
Von der einstmals in der Antike recht bedeutenden Stadt Syedra oberhalb in den Bergen des Taurusgebirges östlich von Alanya existieren heute nur noch Reste, diese sind jedoch recht gut erhalten .
Eine Besichtigung lohnt auf jedenFall, allerdings sollte man sich den Aufstieg bei 40 Grad und mehr im Sommer doch überlegen ..... wenn doch , unbedingt viel Wasser zum Trinken mitnehmen .
Um ins antike Syedra zugelangen muss man zuerst die Hauptstrasse D 400 von Alanya Richtung Anamur / Mersin fahren .
Nach dem Passieren der Unterführung zum Strand am Hotel Utopia World am Ende von Alanya- Kargicak kommt nach ca 500 Metern das Dörfchen Seki. Jetzt unbedingt auf Wegweiser achten !
Hier gleich weist ein brauner Wegweiser linkerhand Richtung Berge mit der Ausschilderung : S y e d r a !
Die Strasse wird später recht eng und nach ca 3 km beginnt zuerst eine Schotterstrasse und ab dann sollte man es sich überlegen , mit dem normalen Auto weiterzufahren.
Wir haben es nicht gemacht und das Auto stehengelassen und sind von hier zu Fuß weitergegangen . Die Strasse wird leider immer schlechter.
An der nächsten Wegkreuzung ( eine Pinie steht inmitten auf der Kreuzung auf einem kleinen Hügel - eine andere Ausschilderung gibt es nicht !) unbedingt die l i n k e Straße weiterlaufen . Geht man falsch ; Pech gehabt , man kommt nicht hinauf und muss zurücklaufen bis zu dieser "Pinien-Kreuzung ".
Es geht aufwärts noch ca 25 Minuten in gemächlichem Schritt , dann erreicht man einen kleinen Parkplatz.
Um hier hinauf mit dem Auto bis zu diesem Parkplatz zu kommen , da sollte man schon einen Jeep besitzen !
Hatten wir nicht und wie schon gesagt - wir haben unser Auto weiter unten am Schotter - Straßenrand abgestellt und sind zu Fuss hier hinauf.
Vom Parkplatz aus führen Treppen hinauf zu den antiken Resten der Stadt Syedra .
Aber erst mal sollte man unbedingt den herrlichen Ausblick von hier aus aufs Meer genießen !
Auf derbreiten , flachen Bergkuppe war diese Stadt in der Antike angelegt worden ; viele Gebäude sind noch immer recht gut erhalten und können durchwandert werden.
| Kolonnadenstrasse |
Immer wieder muss man jedoch Treppen steigen um noch weiter nach oben zu anderen gut erhaltenen Gebäuden zu gelangen .
Die Gebäude-Reste sind alle gekennzeichnet, so dass man erfährt, was das jeweilige Gebäude früher in der Blütezeit der Stadt einmal war.
Immer wieder hat man auch phantastische Ausblicke hinunter Richtung Meer und vor allem auf Alanya selbst - linkes Foto : Blick auf den Stadtteil Mahmutlar/Kargicak.
Erst von hier sieht man auch die riesige Ausdehnung der mittlerweile stark gewachsenen Stadt Alanya und wie die einzelnen Stadtteile Mahmutlar und Kargicak mittlerweile ineinander überfließen .
Weit in der Ferne kann man beim genauen Hinschauen auch den Burgberg von Alanya erblicken .
Auch der Blick auf das Hotel" Utopia World "ist ganz super.
| Blick zum Hotel "Utopia World" |
Hinweise :
Vor allem sollte man festes Schuherk tragen , um hier hoch zu gelangen und hier durch die antiken Reste der Stadt streifen zu können...... "Schlapperlis " sind fehl am Platze !
Für Gehbehinderte ist dieser Ausflug ins antike Syedra absolut nicht geeignet.
Das ehemalige Badehaus (Hamam) ist noch in einem verhältnismässig gut erhaltenem Zustand und auch die Marmorplatten , die überall noch zu sehen sind sowie die lange Kolonnadenstrasse mit den heute allerdings leeren Nischen , wo einst sicher riesige Statuen gestanden haben, lassen auf vergangenen Wohlstand der Stadt Syedra schließen.
In einer Höhle sieht man sogar noch viele Wandmalereien.
Etwas zur Geschichte der antiken Stadt :
In der Mitte des 1. Jhd. v.Chr.wurde Syedra erstmals erwähnt ; danach waren immer mal wieder unklare Herrschaftsverhältnisse festzustellen und spätestens seit der Regierungszeit des römischen Kaisers Tiberius vom Jahre 14 bis 37 n.Chr. gehörte dann der Ort zur Region Pamphylia.
Die Ruinen des antiken Syedra liegen ca 400 m oberhalb des Meeres auf einer breiten Bergkuppe.
Sehenswert ist vor allem auch die Gesamtgestaltung : enge Treppengassen und an den steil nach unten fallenden Hangen gebaute Reste von Bauwerken.
Mehrere riesige Zisternen sorgten damals für die Wasserversorgung , auch davon kann man noch Reste sehen .
Recht gut erhalten sind auch noch die Reste spätantiker Befestigungsmauern , eine kaiserzeitliche Nekropole und eben die lange Kolonnadenstrasse mit ihren vielen Säulen .
| Blick ostwärts Richtung Seki und Yesilöz |
Hier im Blog gibt es dazu weitere Berichte.
Als Wegzeit abwärts wieder zum Auto sollte man ca eine halbe Stunde einrechnen.
Und nicht vergessen :
Überlegen sollte man sich es sich wirklich , den Ausflug im Hochsommer bei über 40 Grad zu machen ! Wenn ja , dann unbedingt Wasser mitnehmen - ein Restaurant gibt es da oben nämlich nicht . Selbstversorgung ist angesagt !
Post von: Reisebüro Globus
Bildernachweis :Heidrun Jahn
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