Donnerstag, 16. Februar 2012

Blick zum Berg Ararat von Dogubeyazit aus !


Wir haben Dogubeyazit im Rahmen einer Rundreise durch die Osttürkei besucht.
Die Stadt besitzt bis auf den einmaligen Blick zum Berg Ararat und dem in der Nähe auf einem Berg weithin sichtbar liegenden Ishak Pasha-Palast wenig andere Sehenswürdigkeiten .
Touristen verirren sich auch eher kaum hierher .... es ist wohl sicher zu weit weg von all den anderen Touristen -Regionen der Türkei. Und so richtig gefallen hats mir in der Stadt eigentlich auch nicht...wenig Grünflächen ( um nicht zu sagen fast überhaupt keine ) ; die Stadt war wenig attraktiv und vor allem sehr laut !
Zum Glück hatten wir ein Hotel etwas vom Zentrum weg und wir waren nur 1 Nacht hier.
Unser Hotel "SIM-ER" lag direkt an der Zufahrtsstrasse zur Grenze zum Iran .
Bis zur Grenze sind es keine 35 km . Der Ort selbst ist somit ein wichtiger Durchgangsort für Reisende aus dem bzw. in den Iran .
Dogubeyazit ist eine Stadt mit ca 66 Tsd. Einwohnern ( davon viele Kurden ) und liegt in der Provinz Agri im äußersten Osten der Türkei.
Die Stadt selbst hat eine sehr lange Geschichte - sie war zeitweise sogar wichtiger als die eigentliche Provinz-Hauptstadt Agri selbst .
Dogubeyazit war Teil des Reiches von Urartu aus dem 7.-8.Jhd. v.Chr. Nach den Urartern herrschten hier die Perser , die Römer haben es bis hierher geschafft, aber auch die Byzathiner waren hier und die Araber.
Alle nutzen vor allem die weite Ebene mit Blick auf den mächtigen Berg Ararat mit seinen 5165 Metern Höhe als Rastplatz und Zwischenstation vor ihren Feldzügen in die Berge. Ab dem 11.Jhd. herrschten dann hier die Türken und die Mongolen; heute leben hier  viele Kurden , aber auch Türken und einige wenige Bürger anderer Nationen .
Während des 1.Weltkrieges und danach wurde die Stadt sehr zerstört und in den 1930iger Jahren  als das heutige Dogubeyazit wieder aufgebaut.
Attraktion der Region ist der einmalige Blick zum Berg ARARAT :
Fast immer ist der Berg wolkenverhangen - nur selten zeigt sich der Ararat ohne Wolken!
Unter dem Einfluss der Sonnenwärme neigt der immer schneebedeckte Berg dazu, seinen eigenen Wolken zu bilden.
Früh morgens gegen 5.00Uhr erscheint der Ararat als ein schwarzer Klotz im Dunklen; dann ,wenn allmäglich die Sonne erscheint kann man so nach und nach die ersten Schneeflecken an der Spitze erkennen.
Erst so gegen halb 7 morgens ( beste Zeit zum Blick auf den Berg!) sieht man die ganze Größe - allein und weithin sichtbar  steht der erloschene Vulkan auf einem Plateau und reckt sich mehr als 4000m in die Höhe - Gesamthöhe ist übrigens, wie schon erwähnt ,  5.165 m hoch.
Den besten Blick auf den Berg hat man vom direkt an der Strasse Richtung iranische Grenze gelegenem Hotel "SIM-ER" ( kleines und sehr einfaches  und auch sauberes 3 Sterne-Hotel). Gigantisch kann man da nur sagen - wir haben diesen Blick am Morgen wahrlich genossen !
Fährt man am Abend seitlich auf den Berg zu sieht man die Lichter von Jerewan ( die Stadt liegt genau unterhalb des Berges auf dessen Rückseite auf armenischem Gebiet!) Achtung :es istbis heute  kein Grenzübergang nach Armenien möglich! Vielleicht irgendwann mal ..was nicht ist , kann ja noch werden ????
Nur wenig Zeit bleibt, den Berg vollkommen ohne "Wolken-Hülle" zu sehen...bereits am Mittag ist er wieder mit Wolken an der Spitze umhüllt!
Übrigens : dort am Berg  soll ja die Arche Noah gelandet sein..... keine Sorge, auch wir haben sie nicht gefunden!


Es gibt bisher sehr wenige Touristen die sich hierher verirren ; es lohnt sich und auch noch ein Besuch des in der Nähe der Stadt gelegenen Ishak Pasha-Palastes .
Man kann den auf einem Berg stehenden Palast schon von Weitem sehen - ca 10 Minuten per Auto von der Stadt entfernt.Der Palast dieses kurdischen Fürsten Ishak Pasha wurde zwischen 1675 und 1784 gebaut -er liegt inmitten einer "Steinwüste" ohne Strauch  und Baum auf einem Berg.

Im riesigen burgähnlichen Gebäude-Komplex findet man armenische, georgische,  persiche, seldschukische und osmanische Architekturstile.
Tipp : nach Möglichkeit am frühen Morgen besichtigen oder am späten Abend...es wird im Sommer bzw. Herbst ( wir waren im Juni hier ) "hammerheiss" dort und es gibt kaum etwas Grünes zum Schattenspenden!
Unbedingt also auch Getränke mitnehmen .
Touristenmassen gibts hier auch nicht - kann schon sein, dass man fast alleine ist - wir waren es !
Achtung :auch Deutsch-Kenntnisse hat hier unter der Bevölkerung auch fast niemand.
Mit ein paar Schülern haben wir uns in englisch unterhalten und dabei viel Spass gehabt.
Verirren sich doch sehr wenige Touristen in diese angelegenene Region der Türkei.



Post von: Reisebüro Globus
Bildnachweis :Heidrun Jahn

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