
Dort , die Verbindungsstrasse( die Augustusstrasse) zwischen Schlossplatz , Hofkirche und Frauenkirche entlang zu laufen, gehört bei jedem Dresden-Besuchsprogramm zum absoluten "Muss ".
Schaut man genauer hin , so erkennt man etwa jeweils ca 20 cm große, bemalte Kacheln; insgesamt ca 25 000 Stück.
Die Wand hat " schon mächtig viele Jahre auf dem Buckel".
Bereits im Jahre 1589 wurde diese lange Wand der Schlossmauer mit einer Kalkfarbmalerei versehen; anschließend später in den Jahren 1872 bis 1876 vom Künstler Wilhelm Walther in Sgraffititechnik ausgeführt.
Der Anlass war die 800 Jahr-Feier des Wettiner Fürstenhauses. Es gab jedoch später Probleme , denn der Regen wusch die Farbe so nach und nach wieder ab ; die Malerei war nämlich nicht wetterfest.
Was tun , fragte man sich und man besann sich darauf, dass doch ganz in der Nähe ja das Meißner Porzellan erfunden worden war.
Warum also nicht aus Meißner Porzellan-Kacheln!? Gesagt und getan - von 1904 bis 1907 ersetzte man das nicht wetterfeste Sgraffitibild mit den Kacheln der Meißner Porzellanmanufaktur......der letzte sächsische König Friedrich August III. der fehlt allerdings.
Man will es kaum glauben , aber den schweren Bombenangriff im Februar 1945 hat das riesige bemalte Kachel-Wandbild fast unbeschadet überstanden - nur ca 200 Fliesen mussten ersetzt werden ( gesamt sind es ja ca 25 Tausend ) .
Die Gesamtlänge beträgt etwa 102 Meter ; die Höhe knapp unter 10 Meter.
Aber wer ist da abgebildet ?
Es sind die 35 in Sachsen bisher regierenden Markgrafen , dazu noch sächsische Herzöge, Kurfürsten und Könige .
Aber auch insgesamt 59 sächsische Wissenschaftler , Künstler , Handwerker aber auch Kinder und Bauern und vorallem auch Pferde und 2 Windhunde ( finden Sie die ?) wurden hier bildlich verewigt.
Interessant ist , dass unter jedem Regenten immer die Jahreszahl seiner Regierungszeit und der Name steht.
Bekannte Gesichter aus der Geschichte Sachsens findet man hier wieder .
Nur ein Beispiel :
Sachsen ( vor allem das Wettiner Geschlecht ) wurde reich zur Zeit des Findens von Erz rund um Freiberg - während dieser Zeit herrschte von 1156 -1190 Otto der Reiche ( er war beliebt im Land ob seiner Güte und Gerechtigkeit).
Sein Nachfolger , sein Sohn Albrecht der Stolze ( Regierungszeit von 1190- 1195 ) , der war weniger beliebt( um nicht zu sagen : überhaupt nicht !) , weil grausam , hartherzig und ungerecht.
Nehmen Sie sich Zeit und betrachten Sie die einzelnen Bilder und hier noch ein Extra- Tipp : der Fürstenzug wird ab und zu mal "lebendig " ...oft bei einem "runden "Stadtfest oder anderer besonderer Feierlichkeit in Dresden.
Es ist total interessant, die Kostüme dann hautnah zu entdecken.
Wann das nächste Mal so ein Umzug stattfindet , am besten in der Touristinformation erfragen oder rufen Sie uns doch einfach an...wir kriegen das schon raus.
Ich weiss es auch nicht- wir lesen es dann immer in der Zeitung, wann wieder geplant.
Und dann gilt für solch einen "lebendigen "Fürstenzug : Frühzeitges Kommen sichert gute Sichtplätze am Straßenrand der Wegstrecke.
Post von: Reisebüro Globus
Bildnachweis :Heidrun Jahn
Zum Vergrößern der Bilder einfach drauf klicken.
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