Samstag, 14. Januar 2012

IOTAPE -antike Stadtreste in der Nähe von Gazipasa im "Rauhen Kilikien "


Verlässt man die mittlerweile riesige Stadt Alanya auf der Hauptstrasse D 400 Richtung Anamur / Mersin dauert es nicht lang und die Strasse wird kurvig und teilweise sehr eng.
Ein Überholen von langsam fahrenden Fahrzeugen , oftmals hoch bepackt mit Waren , ist nur an bestimmten Ausweichstellen möglich . Vorsichtiges Fahren ist hier absolute Pflicht.

Küstenstrasse
 Immer wieder kommen auf der Strassenseite zum Meer gelegen kleine Restaurants ( mit Namen "Ocyanus", " Balik", "Kayalar" usw.) , wo man lecker essen kann zu recht moderaten Preisen. Teilweise wird auch deutsch gesprochen .
Achtung : man sollte sich unbedingt Türkische Lira einstecken - Euros werden hier in dieser nicht touristischen Region nicht angenommen.
Oft ist unterhalb solch eines Restaurants auch ein kleiner Strandabschnitt, wo man baden gehen kann. Einen Bericht gibts hier schon im Blog  dazu .
Bei einem Ausflug von den Touristen -Regionen in Alanya ,Side oder Manavgat  aus sollte man da evtl. , wenn man mit dem eigenen Mietwagen ist , Badesachen keinesfalls vergessen.
Beim Ausflug mit einem Reiseveranstalter ist das Baden eher nicht im Programm.
Nach ca 33 km hinter Alanya ( bis Gazipasa-Zentrum/Kreuzung Meerjungfrau  sind es noch ca 6 km ) einen Stopp auf dem direkt an der Straße liegenden Parkplatz einlegen.
Die eigentlich antike Stadt IOTAPE wird sozusagen "von der Küstenstrasse durchschnitten " - ein Teil , der mit den Resten der alten Burg und anderen Überresten liegt auf der Meerseite, der andere Teil den Hang hinauf .
Wer gut zu Fuss ist , kann auch hinunter den Weg Richtung Meer gehen und durch all die Überreste hindurchstreifen- es gibt einen kleinen Weg hinab; zur ehemaligen Burg (Akropolis) selbst kommt man nicht  hin , oder nur sehr beschwerlich.
Bereits vom Parkplatz aus hat man gute Sicht auf die Reste dieser antiken Stadt.
Der andere Teil von  IOTAPE befindet sich den Berg hinauf linkerhand der Strasse von Alanya kommend . Hier befinden sich noch einige Nekropolen , von denen man auch von der Strasse aus welche sehen kann....alle sind aber leer und teilweise zerstört.
Hier am Bergteil wurde vor allem vieles zerstört als die Bauern neue Bananenplantagen anlegten - man machte sich sicher wenig Gedanken hinsichtlich der Reste der Stadt : den Bauern ging es wohl mehr um die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche.
Denn : rings um Gazipasa wächst eine kleine, recht schmackhafte und vor allem süße Bananenart, die überall auch an den Straßenrändern verkauft wird : es steht"MUZ " an den Schildern dran !
Einfach mal anhalten an einem der Stände und kosten ; sind übrigens spottbillig diese Bananen  und super lecker.
Ein wenig Geschichte erneut :
IOTAPE , wurde nach der Frau des Antiochus IV., König der Kommagene , welcher von 38- 72 n.Chr. lebte, benannt.
Hierzu gibt es bereits einen Artikel hier im Blog : Antochus ad Cragum
Während der Herrschaftszeit des römischen Kaisers Trajan , der ja in Gazipasa gestorben ist ( dessen Grab steht noch heute unterhalb des Burgberges Selinus in Gazipasa...es ist nur leer, da sich die Überreste des Kaisers in Rom befinden ) durfte die Stadt IOTAPE sogar eigene Münzen prägen.
Die Ruinen , die man heute noch sieht , stammen aus römischer und byzantinischer Zeit ; sie sind teilweise leider aber auch sehr stark beschädigt.
Man sieht aber bereits vom Parkplatz aus noch einige recht gut erhaltene Reste des Römischen Bades , einer Basilika und viele halbrunde Nischen entlang einer "Strasse ".
Hier nimmt man an , dass hier mal Statuen gestanden haben,
Auf der Bergseite der Hauptstrasse den Hügel hinauf sind noch einige Nekropolen zwischen den Bananenplantagen zu sehen; mehr leider nicht.
Ein kurzer Stopp lohnt dennoch , um einen Blick auf das alte IOTAPE zu werfen.
Anschliessend kann man nach Gazipasa weiterfahren( ca 10 Minuten Fahrtzeit noch )  und dort ggfl. das Grab des Kaisers Trajan unterhalb des Burgberges Selinus besuchen oder man kann auch hinauf auf den Berg.
 Nicht Ortskundige sollten allerdings fragen ,wie man zum Grab( Kenotaph)  des Kaisers Trajan kommt.... es ist nichts ausgeschildert.
600Stufen geschafft und oben angekommen
Um hinauf auf den Burgberg zu gehen sollten Sie aber festes Schuhwerk tragen, ein wenig schwindelfrei sein und vor allem nicht schlapp machen vor den über 600 Stufen , die hinauf zu den Burgresten führen.
Das Auto direkt am kleinen Fischereihafen stehen lassen und von dort den Weg hinauf ...man sieht diesen Weg von unten !
Ein Geländer am Weg hinauf zum Festhalten gibt es allerdings auch nicht.

Blick auf Strand in Koru
 Belohnt wird man aber  von einem einzigartigen Ausblick auf Gazipasa , die zwei oft menschenleeren Strandabschnitte rechts und links ( siehe die 2 Fotos ) des Burgberges und das Meer.


Blick auf Haupt-Stadtstrand und Hafen  
  Und später  am fast menschenleeren
 Strand  kann man die Ruhe und das Meer genießen - kleine Strandrestaurants entlang der Strandpromenade gibt es auch( Preise etwa halb so hoch  wie in Alanya) .
Aber Türkische Lira (TL) muss man bei sich haben - Euros nimmt man eigentlich nicht; eben ,weil es k e i n Touristengebiet ist .
Und wer keine TL hat - im Ortszentrum gibt es mehrere Banken mit Automaten ,wo man sich entsprechend Geld holen kann .
Diese Tour sollte als Tagesausflug eingeplant werden...inklusive Baden  und Burgbesteigung in Gazipasa.

Post von: Reisebüro Globus

Bildnachweis :Heidrun Jahn

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