Donnerstag, 30. Dezember 2010

die Festung Königstein - gewaltige "Trutzburg" im Elbsandsteingebirge

Mit dem Auto ca 45 Minuten von Dresden entfernt, auf der linken Elbseite Richtung  Pirna- Bad Schandau fahren, fährt man , nachdem man den Ortsteil Pirna-Sonnenstein verlassen hat, direkt auf die Festung Königstein  zu.
Auschilderung beachten -denn sonst ist man bereits im Ort Königstein ,  da muss man  dann zurück fahren !

Schon von weitem erhebt sich die gewaltige Festung  auf einem hohen Felsen , kurz vor der kleinen Ortschaft Königstein.
Das Auto im Parkhaus unterhalb der Festung abstellen .
Jetzt hat man 2 Möglichkeiten : entweder nach oben laufen  bis zum Lift oder mit einem der kleinen Minizüge fahren ab Parkhaus , die jeden  Besucher gegen ein Entgeld nach oben bis zum Liftplatz  bringen.
Will man zu Fuss hinauf , sollte als Zeit ca 20 bis 25  Minuten zum Teil etwas steil bergauf eingerechnet werden.
Mein Vorschlag : hoch zu mit dem Minizug fahren und später bergabwärts den kürzeren Wanderweg ( ist ausgeschildert ab Liftplatz) nehmen , statt der im Bogen nach oben windenden Strasse.

Die Festung Königstein  ist ein Meisterwerk der Baukunst des Mittelaters und eine der größten Bergfestungen in Europa überhaupt.
 Sie wurde direkt auf einen sogenannten Tafelberg einfach  "oben drauf gesetzt" .
Das Felsplateau ist ca 9,5 Hektar groß und es erhebt sich 240 m über der Elbe oberhalb des kleinen Ortes Königstein.
Auf der Festung selbst gibt es über 50 verschiedene ,teilweise über 400 Jahre alte Bauten , die Zeugnisse sind vom militärischen bzw. zivilen Leben oben auf der Festung in all den Jahren .
Heute dient die Burg vielfach dazu ,dem Besucherstrom  gerecht zu werden , der tagtäglich hier hinauf kommt.
Vom  die Festung oben umrundenden Wallgang ( den man per Fuss entlang gehen kann)  und von wo man phantastische Ausblicke ins Elbtal , nach Tschechien , ins Bielatal und auch wenn das Wetter super ist bis nach Dresden hat ;  kann mann  die anderen Tafelberge ( z.B.den Lilienstein, den Zirkelstein usw.)  sehen und sieht in der Ferne auf tschechischer Seite den Sneznik mit seiner Funkturmspitze.
Der Wallgang ist 1,8 km lang und hat bis zu 42 m hohe Mauern und Sandstein-Steilwände.
Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Metern tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Brunnen Europas.

Man  erreicht den Festungshof  entweder über einen Lift  vom oberen Parkplatz( dieser ist nicht öffentlich )  aus oder zu Fuss  den Burghang hoch.
Wobei der Aufstieg über den Burghang  wesentlich interessanter ist, da man Einblick erhält ,welche Mühe hier z.B. früher die Kutschen hatten.... die Kutschen wurden nämlich regelrecht "hochgezogen " mit einer Seilwinde, so steil ist der Aufweg.
Hier kurz ein wenig Geschichte :
Die wohl älteste schriftliche Erwähnung einer Burg hier oben auf dem Königstein gibt es in einer Urkunde von König Wenzel I. von Böhmen aus dem Jahre 1233. Die Burg gehörte damals  nämlich noch zum böhmischen Königreich.
Auch diese Burg wurde in den folgenden Jahren immer mal wieder verpfändet und wechselte die Besitzer.
Im Jahre 1449 ging sie über in den Besitz der Markgrafschaft Meißen und zwischen den Jahren 1589 und 1591/97 lies der damalige Kurfürst Christian I. von Sachsen und sein Nachfolger die Burg zur stärksten Festungsanlage Sachsens ausbauen.
 Es entstanden riesige Mauern, die die gesamte Anlage umgaben.
Auf dem Gelände entstanden so nach und nach Wohngebäude, Torhäuser, eine Kirche, das Zeughaus, mehrere   Kasernengebäude, die Streichwehr, die Christiansburg ( man nennt sie auch Friedrichburg) , die man heute zu Hochzeitsfeierlichkeiten mit Trauungen  mieten kann .
Immer wieder kam es auch zu Umbauten, so wurde die Magdalenburg zu einem Proviantmuseum umgebaut, ein Schatzhaus wurde errichtet.

