Oder- Neiße-Radweg Zittau-Ueckermünde
Vielleicht sollte man voraus schicken, daß es meine
zweite Radwanderung war. 2006 sind wir den
Elberadweg von Hamburg bis Riesa gefahren.
Der Oder-Neiße-Radweg ist da schon etwas
anspruchsvoller. Hier sollte man schon wissen,
wieviel km man am Tag schaffen kann, da es
möglich ist, daß man mal 20km lang weder
Quartier noch Gaststätte bzw. "Tante Emma Läden" zu finden sind.
Für manchen mag es seltsam erscheinen, wenn ich mich über Berge aufrege,
aber auch hier muss man voraus schicken, daß ich an der Elbe den ersten Tag
das Rad jeden Damm hinauf geschoben habe. Das war bei dieser Tour schon
besser. Mittlerweile habe ich im Isergebirge Bergerfahrungen gesammelt und
heute sind es nur noch Hügel, was früher Berge waren.
Auszüge aus meinem Reisetagebuch vom 10.06.-16.06.2007
10.06.2007Wir hatten wieder schönes Wetter.
8 Uhr Frühstück, Start gegen 9 Uhr.
Fix noch Geld tanken und dann auf
in Richtung Forst, das wären ca. 70 km
die heute geschafft werden sollten.
Der Radweg von Rothenburg nach
Bad Muskau war bei diesen
Temperaturen (ca. 30 Grad) angenehm,
da immer Abschnitte mit Wald und Sonne
wechselten. Der Radweg war fast immer asphaltiert.
Wir fuhren Lodenau-Podrosche-Pechern-Sagar bis Bad Muskau.
In Bad Muskau sind wir über die Grenze zum Mittagessen.
Den Wirt habe ich verwirrt weil ich in 15 Minuten 3x 500ml Saft getrunken habe.
Damit hatte ich mir eine Flasche gratis verdient.
Mit einer kleinen Rundfahrt durch den Pückler Park ging es wieder zur Neiße.
Es ging über Pusack- Klein-Bademeusel - Groß Bademeusel nach Forst.
Forst war der letzte Übernachtungaort vor Guben (noch ca. 30km).
Ca. 10 km hinter Forst hatten wir kein Glück telefonisch
ein Quartier für den Abend fest zu machen. Also weiter, zum
Glück wußte ich nicht, was der Tacho sagte, denn mein Po hatte langsam
genug vom Rad fahren.
So ging es weiter über Sacro - Briesnig zum Wasserwerk Grießen.
Dort ein Hinweißschild "Zum Dorfkrug" Kerkwitz. Telefonisch reservierten wir
dort ein Zimmer. Kurz vor Groß Gastrose zeigte der Tacho 100 km und
ich hatte meinen Hunderter geschafft. Hurra.
In Kerkwitz waren es dann 106 km
11.06.2007
Wir hatten wieder schönes Wetter. 8 Uhr Frühstück, Start gegen 9 Uhr.
Fix noch Geld tanken und dann auf in Richtung
Forst, da waren ca. 70 km die heute geschafft
werden sollten. Der Radweg von Rothenburg
nach Bad Muskau war bei diesen
Temperaturen (ca. 30 Grad) angenehm,
da immer Abschnitte mit Wald und Sonne
wechselten. Der Radweg war fast immer
asphaltiert. Wir fuhren Lodenau-Podrosche-Pechern-Sagar
bis Bad Muskau. In Bad Muskau sind wir über die Grenze zum
Mittagessen. Den Wirt habe ich verwirrt weil ich in 15 Minuten
3x 500ml Saft getrunken habe. Damit hatte ich mir eine Flasche gratis verdient.
Mit einer kleinen Rundfahrt durch den Pückler Park ging es wieder zur Neiße.
Es ging über Pusack- Klein-Bademeusel - Groß Bademeusel nach Forst.
Forst war der letzte Übernachtungaort vor Guben (noch ca. 30km).
Ca. 10 km hinter Forst hatten wir kein Glück telefonisch ein Quartier für
den Abend fest zu machen. Also weiter, zum Glück wußte ich nicht,
was der Tacho sagte, denn mein Po hatte langsam genug vom Rad fahren.
So ging es weiter über Sacro - Briesnig zum Wasserwerk Grießen.
Dort ein Hinweißschild "Zum Dorfkrug" Kerkwitz. Telefonisch reservierten wir
dort ein Zimmer. Kurz vor Groß Gastrose zeigte der Tacho 100 km und
ich hatte meinen Hunderter geschafft. Hurra.
