Samstag, 7. Januar 2012

Nil-Kreuzfahrt und ihre Sehenswürdigkeiten auf der Strecke von Luxor bis Assuan : der Horus -Tempel in Edfu


Heute möchte ich weitere Reisetipps zum Anschauen aus dem Land der Pharaonen geben .
Den Luxor-Tempel haben wir ja bereits im ersten Bericht besucht.

Eine faszinierende Kreuzfahrt auf dem Nil ( zum Baden darin ist der allerdings nicht geeignet für uns Mitteleuropäer !) bringt uns entlang vieler Sehenswürdigkeiten bis nach Assuan.
So geht es u.a. vorbei am riesigen Horus-Tempel von Edfu , der allerdings nicht unmittelbar  am Nilufer steht. Von der Anlegestelle bis zum Tempel fährt man oft so mit kleinen Pferdegespannen .
Aber schon von weitem vom Schiff aus sieht man hinter den Häuseren der Stadt das mächtige Bauwerk....zum Tempel direkt hin muss man eine Brücke überqueren.
Von  der  eigentlichen alten Stadt Edfu gibt es heute nur noch antike Ruinen , die teilweise direkt unter der jetzigen Stadt zu finden sind ; auch einige "Schutt"-Hügel gleich neben dem Horus-Tempel weisen darauf hin ,dass hier die Geschichte Edfus bis ins Alte Reich  ( der Begründer des Alten Reiches - um 2715 bis 2192 -  war der 1.Pharao , den es überhaupt gab) zurückgeht.
Der Horus-Tempel , der dem Falkengott HORUS geweiht war,  ist heute  mit eines der am besten erhaltenen Kulturbauten Ägyptens aus der Epoche der Pharaonen.
Der Baubeginn ist wahrscheinlich gewesen im August des Jahres 237 v.Chr.unter der Regierung des Pharaos Ptolemaios III und der Bau  wurde erst 180 Jahre später unter Ptolemaios XII.- des Vaters von Königin Kleopatra - beendet.
 Noch ältere Elemente der Tempelanlage gibt es nur gleich neben dem 1.Pylon; Reste eines Tempeltores aus der Zeit Ramses II.
Hinweis : ein Pylon iste eine riesige Toranlage mit Flanken eingesäumt.
So kann man am 1.Pylon des Tempels hier in knapp 40 Metern Höhe und ca 80 m Breite den König Ptolemaios XII. sehen ; natürlich in der Pose des Schlagens der Feinde.
Die Bilder der Hauptgötter des Tempels : Horus und Hathor , der Gefährtin des Falkengottes , die kann man auch sehen .
Der Große Hof ist an drei Seiten von einer Kolonnade mit 32 Säulen umgeben.
An den Säulen und Wänden kann man jede Menge Bilder und Zeichnungen entdecken mit vielen Szenen; oft sind das Opfer -und Ritualszenen und auch eine Szene der Kröhnung des Königs ist recht gut  als Wandmalerei  erhalten.
So zeigt z.B. eine Szene , wie die Göttin Hathor in einem prunkvollen Konvoi den Nil entlang bis nach Dendara ( ca 160km entfernt ) zu Ihrem Götter-Gemahl Horus schippert.
Das Innere des gewaltigen Tempels betritt man durch den großen Säulensaal , der etwas im Halbdunklen liegt. Bevor man in den Säulensaal kommt  , so geht man automatisch am Wahrzeichen der Stadt Edfu vorbei , dem Granitfalken mit der Doppelkrone.
Von hier aus kommt man dann noch in einen zweiten Säulensaal und mehrere kleine Vorsäle. Hier standen mal die Opfertische und die Schreine der Gastgötter.
 Es geht weiter bis zum Allerheiligsten  mit dem schimmernden Kultbildschrein .
Unmittelbar davor steht eine Nachbildung einer Barke (  ein Holzschiff) . An den Wänden zu sehen sind Malereien mit dem Abbildnis des Königs Ptolemaios IV. vor den Barken des Horus und der Hathor.
Blickt man nun noch nach oben so sieht man an der Decke ein Bild mit einer Neujahrskapelle in der Darstellung der Himmelsgöttin Nut.
Ausserhalb des Tempel gibt es einen den Tempel umgebenden Gang .
 Es sieht aus wie ein Schutzwall . Die Malereien bzw. in Stein gehauenen Abbildnisse zeigen Feierlichkeiten von Tempelfesten . So z.B. das alljährlich damals stattgefundenen Tempelfestes des Horus-Mythos, wo der Sieg des Guten über das Böse gezeigt wird.
In der mythologischen  Bildersprache  der alten Ägypter heißt das : 
Der falkenköpfige Horus harpuniert von einem Boot aus  seinen Widersacher Seth in Gestalt eines Nilpferdes als Inkarantion des Bösen .
Ein Reiseleiter , den jede Gruppe einer Nilkreuzfahrt beim Besichtigungsprogramm dabei hat , erzählt viele interessante Details und man hat auch genügend Zeit zum selber Schauen .
Zurück zum Schiff kann man dann entweder zu Fuß gehen oder man benutzt die kleinen Fahrgeschäfte der Einheimischen , die sich hier damit , die Touristen zu fahren bis zum Schiff , so ihren Lebensunterhalt verdienen.
Hinweis : den Preis für die Fahrt vor zur Anlegestelle ggfl. vorher aushandeln.... ggfl. Reiseleiter fragen ! 
Wenn noch Zeit ist bis zur Weiterfahrt des Schiffes zur nächsten Station   : Kom Ombo , dann kann man durchaus ein wenig "shoppen " .......es gibt jede Menge Geschäfte und Stände mit kleinen Souvenirs.
Kleiner Tipp von mir : amVor -  Abschlusstag der Nilkreuzfahrt braucht man immer ein Kostüm für eine Feier am Abend , hier an den Ständen  kann man solch ein Kostüm  viel günstiger erwerben als dann später direkt im Shop auf dem Schiff bzw. in Luxor selbst .
 Und für zu Hause hat man durchaus ein recht nettes neues Faschingskostüm für später !
 Aber Achtung - Handels ist ein Muss sonst geht es ganz fix und ein Händler hat uns "übers Ohr gehauen "! 
Die nächste Station auf der Nilkreuzfahrt  ist Kom Ombo .....dazu aber  in einem der nächsten Berichte.

Post von: Reisebüro Globus
Bildnachweis:DirkBender


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