann umher streifen zwischen all den Inschriften ( vieles ist  heutzutage noch immer  nicht erforscht und entdeckt  ) ........niemanden stört es.
Die schmalen Gänge (Platzangst sollte man aber nicht haben ) , die in die Felsen gehauen wurden , kann man auch betreten.
Eine riesige Halle ( durch einen Felsgang zu erreichen ) , von der erneut 14 Stufen hinab in eine weitere große Halle führt zeigt wahrscheinlich eine Mithras -Kultstätte . Es wird jedoch auch vermutet, dass hier das Grab des Mithridates ist. Keiner weiss es jedoch ganz  genau ; es sind bis jetzt nur Vermutungen !
Anhand von Schriftwänden ,die man hier sieht , konnte der Ort in den Bergen  jedoch eindeutig als kommagenische Residenzstadt Arsameia indentifiziert werden.
Im Zuge der Erforschung des gesamten Nemrut Dagi-Gebietes  hatte man auch diese Bildersteine und diese "Stadt" entdeckt - im Jahre 1953 war dem deutschen Archäologen Friedrich Karl Dörner von den Behörden eine Grabungsgenehmigung erteilt worden  . Zusammen mit der Amerikanerin Therese Goell legte er dann von 1953 -1956 all diese Fundstücke frei. Danach geschah lange nicht und erst im Jahre 1963 wurde erneut hier "gebudelt ". Ein Teil der Funde von hier kann man auch im Archäologischen Museum von Gaziantep besichtigen .
Hierher in die Berge zu den Statuen  zu kommen lohnt aber dennoch . Viele Besucher-Scharen wird man eher nicht entdecken , da es weit von den touristischen Urlaubsregionen entfernt ist .
Wir waren zu unserem Besichtigungs-Zeitpunkt die einzigen Besucher.
Man sollte ggfl. sich zu trinken mitnehmen.... ein Restaurant o.a. ist nicht in der Nähe.
In unmittelbarer Nähe( ca 2 km entfernt von hier )  liegt auf einem Berg eine recht gut erhaltenen Burg -die Burg Yenikale ( zu deutsch : die Neue Burg ). Bis hierhin reichten damals die Palastgebäude von Arsameia  der kommagenischen Herrscher, was einige Inschriften, die man entziffern konnte,  beweisen.
Heute ist dort eine Mamelukenburg und  diese diente  viele Jahrhunderte auch als Brieftauben -Station, was der Burg auch den Zusatznamen "Taubenschloss " einbrachte.
 Auch hier kann man "Entdecker spielen" und Zeugnisse alter Zeit besichtigen.
Unweit davon gibt es noch ein Bauwerk, dass man unbedingt besichtigen sollte  : die
C e n d e r e - Brücke , auch Chabinas-Brücke oder Septimius-Severus-Brücke genannt .
Diese Brücke wurde als Einbogenbrücke vom römischen Kaiser Septimus Severus um 200 v.Chr.  errichtet und ist noch fast vollständig im Orginal erhalten.
Die vier Säulen am Anfang und am Ende der Brücke sind ein Zeichen für den Römischen Kaiser Septimus Severus selbst , für seine Frau Julia Domna , sowie für sein Söhne Geta und Caracalla .Dies geht hervor aus einer Inschrift , die man entziffert hat ,auf einer der Säulen .
Geht man heutzutage über die Brücke so stellt man fest : es gibt nur noch drei Säulen .Wo ist die vierte ?
Die vierte Säule soll von Caracalla, als dieser Kaiser geworden war und da seinen Bruder Geta umbringen lies , entfernt worden sein. Grausame Zeiten waren das schon damals !
Caracalla lebte von 188 bis zum Jahr 211 - er wurde von seinem Leibwächter ermordet.
Wen es interessiert ,der kann hier mehr lesen zum Kaiser Caracalla .
Hinweis :
Überall in der Region der Provinz Adiyaman stößt man auf Bauten o.a. aus der Römerzeit, die alle richtig gut erhalten sind.
Die Region Adiyaman/Kahta  kann man erreichen über Angebote diverser Spezialveranstalter oder setzen Sie sich mit uns in Vernindung.

