
Es liegt auf einer Felseninsel in unmittelbarer Ufernähe am Genfer See und außerdem noch vor der imposanten Bergkulisse des Dents du Midi ( 3257m Höhe ) .
Der Felsen , den das Schloß fast vollständig einnimmt, war bereits in der Bronzezeit bewohnt; die Wasserburg wurde das erste mal im Jahre 1005 erwähnt und die noch heute sichtbaren Bebauungen in den innreren Burghöfen einschließlich des Hauptturms stammen aus dem 11. Jahrhundert.
Im 12. Jahrhundert ging das Schloß an die Savoyer über ; vorher gehörte es den Herren von Alinges.
So wurde z.B. die landseitige riesige Burgmauer von Thomas I. von Savoyen gebaut und auch mehrere Innenhöfe sind aus dieser Zeit.
Die drei halbrunden Türme auf der Landseite wurde von Peter II im Jahre 1255 errichtet und immer wieder ausgebaut ; auch Wehrgänge wurden errichtet.
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Diese ständigen Umbauten lohnten sich richtig : der gesamte Schiffverkehr auf dem Genfer See und der ebenso bedeutende Landweg entlang des Sees zum St. Bernhard-Pass wurden beherrscht und mit Zöllen belegt.
In der Burg selbst gibt es große Repräsentationsräume mit sehr gut erhaltenen Wandmalereien , alten Kaminen und wertvollen Holzdecken ; z. B. im Rittersaal.
Im Jahre 1536 wurde das Schloß von den Bernern erobert - die Savoyer flohen damals gleich über das Wasser.
Es wurde der damals berühmteste Gefangene , Francois Bonivard , der Prior aus Genf befreit , der hier wegen seines Eintretens für die Reformation und die Unabhängikeit Genfs von den Savoyern sechs Jahre zuvor eingekerkert worden war. Der humanistische Denker und Historiker der Genfer Reformationszeit lebte von 1496 - 1570: er war eben hier im Schloss eingekerkert worden .
Nach der Eroberung war das Schloß bis zum Jahre 1733 Sitz der Vögte von Chillon , seit 1798 ist es in Besitz des Kantons Waadt.
Beinahe wäre es im 19. Jhd. als Steinbruch für den Eisenbahnbau abgerissen worden , zum Glück konnte dies im letzten Moment verhindert werden.
Umfangreiche Restaurierungsarbeiten im 20 . Jhd. ließen das Schloß erstrahlen so ,wie es heute dasteht.
Die gesamte Schloß-Anlage besteht aus 25 Gebäuden, die sich um drei Höfe gruppieren und die von zwei Ringmauern geschützt werden.
Die Burg selbst erreicht man über eine imposante Holzbrücke aus dem 18.Jhd..
Schon oft wurde das Schloss auch als Film-Kulisse verwendet und wird vor allem jährlich von tausenden Touristen besichtigt.
Hier gibt's noch mehr Infos zum Schloß selbst : http://www.chillon.ch/
Geht man nun den direkt am See vorbei führenden Weg Richtung Zentrum von Montreux , so dauert es nicht lang und man erreicht einen kleinen Weinberg. Wir sind am schlosseigenen Weinberg angekommen.
Der Weinberg ist nicht sehr groß , nur ca 12.500qm, aber dennoch ob seiner Lage direkt am See und vollen Sonneneinstrahlung gedeiht hier ein hervorragender Weisswein , der
" Clos de Chillon " .
Dieser kleine Weinberg liegt genau zwischen zwei berühmten Weinbergterrassen , dem Lavaux und dem Chablais ; beides sind UNESCO -Wetkulturerbestätten.
Im Ausland gibt es diesen hervorragenden , trockenen und sehr fruchtigen Weißwein hier vom Schloss-Weinberg nicht , den man noch dazu "jung "trinkt.
Es gibt ein Geschäft in Zürich ,wo man ihn u.U. kaufen kann und natürlich hier direkt im Shop im Schloss .
Der Verkaufserlös kommt immer der Restaurierung des Schlosses Chillon zugute.
Geht man jetzt den Strand-Promenadenweg weiter Richtung Zentrum , so erreicht man das Montreux -Tourist-Amt ( liegt direkt im Zentrum neben der Markthalle ) in ca 40 Minuten zu Fuss.
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| Markthalle von Montreux |
Wer nicht zum Stadtzentrum von Montreux laufen will , der kann den Bus Nr .201 ( Richtung Vevey ) nutzen - eine Abfahrtsstelle befindet sich in unmittelbarer Nähe des Schlosses oben an der Hauptstrasse.
Mit dem Bus ins Zentrum ca 10 Minuten- Ausstieg an der Markthalle , erbaut 1891/92.
Post von: Reisebüro Globus
Bildnachweis : Heidrun Jahn
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