Die Festung spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Sachsens, weniger aber durch militärische Ereignisse.
So wissen wir , dass ja August der Starke den J.F. Böttger  der das Meißner Porzellan erfunden hat , hier ebenfalls  mal kurze Zeit gefangen hielt.
Es wurden auch zum Ende des 2.Weltkrieges hier viele Kunstschätze Dresdens in den Kasematten eingelagert und so vor der Zerstörung durch die Bombardements gerettet.
Die Festung hat aber auch ein düsteres Kapitel - sie war nämlich auch all zu oft Gefängnis.
Ein Entrinnen der Gefangenen  war eh unmöglich aufgrund der Lage und Bauart der Festung.
Das und vieles mehr aus der wechselvollen Geschichte können Sie erfahren bei einem Besuch  der Festungsanlage.
Die Festung selbst wurde übrigens nie militärisch eingenommen..... höchstens heutzutage durch die vielen Besucher täglich, aber das ist ja nicht militärisch.

Der Besuch sollte mindestens als Halbtages -Ausflug eingeplant werden.
Im Übrigen kann man auf der Festung  in den Kasematten heutzutage auch recht gut speisen ; es geht fürstlich oder mittelalterlich ..... wie man will.
Sehr beliebt ist der regelmäßige Sonntags -Brunch : aber Vorbestellung  immer erwünscht.
Und wer nur zum Kaffeetrinken kommen will , den überrascht die Festungs-Bäckerei mit ofenwarmen leckeren Kuchen und das Brot kann man dann halt mit nach Hause nehmen.
Auch an den Abenden finden in den Kasematten oft Events statt.
Einfach hier mal nachschauen : www.festung-koenigstein.de

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Mittwoch, 29. Dezember 2010

die "Karl -Stülpner - Burg " in Scharfenstein / im Ergebirge

Unweit von Annaberg -Buchholz im Erzgebirge erhebt sich auf einem Felsen  über dem Fluß Zschopau die Burg  Scharfenstein.
Das Erzgebirgstal ist hier sehr  eng und der kleine Ort Scharfenstein ist an der einen Burg-Seite angelegt.
Erbaut wurde die Burg so um das Jahr 1250 ( so ganz genau ist es nicht bekannt ) von den Herren von Waldenburg, wobei allerdings die erste urkundliche Erwähnung als "Scharffenstein " erst Mitte des 14.Jahrhunderts erfolgte.
In ihrer wechselvollen Geschichte wird die Burg mehrmals verpfändet, verkauft oder bekommt auf anderen Wegen immer wieder  neue Besitzer.
Die Herren von Waldenburg  hielten das Anwesen bis zum Jahre 1445 ; dann waren die neuen Besitzer die Wettiner.
Im Jahre 1472 übernahm ein gewisser Heinrich von Schönberg als Amtmann zu Schellenberg ( heute : Augustusburg, was nicht so weit entfernt liegt) die Herrschaft auf der Burg Scharfenstein.
Kurze Zeit später kam es allerdings erneut zu einem Verkauf der Burg - diesmal an Heinrich von Einsiedel; in dessen Familie blieb die Burg in Besitz bis Anfang des 20.Jahrhunderts.
Ein großer Brand zerstörte im Jahre 1921 die Burganlage erheblich; doch sie wird durch den Architekten Bodo Ebhardt nach historischem Vorbild wieder aufgebaut.
Nach Ende des 2.Weltkrieges besetzte die Rote Armee das gesamte Burggelände; die gesamte Einrichtung wurde beschlagnahmt .
Viele Einrichtungsgegenstände verschwanden...keiner weiss, wohin!!
Es wird gemunkelt , dass nicht alles nur von der Roten Armee weggebracht und zerstört  wurde !
Später diente die Burg zuerst als Partei-Schulungsstätte ( der SED) , dann der Wismut AG und später viele Jahre als Heim für schwer erziehbare Jugendliche ( dies hieß damals :  Jugendwerkhof) und bis zur Wende war es dann  ein Jugendheim.
Heute ist die Burg Scharfenstein in Besitz der Sächsischen Schlösserverwaltung und beherbergt ein traditionelles erzgebirgisches Weihnachts- und Spielzeugmuseum,  mehrere Schauwerkstätten , kleine Geschäfte zum Verkauf ergebirgischer Produkte und Holzschnitzereien sowie ein Restaurant in den historischen Gewölben...wo es übrigens richtg lecker schmeckt und man erzgebirgische und sächsische Küche erhält.
Vom Burgturm, der inmitten des Hofe weit nach oben ragt kann man weit ins Erzgebirgsland  blicken.


