Khasab ist etwa 500 km Luftlinievon Muscat entfernt.
Um per Flugzeug von dort auch wieder wegzukommen, geht es auch nur ein einziges Mal am Tag nach Muscat zurück ; ansonsten wird der kleine Flughafen als Militärbasis genutzt ( Fotografieren ist also verboten ).
| Anflug auf Khasab-Blick zum Bassa-Strand |
Es dauert nicht lang nach Abflug in Muscat und man erblickt durchs Bullaugen-Fenster des Flugzeuges riesige hohe , kahle Berge und Fjorde ,wie man es von Norwegen her kennt.
Steil und bizarr ragen zerklüftete Felswände aus dem blau-grün schillerndem Meer , sie formen ein unüberschaubares Labyrinth -dazwischen gibts jede Menge Wasser.
Musandam ist der nödlichste Zipfel der arabischen Halbinsel an der Strasse von Hormus gelegen und hier versinkt das Hajar-Gebirge im Meer. Nur seine Gipfel und schroffen ,kahlen Grate durchbrechen die Fluten. Die Bewohner der Region nennen die Gegend au ch "Ruus al Jibaal" - die Köpfe der Berge.
Einige der Fjord-Dörfer sind zum Teil nur per Boot zu erreichen .
An die schroffen Berghänge "geklatscht" gibt es hier ein paar wenige kleine Dörfer. Die Bewohner werden wöchentlich mit Wasser und anderen Lebensmitteln per Boot versorgt . Sie leben weitestgehend unter sich und wollen mit Touristen-Trubel überhaupt nichts zu tun haben . Ein Anlegen eines Touristenbootes (einer Dhau , die mit Touristen zum Schnorcheln unterwegs ist ) wird nicht erwünscht.... und man sollte sich auch daran halten.
Einige Dörfer in den Bergen erreicht man auch über unwegsame Schotter - Strassen. Auch hier erfolgt die Versorgung der dort lebenden Bevölkerung per Wasserwagen. Die Belieferung mit Wasser ist natürlich kostenlos. So sieht man überall an den Bergstrassen die großen Kanister stehen...eine Trinkwasserleitung gibt es hier hinauf in die Berge bisher nicht.
Auch erfuhren wir, dass die Kinder aus diesen abgelegenene Dörfern in der Woche über in Khasab im Internat der Schule wohnen und nur an den Wochenenden ( oder manchmal auch erst am Monatsende) nach Hause in ihre abgeschiedenen Bergdörfer fahren .
In Khasab gibt es dafür je eine Girl-School und Boy-School.
Von Khasab ( ca 17 Tsd.Einwohner ) , dem Hauptort der Region ,aus kann man die Fjorde per Dhau erkunden .
Das sollte man auch unbedingt tun - es ist einmalig zum Natur bestaunen , zum Baden und Schnorcheln an bestimmten Stellen , zum Delphine beobachten ( sie schwimmen nämlich oft gleich neben der Dhau mit ihr sozusagen "um die Wette") und jede Menge bunte Fische gibt es auch zu sehen.
Auf keinen Fall aber die Badesachen bei so einer Dhau-Fahrt vergessen.
Am kleinen Hafen stehen mehrere Dhaus zur Verfügung. Die Tour ist geruhsam und man kann ausruhen, abschalten oder einfach nur schauen auf die steil aus dem Meer emporragenden Berge.
| Zugang zum Shim-Fjord |
Das Fjordwasser, übrigens glasklar , hatte noch jetzt im November so um die 28 Grad.
Hinweis : im Hochsommer "heizen sich die Fjorde so richtig auf " und es kann schon sein, dass die Wassertemperatur dann bis 38 Grad ansteigt.
Aber Delphine lieben warmes Wasser und kaum hat man den Zugang zum Fjord passiert schwimmen sie vielfach neben dem Boot her. Immer wieder sieht man an verschiedenen Stellen diese beschauliche Tiere aus dem Wasser auftauchen .
Im Fjord selbst herrscht absolute Stille und man ist weitab von Lärm und Hektik .Besonders in den Morgen -und Abendstunden wird man überwältigt von faszinierenden Lichtspiegelungen der Berge im Wasser.
| Telegraph Island |
Im Jahre 1864 erbauten die Briten auf diesem Inselchen eine Telegrafenstation . Dies geschah, als sie Unterwasserkabel von Indien kommend nach Basra (Irak) verlegten . So gab es auch Pläne , hier mal ein Hotel drauf zu bauen , aber wer inzwischen die Größe des Inselchens gesehen hat , begriff schnell , diese Pläne gleich wieder ad acta zu legen.
Das Klima hier ist rauh und für Europäer nicht unbedingt wohnenswert- die Insel war deshalb nur kurze Zeit bewohnt, aber noch heute sieht man die Hausreste der Telegrafenstation. An Land gehen ist erlaubt.....schnorcheln und schwimmen sowieso.
Telegraph Island ist von einem Korallenriff umgeben und ist somit einer der besten Schnorchelplätze im 20km langen Shim-Fjord und man wird umschwirrt von jeder Menge bunter Fische.
Man kann durchaus auch so eine Dhau-Fahrt als Tagesausflug von den VAE aus machen - es gibt mittlerweile eine recht gut ausgebaute Teerstrasse aus Richtung Grenze zu den Emiraten.
Recht abenteuerlich ist die Fahrt über die Berge , die teilweise bis 3000 Meter emporragen , mit einem Geländewagen .
Aber dazu kommt ein neuer Bericht.
Und wer noch mehr vom Oman lesen will , der klicke hier : http://omanscout.blogspot.com .
Eine Woche war ich im November 2011 mit anderen Scouts im Sultanat Oman unterwegs und wir haben jede Menge Abenteuerliches erlebt.
Wer noch mehr Bilder sehen möchte, der klicke hier auf meiner facebook-Seite. ( in den verschiedenen Alben blättern ist erlaubt.).
Post von: Reisebüro Globus
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