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Freitag, 17. Februar 2012

Reste der urartischen Burg Cavustepe in der Ost-Türkei

Ehrlich , viel zu sehen gab es von der einstmals riesigen urartischen Festung
S a r d u r i h i l i n i ( auch : Cavustepe ) auf einem langgezogenen Hügel gelegen ,eigentlich nicht mehr.  Hin sind wir aber trotzdem ....wenn wir schon mal in der Region sind ,da muss schon alles , was irgendwie machbar ist ,besichtigt werden .
Die Reste der einstigen gewaltigen Festungsanlage auf dem Berg sind ca 25 km südostlich von der Stadt Van entfernt zu finden .
Der Name Sardurihilini bedeutet soviel wie :" Die von Sarduri gebaute Burg".
Die Festung wurde direkt an /auf den Hang des Berges mit Namen Bol Dagi errichtet.
Unterhalb des Berges gibt es einen Parkplatz- nach oben sozusagen "aufs Plateau" da muss man  jedoch zu Fuss gehen ( ca 20 Minuten dauert der Aufstieg ).
Der Bergrücken selbst ist ca 850 m lang......es gibt  keinen Baum , keinen Strauch da oben, nur die Sonne brannte unaufhaltsam .Zum Glück hatten wir alle  eine Kopfbedeckung auf.
Bei glühender Hitze ( hatten wir an dem Tag !) machte das allerdings wenig Spass hier hoch zu laufen - wir sind aber trotzdem hoch so getreu eben nach dem Motto :Wenn wir schon mal hier sind, da wollen wir auch alles sehen ...wer weiß, wann wir das nächste mal hierher kommen !
Die mitgenommene Wasserflasche war schon alle, da waren wir noch nicht mal richtig oben - der Weg ist steil , aber gut befestigt. Für Gehbehinderte nicht unbedingt geeignet; aber entscheiden muss es jeder für sich selbst . 
Zuerst wieder ein wenig Geschichte :
Die Festung wurde etwa in der Mitte des 8.Jhd. v.Chr. von Sarduri II. ,dem Sohn des Argisti erbaut. Die Festung galt als absoluter militärischer Platz aufgrund ihrer Lage auf einem steilgeneigten Bergrücken  aus Kalkstein, der ca 800 bis 850  Meter lang ist .
Die Festung war zur Urartu -Zeit Regierungssitz und liegt etwa mittig des Güzelsu (Hosap)-Tales, etwa 25 km südlich von Van an der Landstrasse ,die von Van nach Hakkari führt und weiter bis in den Iran.

Befestigungsmauern
 Die einst wirklich mächtige Burganlage bestand damals aus einer Ober -und Unterburg.
Die Festung (heute sieht man jedoch  nur noch Reste davon ) ist sozusagen von den direkt benachbarten Bergen durch zwei Felseinschnitte abgetrennt; einer im Osten und einer im Westen . 
Die Haupt-Blütezeit dieser urartischen Stadt war zwischen 764 und 735 v.Chr.
Strategisch war die Festung damals ideal gelegen und absolut wichtig - weithin sichtbar zu allen Seiten konnte man Feinde schon sehen .
Auch eine wichtige Heerstrasse führte direkt hier am Berg vorbei kommend aus der urartischen Hauptstadt Tuspa (Van Kalesi).
Heute führt eine Fernverkehrstraße Richtung Iran hier vorbei und auch nach Güzelsu gehts hierlang , dort wo die Burg Hosap steht ( siehe anderer Bericht hier im Blog ) .
Die Festung Sardurilinhi war zu der Zeit gebaut worden , als das Königreich Urartu sehr mächtig war.
Ausgrabungen , die in den Jahren 1961 bzw. 1986 hier oben auf dem Berg stattfanden , haben ergeben, dass es eine Akropolis in der Unterstadt gegeben haben muss und mehrere Tempel , einen riesigen Palast , Werkstätten , Depots , Ställe in der Oberstadt...heute sieht man nur noch die Reste der Anlagen.
Es gab Zisternen zur Wasserspeicherung und das Verrückteste, was man entdeckt hat , war eine königliche Toilette/Latrine -mein Mann steht davor !
Auch mehrere Steinplatten mit urartischer Keilschrift am Irmusini-Tempel sind phantastisch erhalten. Der Irmusini -Tempel hatte einen quadratischen Vorhof mit einer rechteckigen Plattform aus Lehmziegeln und einem Sandstein-Altar am Nordende mit einem Kanal zum Abfließen von heiligem Blut. All das hat man bei den Ausgrabungen herausgefunden .
Getreidelager
Man hat bei den Ausgrabungen sogar Getreidekörner und Reste eines riesigen Getreidelagers noch gefunden und man vermutet , dass diese Körner ( sie waren schwarz) aus eben dieser Zeit sind.
Über den gesamten Festungsteil verstreut wurden auch viele Weihe- und Dankinschriften des Königs an den Gott Haldi gefunden :
Eine exemplarische Inschrift, die man entzifferte, lautet :" Durch die Größe des Gottes Haldi errichtete Sarduri, Sohn des Argisti , diesen Getreidespeicher.Dort ist 5800 kapi(Maß) Getreide enthalten ".
Inschrift am Irmusini -Tempel
Die Festung selbst wurde dann Ende 6. bzw. Anfang  7. Jhd. v.Chr. wahrscheinlich von den Skythen  oder Medern zerstört ( genau weiss man es leider nicht !) .
Erst viel  später im Mittelalter wurden die Steine der Festung von der hier lebenden Bevölkerung zum Bau von Häusern verwendet.
Gebäude sind deshalb heute kaum noch zu finden; nur eben die Reste davon und die Umrisse und Mauern .
Hinweis : Besichtigung dauert ca 1 Stunde und unbedingt genügend Wasser mit hochnehmen.