In Kerkwitz waren es dann 106 km
12.06.2007
Frühstück bereits 7.30 Uhr, da es wieder heiß
werden sollte. Start gegen 8.30 Uhr in Guben.
Es war nicht mein Tag.
Mein Hinterteil tat weh, es war zu heiß,
die Straße war schlecht, die Berge
zu hoch. Mein armer Mann musste mich
Muffel ertragen. Erste Pause bereits in
Coschen, auch hier gab es mal wieder
keine Brücke mehr über die Neiße,
sondern es war nur noch ein Brückenkopf übrig. Weiter ging es auf dem Damm
bis Ratzdorf zur Oder-Neiße-Mündung. Danach Umleitung
über Wellnitz mit Buckelpiste (und das bei meinen Sitzbeschwerden).
Selbst das Kloster Neuzelle wurde links liegen gelassen,
obwohl von da das leckere Schwarzbier "Schwarzer Abt" kommt.
Irgendwie bis Eisenhüttenstadt gerollt und weiter?
In Eisenhüttenstadt wollte ich einfach nicht mehr Rad fahren.
Ca. 10 km später kam der Hunger. Typisch Elke, wo es Kneipen gibt, wäre
es Quatsch zu halten. Also Decke raus und Pause bei Wellnesriegeln und Äpfeln.
Über Aurith und Brieskow-Finkenheerd, wo wir Getränke tankten,
ging es bergauf nach Lossow. Schimpf - Schwitz - Pause und dann
mit 6% Gefälle nach Frankfurt/Oder rollen.
Über den Park und die Insel Ziegenwerder durch Frankfurt in
Richtung Lebus, unser Tagesziel. Da wir die Alternativroute zur Hauptstraße
gewählt hatten, ging es über einen Feldweg mit Holzbrücke weiter.
Ich wollte mit zu viel Schwung über die Brücke und so landeten Fahrrad
und ich auf der Erde. Mit zwei kleinen blauen Flecken ging es den Feldweg
weiter und als wir den verlassen hatten, ging es bergauf nach Lebus.
Beim Abendessen zogen Gewitterwolken auf und es kam die Abkühlung.
13.06.2007
07.30 Uhr Frühstück, keine Sonne, bewölkt und
nur ca. 20 Grad. Start gegen 08.30 Uhr,
Sitzprobe bestanden, der Tag kann kommen.
Die Strecke ging auf und neben dem Deich
entlang, vorbei an wunderschönen
Blumenwiesen.
Erste Pause nach 25 km in Genschmar,
Vorher hatten wir in Küstrin im
"Tante Emma Laden" Brötchen,
Tomaten, Leberwurst und Putenfleisch gekauft. Im Oderbruch
werden Gaststätten und Shops immer weniger, also sollte man sich mit dem
Nötigen immer gut eindecken. Hinter Küstrin mußten wir zum erstenmal
während der Tour die Fahrradtaschen vor Regen schützen.
Zum Glück war es nur ein kurzer Schauer. Nach der Pause ging es weiter
über Kienitz bis Groß Neuendorf. Hier kamen wieder Tropfen vom Himmel
und es gab dunkle Wolken. Also Rast einlegen im "Radlertreff" bei Kuchen
und Faßbrause. Es hatte aufgehört zu tröpfeln, also wieder zum Oderradweg.
Wir waren noch nicht ganz gestartet, da drehte der Himmel nochmal
die Schleusentore auf. Also wieder zurück und unterstellen.
Nach ca. 10 Minuten konnten weiter radeln, vorbei an Zollbrücke,
Bienwerder mit mal wieder stillgelegter Brücke nach Hohenwutzen,
unserem Tagesziel nach ca. 85 km.
Hier übernachteten wir in der Pension "Oderblick",
welche direkt an der Oder liegt und einen wunderchönen Rastplatz oberhalb
des Flusses besitzt. Hier haben wir den Abend ausklingen lassen.
14.06.2007
Start gegen 09 Uhr. Die Sonne versteckte sich noch hinter den Wolken, kam aber im Laufe des Tages hervor. Unser Weg führte
über Hohensaaten, wo die Friedrichsthaler Wasserstraße zur Oder stößt. Hier war der Weg schlecht ausgeschildert und es ging
über Platten. Weiter auf dem Damm bis Stolzenhagen. Dort wurde der Weg ganz schlecht, Betonplatten mit Löchern.
Wer bis jetzt nicht stottert, lernt es da. An Stolpe mit dem Bergfried
vorbei nach Stützkow. Dort begann eine Umleitung weg vom Damm.
