
Nach mehreren Besichtigungsstopps am Tag ging es von Nizwa aus Richtung Wüste Wahiba Sands.
Die Strassen im Landesinneren des Oman sind recht gut ausgebaut , so dass man auch zügig voran kommt. Beidseitig der Strasse immer wieder hohe Berge und auch richtig hübsche ( und auch große ) Häuser; eigentlich schon fast kleine "Paläste "!
Im Laufe des Tages besichtigten wir das
Bergdorf Misfat Al Abriyeen -dort schien die Zeit stehen geblieben zu sein- , aber es war einmalig , hier durch die engen Gassen des Bergdorfes zu spazieren. Wir staunten nicht schlecht ,als uns der Reiseleiter erzählte, dass hier noch immer ca 500 Leute leben .
Noch mehr Fotos vom Bergdorf gibts hier auf meiner facebook-Seite.
Viele der Häuser hier im Bergdorf sind noch aus dem traditionellen Lehmziegel -Gemisch aus uralter Zeit gebaut und noch dazu auf Felsgestein gesetzt.
Ein kleines B&B- Guesthouse gibt es hier auch .... auch ,wenn es nur 1 Zimmer hat, es war einfach "ganz süß".
Inzwischen haben wir eine Information erhalten ,dass das B&B erweitert wurde und jetzt sogar kleine Gruppen bis 15 Personen in Zimmern unterbringen kann.
Wir haben dort auf der Terrasse zu Mittag gegessen ( übrigens ganz lecker !) und konnten den tollen Ausblick rundum in die Berge genießen.
Das Dorf ( steht übrigens auf der Weltkulturerbe-Liste ) durchzieht über 1000Jahre alte Falaj ( Wasserläufe) , die aus dem Dorf eine blühende Oase machen .Wir konnten uns nicht genug sattsehen.
Nach dem Mittagsstopp- wir waren noch immer gut zu Fuss - gings wieder aus den Bergen hinab und weiter Richtung Wüste.
An beiden Strassenrändern immer wieder hohe und kahle Berge mit recht eigenartigen Maserungen, die südlichsten Ausläufer des gewaltigen Hajar -Gebirges , dessen höchste Erhebungen in der Enklave Musandam ( liegt ganz oben im Norden an der Strasse von Hormus ) bis auf 3000 Meter gen Himmel ragen.
Es geht vorbei an vielen Wehrtürmen aus uralter Zeit , die immer mal wieder die Erhebungen an den Strassenrändern "schmücken".
Auch haben wir immer mal wieder tollen Ausblicke auf kleine Wüsten-Oasen-Städte; alle gespeist von solchen Wasserläufen (Falaj) ,die Wasser aus den Bergen hinabführen.
| Festung Hisuh Tamah in Bahla |
Die Stadt Bahla ist eine der ältesten Königsstadte des Oman und liegt am Fuße des Gebirgszuges Dschabal al Achdar.
Schaut man zur Festung auf , so begreift man , warum dieses Bauwerk besonders früher immer eine große strategischen Bedeutung hatte.
Die Festung wurde vermutlich im 17 Jhd. vom Stamm des Nabhani-Volkes erbaut - sie ist mit einer 12 km langen und 5 Meter hohen Lehmziegel-Stadtmauer umgeben . Die Festung hat 15 Tore und 132 Wehrtürme.
Im Jahre 1987 wurde die Festung in die UNESCO -Weltkulturerbe -Liste aufgenommen. Stark bis dahin dem Zerfall preisgegeben finden derzeitig noch immer umfangreiche Renovierungsarbeiten statt.
Langsam geht auch die Sonne unter und noch immer haben wir die WAHIBA Sand -Wüste nicht ereicht.
Kurz nach Passieren der kleinen Stadt Al Wasil ( ca 180km von Muscat entfernt ) gehts rechts weg und wir sehen schon rot im Abendlicht der Sonne riesige Sanddünen.
Laut Wegweiser in Al Wasil sind es von hier aus noch 11km , dann haben wir es geschafft - das schaffen wir auch noch , dachten wir uns.
Um ins Desert Nights Camp zu kommen braucht man einen Jeep mit Allrad-Antrieb. Überall nur tiefer Sand, auch auf der schnurgeraden "Strasse ".
Kleine "Kunststückchen " mit dem Hochfahren des Jeeps auf die Dünen erlebten wir erst am nächsten Vormittag bei der Abreise. Heute wollten wir nur bevor es ganz dunkel wurde ins Camp .
Wir waren angenehm überrascht, was uns da an Übernachtungszelt in der Wüste erwartete :purer Luxus !
Ca 30 absolut tolle Beduinenzelte standen verteilt zwischen 2 riesigen Dünen . Die Ausstattung war einfach klasse , hätten wir nicht so gedacht.
Eine Bewertung der Anlage von mir gibt es hier - reinklicken , lesen und Bilder anschauen.
Nach unserem "Zimmer " -Bezug ( wir waren nicht die einzigen Gäste :das Camp war ausgebucht ) und einem leckeren Abendessen konnten wir noch auf der kleinen Bar-Terrasse den einzigartigen Sternenhimmel betrachten.
Übrigens : im Camp gibt es keinerlei Alkohol ...das störte uns nicht, wir stießen auf den gelungenen Tag halt mit Cola und Wasser an .
Wir machten uns ( es war mittlerweile auch schon recht spät geworden ) aus, am zeitigen Morgen wollen wir den Sonnenaufgang auf den Dünen sehen .
Mal sehen , wer von uns dann am Morgen um 5.15 Uhr bereit steht....... Das sollte die Überraschung sein!
Den einmaligen Sonnenaufgang in der Wüste, den wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen.
Am nächsten Morgen waren wir 6, die den Weg hinauf auf die Dünen -Kuppe kraxelten..... dann hiess es : warten !
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| Karsten,Heidrun,Simone,Peter+Petra schaut....Kendra war der Fotograf |
Nichts tat sich ....... wir wollten schon gegen 6 Uhr wieder nach unten gehen, da geschah es und die Sonne als feuerroter Ball kroch hinter den Dünen hervor.
Wir begrüßten sie alle mit einem Luftsprung ! Unsere Sabine wollte nicht warten und hatte uns schon vorher Richtung Camp verlassen .
Durch das Sonnenlicht funkelten der Sand in einer phantastischen Farbe- wir staunten nicht schlecht.
Die Ruhe haben wir noch eine Weile genossen und zurück im Camp erwachte auch dieses langsam .
Im Camp selbst hat man noch die Möglichkeit , Quadtouren zu buchen , mit dem Kamel umher zu reiten.
Kurze Probier-Tripps sind kostenlos , längere Touren gegen Bezahlung.
Wir hatten leider nicht so viel Zeit , um eine Dünen -Safari mit einem Quad zu machen . Schade !
| Blick nach Sur |
Kurzer Rückblick aufs Luxus-Camp und vorbei an grasenden , freilaufenden Kamelen gings zurück zur Hauptstrasse und weiter Richtung Meer zur Stadt Sur.
Noch mehr unserer Scout -Berichte gibts auch noch hier !
Post von: Reisebüro Globus
Bildernachweis :Heidrun Jahn und Kendra Mietke
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