Noch mehr Reisetipps aus der Region gibt es hier : http://www.wowarstdu.de/ und außerdem auch aus anderen Regionen der Welt sowie Hotel - und Schiffsbewertungen.

Post von: Reisebüro Globus

Bildnachweis :Heidrun Jahn

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Donnerstag, 16. Februar 2012

Blick zum Berg Ararat von Dogubeyazit aus !


Wir haben Dogubeyazit im Rahmen einer Rundreise durch die Osttürkei besucht.
Die Stadt besitzt bis auf den einmaligen Blick zum Berg Ararat und dem in der Nähe auf einem Berg weithin sichtbar liegenden Ishak Pasha-Palast wenig andere Sehenswürdigkeiten .
Touristen verirren sich auch eher kaum hierher .... es ist wohl sicher zu weit weg von all den anderen Touristen -Regionen der Türkei. Und so richtig gefallen hats mir in der Stadt eigentlich auch nicht...wenig Grünflächen ( um nicht zu sagen fast überhaupt keine ) ; die Stadt war wenig attraktiv und vor allem sehr laut !
Zum Glück hatten wir ein Hotel etwas vom Zentrum weg und wir waren nur 1 Nacht hier.
Unser Hotel "SIM-ER" lag direkt an der Zufahrtsstrasse zur Grenze zum Iran .
Bis zur Grenze sind es keine 35 km . Der Ort selbst ist somit ein wichtiger Durchgangsort für Reisende aus dem bzw. in den Iran .
Dogubeyazit ist eine Stadt mit ca 66 Tsd. Einwohnern ( davon viele Kurden ) und liegt in der Provinz Agri im äußersten Osten der Türkei.
Die Stadt selbst hat eine sehr lange Geschichte - sie war zeitweise sogar wichtiger als die eigentliche Provinz-Hauptstadt Agri selbst .
Dogubeyazit war Teil des Reiches von Urartu aus dem 7.-8.Jhd. v.Chr. Nach den Urartern herrschten hier die Perser , die Römer haben es bis hierher geschafft, aber auch die Byzathiner waren hier und die Araber.
Alle nutzen vor allem die weite Ebene mit Blick auf den mächtigen Berg Ararat mit seinen 5165 Metern Höhe als Rastplatz und Zwischenstation vor ihren Feldzügen in die Berge. Ab dem 11.Jhd. herrschten dann hier die Türken und die Mongolen; heute leben hier  viele Kurden , aber auch Türken und einige wenige Bürger anderer Nationen .
Während des 1.Weltkrieges und danach wurde die Stadt sehr zerstört und in den 1930iger Jahren  als das heutige Dogubeyazit wieder aufgebaut.
Attraktion der Region ist der einmalige Blick zum Berg ARARAT :
Fast immer ist der Berg wolkenverhangen - nur selten zeigt sich der Ararat ohne Wolken!
Unter dem Einfluss der Sonnenwärme neigt der immer schneebedeckte Berg dazu, seinen eigenen Wolken zu bilden.
Früh morgens gegen 5.00Uhr erscheint der Ararat als ein schwarzer Klotz im Dunklen; dann ,wenn allmäglich die Sonne erscheint kann man so nach und nach die ersten Schneeflecken an der Spitze erkennen.
Erst so gegen halb 7 morgens ( beste Zeit zum Blick auf den Berg!) sieht man die ganze Größe - allein und weithin sichtbar  steht der erloschene Vulkan auf einem Plateau und reckt sich mehr als 4000m in die Höhe - Gesamthöhe ist übrigens, wie schon erwähnt ,  5.165 m hoch.
Den besten Blick auf den Berg hat man vom direkt an der Strasse Richtung iranische Grenze gelegenem Hotel "SIM-ER" ( kleines und sehr einfaches  und auch sauberes 3 Sterne-Hotel). Gigantisch kann man da nur sagen - wir haben diesen Blick am Morgen wahrlich genossen !
Fährt man am Abend seitlich auf den Berg zu sieht man die Lichter von Jerewan ( die Stadt liegt genau unterhalb des Berges auf dessen Rückseite auf armenischem Gebiet!) Achtung :es istbis heute  kein Grenzübergang nach Armenien möglich! Vielleicht irgendwann mal ..was nicht ist , kann ja noch werden ????
Nur wenig Zeit bleibt, den Berg vollkommen ohne "Wolken-Hülle" zu sehen...bereits am Mittag ist er wieder mit Wolken an der Spitze umhüllt!
Übrigens : dort am Berg  soll ja die Arche Noah gelandet sein..... keine Sorge, auch wir haben sie nicht gefunden!