Ich bin vorneweg geradelt und habe an einer Brücke einen Wegweiser
übersehen und ich bin weiter auf dem Damm lang gefahren.
So landeten wir mitten zwischen Baufahrzeugen und mußten über die
Baustellen schieben. In Criewen legten wir einen Stopp ein um das Schloß
und den Lenne Park zu besichtigen. Wir entdeckten im Ort ein Eiscafe und der
Besuch dort erwies als goldrichtig, weil ein Gewitterguss mit Sturm, Hagel und
Regen wie in Sturzbächen niederging. Nach ca. 10 minuten war der Spuk vorbei.
Die Wege ähnelten jetzt eher Bächen. In Schwedt legten wir einen Tankstopp
zum "Luftholen" ein. Schwedt war bei mir als Industriestadt hinterlegt.
Weit gefehlt, hübsche Kleinstadt am Fluß. Hinter Schwedt sagte mein Hinterteil,
daß eine Rast eingelegt werden mußte. Der schön asphaltierte Feld- bzw.
Waldweg führte uns über Gatow, Friedrichsthal nach Gartz. Dort merkte ich,
daß es heute nicht mehr sehr weit gehen durfte. Weiter ging es über einen
kleinen Berg- und Talweg nach Mescherin. Kurzer Trinkstopp und wir beschloßen,
daß Penkun heute das Ziel wird. Nun kam für mich der beste Teil der Strecke.
"Gebirge" und das 80 km vor der Küste. Ich weiß nicht mehr, wieviel mal
es rauf und runter ging. Nun gut, ich habe es fast geschafft und erst am
letzten Hügel vor Penkun habe ich geschoben.
Nach einigen Suchen fanden wir ein Privatquartier und der Tacho zeigte 92 km.
15.06.2007
Wir starteten erst gegen 09 Uhr, da es die ganze Nacht geregnet hatte und
es beim Aufwachen immer noch regnete. Der Himmel war bedeckt und es
waren auch keine 20 Grad mehr. Die Tour bis Löcknitz gestaltete
sich wieder als Hügelfahrt. Unser Weg führte über Wollin-Krackow-Ramin
nach Löcknitz. Weiter über Plöwen, Blankensee nach Pampow.
Ich hatte heute einen guten Tag und nach meinem Gefühl kamen wir gut voran.
Die Wege waren gut befahrbar, nur die Ortsdurchfahrten hatten Kopfsteinpflaster.
Hinter Pampow änderte sich das und es ging wiedermal über
die holprigen Betonplatten. Als wir Glashütte ereichten, hatte
ich das Gefühl keine Arme mehr zu haben. Erstmal Trinkstopp.
Hinter Hintersee ging ein schöner Waldweg auf einem ehemaligen Bahndamm
entlang. Als der Weg später mit Schotter durch setzt war, gab ich Gas,
denn der nächste konnte nur noch besser werden. Der Weg ging über
Ludwigsdorf nach Rieth. Der Weg wurde nicht viel besser, als
ausgefahrene Wald- und Feldwege, und ich war froh als wir Warsin erreichten.
Danach ging es neben der Straße nach Ueckermünde und wir hätten
fast die Fähre 15.10 Uhr nach Usedom noch erreichen können.
In der Touristinformation besorgten wir uns Quartier.
Allerdings war es nicht möglich gemütlich draußen zu sitzen,
weil es hier ein "Mückenschutzgebiet" sein mußte. Selbst eine Dusche
mit Autan half nur bedingt.
16.06.2007
Heute hieß es Frühstück bereits 06.45 Uhr, da unsere Fähre 08.10 Uhr
ab Ueckermünde nach Usedom ging. Wir waren die ersten auf der Fähre und
hatten freie Platzwahl. Die Sonne war heute nicht zu sehen und es sollte
noch schlimmer kommen. 30 Minuten vor Kamminke fing es an zu regnen
und so fuhren wir von Kamminke bis kurz vor Zinnowitz im strömenden Regen.
Tropfnass erreichten wir unser Quartier in Karlshagen.
Die Sonne hatte in soweit einsehen, daß sie heraus kam und unsere
nassen Klamotten trocknete.Nun folgte eine ruhige Woche auf Usedom
mit nur wenigen Radkilometern.
Angebot Oder-Neiße-Radweg Zittau-Ueckermünde
weitere Radreisen
Bildnachweis © Elke Karl
Post von: Reisebüro Elke Karl
Tel.: 0351 - 804 30 00
Fax: 0351 - 804 68 38
Email: sonne@onlineweg.de
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Na, da kann ja jetzt das Radeln so richtig losgehen !
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