Aber was hat nun die Burg mit dem Karl Stülpner zu tun ?
Hierzu ein wenig Geschichte :
Die Legende ( vieles am Erzählten ist garantiert wahr daran, obwohl auch manches sicher erfunden   !) um Karl Stülpner gehört hier einfach mit dazu; immerhin wurde der " Robin Hood des Erzgebirges " hier in Scharfenstein geboren und starb auch hier; unweit in einem kleinen Haus unterhalb der Burg.
Karl Stülpner , geboren am 30.September 1762 und gestorben am 24.September 1841, das war wohl eine der bekanntesten Personen ( neben August d. Starken natürlich !) hier in Sachsen; besonders im Erzgebirge.
Karl Stülpner  war Soldat, Wildschütz, Schmuggler, Fabrikant  und Lebenskünstler . Er war sicher die legendenumwobendste aber auch zugleich umstrittendste Person des Erzgebirges überhaupt.
 Vielen ist er vor allem als verwegener Jäger und Beschützer der Armen bekannt.
Seine Person wird in jedem Jahr "lebendig" im Volksstück "Stülpner , Karl " , was auf der Felsen -  Naturbühne an den Greifensteinen in der Nähe von Geyer/Ehrenfriedersdorf  aufgeführt wird und jährlich viele Besucher anzieht.  http://www.greifensteine.com/
Karl Stülpner lebte in einer Zeit dramatischer Umbrüche - der Französischen Revolution ,  der  Napoleon-Kriege und der beginnenden Industrialisierung, die besonders in Sachsen eine Zeit sozialer Ungerechtigkeit war.
 Junge Männer wurden ganz willkürlich nach Belieben( zum Teil wurden sie gleich auf der Straße "weggefangen")  zum Militärdienst eingezogen.
Durch ein jahrhundertaltes, total verschachteltes und kaum durchschaubares System von Belehrungen, Beleihungen, Diensten, vielen Abgaben und Zöllen war das Einkommen der Oberschicht im Land Sachsen  bisher immer gewährleistet.
Die einfache Bevölkerung, besonders im Erzgebirge,  jedoch wurde immer ärmer und so blieb den Bauern in schlechten Erntejahren kaum etwas fuer den Eigenbedarf übrig; viele hungerten besonders in den harten Wintermonaten .
Die Landbevölkerung des Erzgebirges  hungerte während die Wälder des Erzgebirges voll mit Wild war- dieses durfte jedoch nicht angetastet werden.
Das Wild gehörte dem jeweils gerade herrschenden Kurfürsten.
Ab und zu kam es zu kleinen Aufständen der hungernden Landbevölkerung  ( z.B.im Jahre  1790) , die aber alle brutal niedergeschlagen wurden.
So wunderte es sicher niemanden, dass in dieser Zeit ein Wilddieb und Schmuggler zum Volkshelden wurde .:  der  Karl Stülpner !
Er lehnte sich auf gegen die herrschende Obrigkeit und deren Gewalt und Ungerechtigkeit gegenüber dem einfachen Volk und  wurde geliebt vom Volk.