Es gibt bisher sehr wenige Touristen die sich hierher verirren ; es lohnt sich und auch noch ein Besuch des in der Nähe der Stadt gelegenen Ishak Pasha-Palastes .
Man kann den auf einem Berg stehenden Palast schon von Weitem sehen - ca 10 Minuten per Auto von der Stadt entfernt.Der Palast dieses kurdischen Fürsten Ishak Pasha wurde zwischen 1675 und 1784 gebaut -er liegt inmitten einer "Steinwüste" ohne Strauch  und Baum auf einem Berg.

Im riesigen burgähnlichen Gebäude-Komplex findet man armenische, georgische,  persiche, seldschukische und osmanische Architekturstile.
Tipp : nach Möglichkeit am frühen Morgen besichtigen oder am späten Abend...es wird im Sommer bzw. Herbst ( wir waren im Juni hier ) "hammerheiss" dort und es gibt kaum etwas Grünes zum Schattenspenden!
Unbedingt also auch Getränke mitnehmen .
Touristenmassen gibts hier auch nicht - kann schon sein, dass man fast alleine ist - wir waren es !
Achtung :auch Deutsch-Kenntnisse hat hier unter der Bevölkerung auch fast niemand.
Mit ein paar Schülern haben wir uns in englisch unterhalten und dabei viel Spass gehabt.
Verirren sich doch sehr wenige Touristen in diese angelegenene Region der Türkei.



Post von: Reisebüro Globus
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Taman Negara Nationalpark

Der Taman Negara ist der älteste Nationalpark Malaysias und wurde schon in der Kolonialzeit gegründet. Er ist mit 4343 km2 der größte NP auf der malaysischen Halbinsel. Auch der höchste Berg auf der Halbinsel, der Gunung Tahan mit 2187 m, ist im Park zu finden.

Das Alter des Regenwaldes in diesem unberührten Naturparadies wird auf 130 Millionen Jahre geschäzt. 14 000 Baum- und Pflanzenarten gibt es hier. Zu den Tierarten gehören das seltene Sumatra-Nashorn, der asiatische Elefant und der malaiische Tiger. Auch die Ureinwohner Orang Asli leben vom Dschungel. Ein wahrer Geheimtipp ist der Nationalpark für Vogelliebhaber. Hier leben 350 verschiedene Arten, u.a. Spatelschwanzpapagei, Fischadler und der Graue Nashornvogel.



