
Direkt unter der Brühlschen Terrasse in der Dresdner Altstadt liegen die Kasematten .
Der Eingang zum Museum Festung Dresden liegt von hinten her zwischen dem Albertinum und der Kunstakademie am Georg - Treu -Platz links neben der Treppe - Hinweisschild beachten : Festung Dresden .
Im Jahre 1992 wurde dieser Teil der einstigen Befestigungsanlagen Dresdens als Museum eröffnet.
Um ins Museum zu gelangen muss man unter der Freitreppe, die hinauf zur Brühlschen Terrasse führt, erst mal weitere Stufen nach unten steigen.
Achtung : es ist recht kühl hier unten sozusagen "unter der Erde"!
In mühevoller Arbeit wurde hier ein Teil der alten Dresdner Befestigungsanlagen dem Publikum zur Besichtigung zugänglich gemacht.
Nach dem Hinabsteigen auf der Treppe kommt man in ein bunkerartiges Gewölbe und ist nunmehr auf der eigentlichen Erdoberfläche angelangt.
Zuerst sieht man das mehr als 450 Jahre alte im Orginal noch erhaltene Ziegeltor. Es ist das letzte erhaltene Stadttor Dresdens überhaupt ,was es noch gibt aus dem Mittelalter.
An der Kasse ( Besitzer einer Jahres-Schlösserkarte haben freien Eintritt) erhält man mit seiner Eintrittskarte einen Audio- Guide .
Mit diesem kann man den Rundgang (Dauer ca 1 Std.) durch die Kasematten recht gut meistern. Man bekommt vieles genau erklärt und es wird "untermauert" anhand von Gesprächen, als wäre man zurückversetzt ins Mittelalter. Richtig interessant gemacht und überhaupt nicht langweilig.
Gut erhalten sind auch die rechts und links der Durchfahrt gelegene kleinen Pforten und die dahinterliegenden Wachstuben und auch die Brücke, welche als älteste Steinbrücke der Stadt gilt.
Es gibt hier unten noch sehr gut erhaltene Kanonenhöfe, Wehrgänge mit Schießscharten ,Wendeltreppen und Gewölbegänge, die damals als Waffenlager dienten.
Auch kann man in einem Hof die verschiedenen in den Stein eingeritzten Elbhochwassermarken aus 3 Jahrhunderten sehen, wobei das Hochwasser vom August 2002 weit oben rangiert.
Baubeginn der Befestigungsanlagen war das Jahr 1546.
In einem Media-Raum wird das sehr gut anhand eines Filmes gut erklärt - ein Mönch führt sozusagen "durchs Programm".
Dauer des Filmes : ca 10 Minuten ! Einfach mal hinsetzen , schauen und anhören !
Hier unten in den Kasematten lagert auch das Orginal des ältesten Denkmals von Dresden aus dem Jahre 1555 : Es ist das Moritz-Monument.
Es ist ein Sandsteindenkmal von einer Höhe von ca 6 Metern und 3 Metern Breite.
Hier unten ist das Orginal - eine Kopie befindet sich an der Nordostecke der Dresdner Befestigungsanlage am östlichen Ende der Brühlschen Terrasse - Ecke Terrassenufer /Hasenberg.
Aus den kleinen Sichtfenstern hat man auch einern wunderbaren Ausblick auf die Elbe und das Terrassenufer bis hin zur Hofkirche und Semperoper.
Bei den Luftangriffen 1945 wurden Teile der Festung auch als Luftschutzraum benutzt; später dann als städtischer Kühlraum. Seit 1965 wurden so nach und große Teile der alten Befestigungsanlagen freigelegt und können heute besichtigt werden.
Post von: Reisebüro Globus
Bildnachweis :Heidrun Jahn
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