Wollen Sie noch mehr  Geschichten  über den Wirkungsbereich des Karl Stülpner hören, dann kommen Sie auf die
Burg  Scharfenstein und kleiner Tipp :
Buchen Sie sich die Führung durch die Burggeschichte gegen einen kleinen "Zusatz-Groschen " ( z.Z: 2,50 Euro je Erw. ) zusammen mit dem Karl Stülpner.
Es ist köstlich und in typsch erzgebirgischem Dialekt werden da manch interessante Dinge aus der Lebensgeschichte des Karl Stülpner auf die humorvolle Weise bei der Burgbesichtigung erzählt.
Die Besitzer einer Schlösser-Jahreskarte des Landes Sachsen haben freien Eintritt in die Burg ; lediglich die Extra-Führung  gemeinsam mit dem Stülpner, Karl muss dazubezahlt werden.
www.schloesserland-sachsen.de

 Nutzen Sie vor allem den Besuch des Erzgebirgsmuseums in der Burg.
Hier werden viele Exponate des handwerkliches Geschicks der Bevölkerung ausgestellt.
Das Schnitzen von Holzfiguren gehörte vor allem früher zu einem Haupterwerb der armen Landbevölkerung.
Auch heute ist die Schnitzkunst im gesamten Erzgebirge noch immer zu Hause .

Hinweis : Unterhalb der Burg gibt es einen großen Parkplatz ( direkt oben ist keinerlei  
                   Parkmöglichkeit)  . Der Aufstieg dauert zu Fuß ca 20 Minuten.

Haben Sie nach der Burgbesichtigung noch Zeit - das Gebiet rundherum eignet sich phantastisch zum Wandern. 
Und die nächste Burg , die wartet schon - nicht weit weg ( ca 20  Minuten mit dem  Auto ) befindet sich die Augustusburg.
Aber hierzu wird es demnächst einen neuen Bericht im Blog hier geben.

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Dienstag, 28. Dezember 2010

Auf der R I G I im Winter !


Kein Zweifel, im Sommer mag der Ausflug auf die RIGI sicher attraktiver sein , vor allem , was die Aussicht bei schönem Wetter ( wenn man denn welches erwischt hat !) betrifft, aber das heißt nicht, dass man nicht auch im Winter hier hoch fahren kann.

Ich habe es getan  - es war November 2010 !
Genau wie im Sommer gibt es  drei Auffahrt-Strecken zur RIGI-KULM  : ab Vitznau bzw. Arth Goldau , sowie mit der Seilbahn von Weggis über Rigi-Kaltbad, wo umgestiegen werden muss.
Ich habe  heute die Variante ab Arth Goldau hoch zur RIGI  gewählt.
Nach Arth Goldau kann man z.B. jederzeit mit dem "Voralpenexpress" ( siehe Artikel hier im Blog bei Schweizer Bahnfahrten ) ab Luzern losfahren.
 Der Zug fährt ca. 30 Minuten .
In Arth Goldau aussteigen und dem Hinweisschild "RIGI-Bahnen folgen.
Nach einem Fußweg von knapp 8 Minuten vom Bahnhof aus  steht man schon an der Station der RIGI-Bahn.
Die Gemeinde Arth Goldau liegt im Kanton Schwyz und besteht aus 3 kleinen Dörfern (Arth ,Oberath und Goldau) , wobei am  bekannsten sicher Goldau ist.
Goldau liegt im Talgrund zwischen Zugersee und Lauerzersee am Fuße vom Rossberg und RIGI.
Uns interessiert  heute die Fahrt hinauf zur RIGI:
Allerdings fährt im Winter die Bahn nicht so häufig- nur stündlich.
 Macht nichts, man kann , wenn noch genügend Zeit, die in unmittelbarer Nähe befindliche  römisch -katholische Kirche von Goldau besichtigen.
Es ist ein recht imposantes Gebäude von  außen ; innen schlicht und einfach gehalten.

Hinweis : Ist man im Besitz eines Swiss-Passes ist die Auffahrt  zur RIGI   , sowie die   Abfahrt ebenso  , inkludiert.

Schnaufend schiebt sich die Zahnradbahn entlang hoher Schneeberge an der Bahnstrecke  nach oben.
Goldau liegt auf eine Höhe von 517 m ü.M. und ganz oben auf der Rigi hat man die Höhe von 1800 m ü.M. erreicht. 
Das will erst mal bewältigt werden.
Malerisch geht die Fahrt in Kurfen nach oben; ab und zu mal Stopp an den Zwischenstationen ...der Schnee wird immer mehr.
Losgefahren bin ich in Goldau  ohne Schnee; bei Nieselregen . 
Nach einer Fahrt von 45 Minuten oben angekommen auf dem
"Berg der Berge" , der RIGI !

