Dienstag, 15. November 2011

Seefahrerstadt Sur und Turtle -Watching


Das erste, was mir auffiel als wir in die Stadt SUR hineingefahren sind war ; dass sie sehr sauber und gepflegt ist .
Es gibt jede Menge richtig schmucke Häuser , unzählige Moscheen und ein großes Fort.Leider haben wir dort am Fort nicht gehalten , sondern sind nur vorbeigefahren .
Unser 1. Stopp in der Stadt der Seefahrer, wie Sur noch immer sehr oft genannt wird : an einer Dhau-Werkstatt.
Dieses uralte Handwerk hat man sich bis heute bewahrt.
Sur  mit knapp 60 000 Einwohnern  ist das Zentrum der nördlich von Muscat gelegenen Region Al Sharqiyah und liegt direkt am Golf von Oman.
In der Stadt gibt es 670 Moscheen...wir staunten nicht schlecht , denn an jeder Ecke , wo wir mit unserem Auto vorbeifuhren, da gab's immer wieder eine Moschee zu sehen.
Übrigens ist der Hafen der Stadt einer der ältesten weltweit überhaupt - schon während der Zeit des Sklavenhandels ( man brachte hierhin viele Sklaven aus Afrika, um diese dann im gesamten Orient weiter zu verkaufen ) "florierte "das Geschäft.
 So war die "weiße Stadt am Meer " bis zum 6.Jahrhundert noch ein sehr wichtiger Handelsplatz; wobei sie allerdings nach Abschaffung des Sklavenhandels an Bedeutung verlor. Auch der Bau des Suez-Kanals hatte Auswirkungen auf die Handelsbeziehungen, die vorher vielfach über Sur abliefen .
Die Stadt war schon immer eine Hochburg des Dhau-Baus ; noch heute zeugt von der ruhmreichen Vergangenheit des Ortes als bedeutende Seehandelsstadt des Orients die Dhau-Werft.
Es war logisch , dass auch wir dieser Werft einen Besuch abstatteten und beobachten konnten , wie so eine Dhau ( die übrigens vor allem aus Teak-Holz gefertigt wird ) "von der Pike auf "entsteht.
 Viele Stunden Arbeit , so konnten wir sehen , steckt drin, eh so eine  Dhau ( mit der wir ja die Tagestour durch die Fjorde Musandams gemacht haben ) fix und fertig da steht. Und alles mit Handarbeit - wir staunten nicht schlecht !
Gleich daneben befindet sich das Dhau-Museum , wo einige wunderschöne Ausstellungstücke ( natürlich in Mini-Format ) besichtigt werden können und wer will , der kann noch mit einem echten "Dhau-Kapitän " nett plaudern .... haben wir natürlich gemacht ! 

Unweit der Stadt Sur liegt eine bei den Einheimischen sehr beliebte Bade-und Picknickstelle.
Ein riesiges " Loch " ist mit Wasser gefüllt , welches ständig durch einen unterirdischen Zufluss/Abfluss mit neuem Meerwasser versorgt wird.
 Nach unten führt eine gut ausgebaute Treppe und am oberen Rand ist alles gut mit einem Geländer gesichert. Vor allem Kinder nutzen hier das Schwimmen , wobei man allerdings durchaus aufpassen muss, dass keine Felsbrocken ( das Gestein ist durchaus recht bröckelig ) besonders im hinteren Teil herunterbrechen !
am White Beach
 Wir haben  jedoch die Gelegenheit nicht zum Baden nicht genutzt; haben nur hier "gepicknikt " ; stattdessen sind wir am "White Beach ", der ganz in der Nähe liegt, ins Meer zum Schwimmen gegangen.
Wassertemperatur des Meeres - ich schätze mal so 28 Grad. Es war herrlich !
Nach dem Bade- und Piknik-Stopp ging es weiter Richtung Schildkrötenstrand Ras Al Jinz , wo vor allem die unter Naturschutz stehenden Grünen Meeresschildkröten an einem einsamen Strand jede Menge Eier im Sand ablegen , diese dann verbuddeln und wieder im Meer verschwinden.
Eine ehemalige Forschungsstation hat man zu einem Hotel "umfunktioniert" und so kann man am Abend unter "Bewachung " von Naturschützern das Eier-Ablegen der Meeresschildkröten beobachten.
Entsprechende Touren (mit oder ohne Hotel-Übernachtung) kann man bei Agenturen vor Ort buchen - es nennt sich "Turtle Watching ".
Unter absoluter Ruhe und ohne Licht geht es am Abend nach 21 Uhr Richtung Strandabschnitt ( ca 400 Meter vom Hotel entfernt) und nur einzeln bzw. in kleinen Gruppen wird man da an die Brutlöcher der Schildkröten ( wenn denn welche da sind gerade !) geführt.
 Es kann schon passieren , dass je Schildkröte, die übrigens richtig groß ist  und  bis 400 kg wiegen kann , je Loch bis zu 120 Eier in Tennisballgröße ablegt in die Sandlöcher .
Es muss absolute Ruhe herrschen und , dass keinerlei Handys klingeln oder Fotoapparate blitzen dürfen,das versteht sich von selbst.
Wer jedoch auch einen Blick für absolut tolle Felsformationen hat ,der sollte bereits am Tag zu diesem Strandabschnitt hinter dem Hotel Ras Al Jinz gehen und staunen, welche phantastischen Formen hier das Meer in die Sandsteinfelsen "geschliffen "hat.
Noch mehr Bilder zur Region gibts auf meiner facebook-seite - in den Alben darf gestöbert werden .
Und all das , was wir als Scout im Auftrage des Tourismus-Ministeriums und der travelone  erlebt haben auf einer einwöchigen Tour durch den Oman ,all das gibts hier : http://omanscout.blogspot.com

Post von: Reisebüro Globus
Bildnachweis:Heidrun Jahn

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