
Unweit des Neumarktes am Verkehrsmuseum vorbei oder andersseitig am Fürstenzug entlang so kommt man zum Residenzschloss Dresden.
Mttlerweile erstrahlt ein Großteil davon wieder in altem Glanz.
Neben u.a. der Türkischen Kammer, dem Grünen Gewölbe, dem Münzkabinett ist auch der Hausmannsturm wieder eröffnet worden und kann bestiegen werden.
Kleiner Tipp :
Wollen ( oder können ) Sie nicht auf den Turm der Frauenkirche, dann lohnt sich auch hier das Besteigen.
Die Aussicht, natürlich nur bei schönem Wetter , ist auch von hier aus genial.
Man sieht analog das Gleiche ( nur eben etwas entfernungsversetzt) , als wenn man oben auf dem Außen -Kuppel-Gang der Frauenkirche stehen würde.
Nachdem man sich an der Kasse im Schloss-Hof mit glasüberdachter Kuppel ein Ticket zum Besteigen des Turmes gekauft hat ( Kostet z.Z. 3,- € je Erwachsener ; Besitzer einer Jahres -Schlösser-Karte haben freien Eintritt) im Hof nach rechts wenden und durch den kleinen Durchgang gehen und schon steht man im großen Schloss-Hof.
Jetzt darf eigentlich schon erst mal gestaunt werden über all die schon fertigen Wandbemalungen an den Hausfassaden.
Allerdings ist noch nicht alles ferig ; aber der Blick soll auch gleich auf den direkt gegenüber des Durchgangs aufragenden Hausmannsturm gerichtet sein.
Man geht links am noch vorhandenen Bauzaum herum bis nach hinten zum Eingang -Hinweisschild bitte beachten ! In einer Wendeltreppe geht es hinauf.
Der Hausmannsturm - generell bezeichnet man als Hausmannsturm immer Burg-, Schloss- oder Kirchtürme , in denen sich Stuben oder auch Wohnungen für eben den Hausmann , den Türmer, früher befanden.
Der Türmer , oder eben der Hausmann, bewachte die Stadt von oben.
Die ersten Hausmannsstueben errichtete man schon 16. Jhd. immer an höchster Stelle in einer Stadt.
Der Hausmannsturm hier im Schloss Dresden ist der älteste noch existierende Teil der Schloßanlage überhaupt.
Den Auftrag zum Bauen gab Kurfürst Moritz von Sachsen ( dieser lebte von 1521 bis 1553 ).
Die Höhe des Turmes beträgt 97 Meter, auf dem sogenannten Trompetergang auf einer Höhe von 65 Metern kann man Ausblicke genießen.
Von oben hat man eigentlich die analogen Ausblicke auf das Panorama der Stadt wie von der Frauenkirche aus .
Man sieht hinüber zum Zwinger und zur Semperoper mit dem davorstehenden Reiterdenkmal von Johann von Sachsen, der von 1854 bis 1873 König von Sachsen war.
Rechts hinter der Semperoper, das ist übrigens das Landtags-Gebäude!
Man erblickt auch in der Ferne ein etwas anders aussehendes , orientalisch aussehendes Gebäude und fragt sich : Was ist denn das hier in Dresden?
Es ist die Yenidze, ein ehemaliges Fabrikgebäude einer Zigarrenfabrik , erbaut von 1908- 1909.
Heute wird das Gebäude als Bürogebäude genutzt und ganz oben befindet sich ein Restaurant, wo übrigens zu festen Terminen immer mal "Märchenstunde " für die Kinder ist.
Gleich rechts neben der Semperoper erblickt man das Gebäude des "Italienischen Dörfchen"; heute ein Restaurant in pompösem Ambiente.
Man sieht über das Dach der Hofkirche hinweg mit seinen hautnah emporragenden schwarzen Skulpturen aus Sandstein bis hinüber zur anderen Elbseite zu den Elbwiesen und dem Gebäude des Sächsischen Finanzminsteriums.
Wenn man Glück hat und die Sicht ist super kann man auch in der Ferne hinter der Semperoper den hoch aufragenden Meißner Burgberg mit Dom und Albrechtsburg erblicken.
Dass man aber auch den Fernsehturm in Dresden- Wachwitz sieht und sogar die Tafelfelsen in der Sächsischen Schweiz , das ist dann logo.
Hierzu muss man allerdings rechts an der Hofkirche vorbei schauen, um gen Elbsandsteingebirge blicken zu können.
Man sieht die Kuppel der Frauenkirche am Neumarkt gelegen und befindet sich auf dem Trompetengang des Hausmannsturmes etwa auf gleicher Höhe mit ihr.
In der Sonne leuchtet gleich links daneben die goldene Figuren - Glas- Kuppel des Albertinums , wo sich die Gemäldegalerie "Neue Meister " befindet.
Schaut man nun noch Richtung Stadtzentrum kann man die evangelische Hauptkirche Dresdens , die Kreuzkirche direkt am Altmarkt gelegen , und den Turm vom Rathaus erblicken.
Schweift der Blick weiter so sieht man den Kulturpalast, ein Überbleibsel " aus der DDR-Zeit..... der aber leider wohl in absehbarer Zeit nun doch verschwinden soll.
Schade eigentlich , denn die Spiegelungen der Gebäude in dessen Glasfassade sind bei Sonneneinstrahlung einfach klasse.
Die Glaskuppel , die gleich unterhalb des Hausmannsturmes sich befindet ist die Überdachung des Schlosshofes - zur Erinnerung ; hier ist der Kassenbereich, die Garderoben, Gepäckaufbewahrungsfächer .
Der Hausmannsturm selbst besteht aus Pirnaer Sandstein. In der Bombennacht im Februar 1945 brannte der Turm völlig aus .Die Turmuhr blieb seit dieser Nacht der Zerstörung Dresdens stehen und zeigte dann 46 Jahre lang die Zeit der Zerstörung an.
Im Jahre 1990 begann dann der Wiederaufbau des Turmes nach einer Fassung des Jahres 1676.
Seit 1994 ist nun auch die neue Turmuhr wieder in Funktion und zeigt die richtige Zeit an; die Umgangsgalerie der einstigen Türmerwohnung und der Trompetergang außen ist ebenfalls fuer die Besucher geöffnet , von wo man die o.g. Aussichtsblicke hat.
Und nicht vergessen : beim Abstieg unbedingt nochmals stehen bleiben und die tollen Wandbemalungen im Innenhof betrachten.
Nutzen Sie auch beim Aufstieg auf den Turm ( einen Fahrstuhl gibt ea allerdings nicht ) die Gelegenheit, auch eine Teil-Austellung des Münzkabinetts sich anzuschauen. Ganz automatisch kommen Sie beim Turm-Aufstieg hier vorbei.
Rechnen Sie für eine Besichtigungszeit ( je nach Interessenlage und Sichtmöglichkeit ) ca 30- 40 Minuten ein.
Und : wer hat , der sollte sein Fernglas und den Fotoapparat auf keinem Fall vergessen....er würde sich wirklich richtig ärgern !
Post von: Reisebüro Globus
Bildnachweis :Heidrun Jahn
Zum Vergrößern der Fotos einfach drauf klicken.
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