Es war strahlender Sonnenschein, aber "hundekalt ", eisiger Wind und Schnee über Schnee !!!
Und irgendwo da unter dem Wolkenteppich liegt eigentlich der Vierwaldstätteree!!!
Kurz einen warmen Kaffee im Restaurant , dann Überlegung : was tun ?
In einer Stunde fährt die Bahn wieder abwärts .
Das Hotel  war wegen Renovierung  geschlossen, der Weg zum Aussichtsberg so halbwegs geräumt" ; also  nichts wie da hoch gestapft durch den tiefen Schnee , um mal zu schauen, wie die Aussicht nach unten ist.
Nicht etwa , dass ich heut alleine hier war ...aber nein , natürlich waren auch Japaner ( oder Chinesen? ) anzutreffen, allerdings viele von denen recht  leicht bekleidet.
Wahrscheinlich hatten die nicht mit so viel Schnee hier oben im November 2010 gerechnet.

Die RIGI lag an diesem Tag sozusagen über dem Wolkenteppich , der den gesamten Vierwaldstätter See bedeckte : drunter mieses Wetter und Regen  und drüber hier oben strahlender Sonnenschein und allerdings Eises-Kälte.
Zum Glück war ich warm und wetterfest angezogen und der eisige Wind, der wehte ,war zu ertragen.
Aber einfach nur schön anzusehen war die Aussicht rundum auf den Wolkenteppich bei strahlendem Sonnenschein.

Abwärts gings dann die andere Strecke Richtung Vitznau ; Ausstieg dabei an der Station Rigi-Kaltbad , um von dort mit der Seilbahn Richtung Weggis abwärts zu fahren.
Unten angekommen hatte das miese Herbstwetter mit Nieselregen mich  wieder.
Der  ca 10 minütige Weg führte bergab  zur Schiffsstation in Weggis und es dauerte nicht lang , dass der nächste Dampfer mich Richtung Luzern mit zurücknahm.
Hinweis : Besitzer eines Swiss-Passes können auch die Schwebebahn von Rigi-Kaltbad bis Weggis sowie auch das Schiff nach Luzern ( oder anderswohin)  kostenlos benutzen.

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Freitag, 24. Dezember 2010

Entlang der Sächsischen Weinstraße -Stopp in Pillnitz

Ein Besuch in Dresden und der Ausflug nach Pillnitz ist dabei ein obligatorisches "Muss" !
Pillnitz ist das "Aushängeschild" in der Gestaltung eines barocken Gartens mit den dazugehörenden Gebäuden.
Von Dresden per Auto entlang die "Sächsische Weinstrasse " auf der rechten Elbuferseite Richtung Pirna fahren ; nach ca 30 Minuten Ankunft in Pillnitz.
Mit dem Radel  geht' s natürlich auch; dauert nur halt etwas länger - dabei kann man den Elberadweg fahren und dann der Ausschilderung " Pillnitz -Schloss " folgen.

Besonders schön ist es , im riesigen Schloss-Garten mit uraltem Baumbestand umherzuwandeln im Sommer, wenn all die vielen Blumen-Beete  in voller Pracht stehen , beste Zeit : April/Mai bis Oktober...was nicht heißt, daas man nicht auch im Winter herkommen kann. Ist halt dann eben alles verschneit.