Am Bukit Teresek

Der Park hat 4 Eingänge, in jeder Himmerlsrichtung einen. Sungai Relau im Westen. Dieser Eingang ist der nächstliegende, wenn Sie den Gunung Tahan ersteigen wollen. Kuala Koh im Norden und Tanjung Mentong im Lake Kenyir auf der Ostseite. Der Haupteingang befindet sich in Kuala Tahan im Süden. In dem kleinen Ort findet man einige günstige Backpacker-Unterkünfte. Das einzige nennenswerte Hotel ist das Mutiara Nationlapark Resort, dass sich als einziges auf der Uferseite des NPs befindet. Für alle anderen ist der NP nur nach einer kurzen Flussüberquerung per Boot zu erreichen. Wassertaxies stehen immer genügend zur Verfügung. Besonders beliebt ist ein Besuch der Flooting Restaurants, die auf dem Tembeling River schwimmen. Hier kann man preiswert und gut Abendessen und gleichzeitig das Treiben auf dem Fluss beobachten. Bitte beachten Sie, dass es in Kuala Tahan keine Bank gibt. Wer noch Bargeld benötigt, sollte dies in Kuala Tembeling beschaffen, dem letzten größeren Ort, vor dem Taman Negara. (ca. 1,5 Fahrstunden südlich)
Eingang zum Mutiara Resort

Vor betreten des Parks ist eine Anmeldung im Gebäude der Nationalparkverwaltung nötig und eine kleine Eintrittsgebühr fällig. Auf einem ausgewiesenen Wanderwegenetz kann man die ortsnahen Teile des Taman Negara gut auf eigene Faust erkunden. Für mehrtägige Touren sollte man sich einen Führer nehmen. Ein besonderes Vergnügen unweit von Kuala Tahan ist der Canopy Walkway, ein Baumwipfelweg, bei dem sie die Tier- und Pflanzenwelt aus 40 m Höhe erleben können. Das System aus Hängebrücken ist mit 500 m das längste der Welt. Vom Parkeingang ist es nur ca. 1km entfernt.


Ebenfalls zu empfehlen ist eine Fahrt mit dem Langboot, den Tembeling hinauf. Touren werden auf den Flooting Restaurants angeboten. Rechnen Sie auf jeden Fall damit, völlig durchnässt zu werden. Die Bootsführer machen sich einen Spaß daraus die Touristen komplett einzunässen. Alle wichtigen Sachen, inklusive Fotoapparat werden in einem wasserdichten Sack verstaut. Unterwegs wird an einem Dorf der Orang Asli angehalten. Hier erfahren Sie einiges über die Lebensweise der Ureinwohner. Danach geht es weiter bis zu einem kleinen Strand. Hier legen die Boote zu einem Badestopp an. Das braune Wasser ist übrigens keineswegs verschmutzt, sondern führt nur Sedimente mit.

Auf jeden Fall sollten Sie sich eine Nachtsfari nicht entgehen lassen, da viele Tiere am Morgen, am Abend bzw. in der Nacht aktiv sind. Knöchelhohe Wanderschuhe sind zu empfehlen, da es ab und zu matschig werden kann und als Schutz vor Tieren wie Ameisen oder Blutegel. Genügend Wasser sollten Sie immer dabei haben.

Bildnachweise: Bärbel Schröter
Post von: Reisebüro Globus Reisen Waldenburg - Bärbel Schröter

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Dienstag, 14. Februar 2012

Ein Winterspaziergang durch Dresden



Das Dresden auch im Winter eine Reise wert ist zeigen diese Bilder.
Was man nicht sehen kann ist, daß das Thermometer  10 Grad im Minus angezeigt hat.





















Ein kleiner Bummel vom Postplatz bis zum Neustädter Markt vorbei an den
Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Busverbindung Dresden-Berlin-Dresden
Unterkünfte in Sachsen

Post von: Reisebüro Elke Karl

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