Die Schloßanlage Pillnitz ist ein sehr eindrucksvolles Ensemble aus Architektur  und einer phänomenalen Gartengestaltung; direkt am rechten Elbufer gelegen und vor den Weinberges des Elbtales.
Ostasiatischen Einfluß in der Gestaltung kann man ebenfalls sehen ; so wurden im frühen 18.Jhd. mit dem Bau von Wasser- und Bergpalais (siehe Fotos) der generelle Grundstein  für die wichtigsten chinesischen Architekturdenkmälern in Europa überhaupt gelegt.
Damals wandelte sich das exotische "Spielschloss"  zur Sommerresidenz der sächsischen Monarchie.
Kurz wieder etwas zur Geschichte des Schlosses :
Durch den Tod seines Bruders erhielt der Kurfürst August der Starke die Schlossanlage von Pillnitz.
Unter seiner Herrschaft entwickelte sich Pillnitz zum "indianischen "Auftakt von insgesamt 24 geplanten thematischen Lustschlössern, die der "königlichen Zerstreuung " dienen sollten. Von 1720 bis 1724 entstehen so nach Entwürfen von Pöppelmann ( deutscher Baumeister des Barocks und Rokoko, dessen berühmtestes Bauwerk der Dresdner Zwinger ist )  und Graf Wackerbarth( siehe Bericht vom Schloss Wackerbarth hier im Blog )  das Wasser - und das Bergpalais hier in der Schlossanlage Pillnitz.
Vorbilder für diese dreiteiligen Pavilliongruppen waren die Toranlage zum Palast des damaligen Kaisers von China in Peking, desweiteren Palastbauten von Venedig .
Als Torhäuser konzipiert, um die ankommenden Gäste gleich in den Gartenteil zu leiten, fungierten die Pavillions selbst auch als Spiel - und Feststätte. Im gesamten Schlossgelände gibt es mehrere solcher Pavillions.
 Ergänzt wurden die Pavillions durch die hölzerne Architektur des Venustempels. Ein ganz wichtiger Bestandteil des Spielschlosses war der in Spielflächen gegliederte Garten.
Im Jahre 1768, mit dem Beginn der Regierungszeit von Kurfürst Friedrich August III., genannt der Gerechte ( es war nach Lebzeiten von Augst dem Starken - dieser lebte von 1670 bis 1733 ) , wurde Pillnitz zur Sommerresidenz erhoben.
Später kamen dann Flügelbauten hinzu in den Jahren 1788 bis 1791; wo man z.B. während Feierlichkeiten mit dem gesamten Hofpersonal und den Gästen wohnte.
Der Kurfürst selber wohnte natürlich Wasser -(direkt am Elbufer gelegen  mit eigener Anlegestelle für die Boote ) bzw. Bergpalais.
Unter dem Einfluss der Idee des englischen Landschaftsgartens entstanden mit dem Englischen und Chinesischen Garten  bis 1790 Zeugnisse der musischen und wissenschaftlichen Interessen des Kurfürsten August III. In den Gartenpavillions  entstanden so Studier - bzw. Musenkabinette.
Im Jahre 1818 , am 1. Mai , kam es zu einem Brand , wo viele Teile des Renaissanceschlosses zerstört wurden. Ein Neubau entstand, der alle Funktoinsbereiche des alten Schlosses ersetzte.
So wurde ebenfalls im Jahre 1859 das Palmenhaus errichtet für die umfangreiche Pflanzensammlung des Kurfürsten. Ein Gebäude wurde zur Orangerie erweitert.
In 200 Jahren hatte sich nun Pillnitz von einem Lustschloss zu einem Residenzschloss entwickelt.
Der Kurfürst August III. war ein Pflanzenliebhaber und so ließ er im Jahre 1779 eine Kamelie aus Japan mitbringen.
Diese Kamelie , die im Jahre 1779 vom schwedischen Botaniker Karl Peter Thunberg aus Japan mitgebracht wurde, kam zuerst in den Botanischen Garten Kew bei London. Sie war eine von 4 mitgebrachten Pflanzen. Foto : Glashaus,welches die Kamelie umgibt.
Ein Exemplar verblieb in Kew, die anderen kamen dann  in Gärten in Wien, Herrenhausen und eine kam nach Pillnitz.
Das einzige, die Zeit überlebende Exemplar , ist die in Pillnitz, welche an Ort und Stelle hier im Garten 1801 ausgepflanzt wurde.
Im Winter schützte man die Kamelie durch einen Holzhaus-Aufbau; erst im Jahre 1992 erhielt die Kamelie erstmals ein fahrbares Schutzhaus, in dem außerdem Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung durch einen Klimacomputer geregelt werden kann.
Mittlerweile hat die über 230 Jahre alte Kamelie eine Höhe von 8,90 m und einen Durchmesser von fast 11m erreicht.
Während der Blütezeit von Mitte Februar bis Mitte April trägt sie zehntausende karminrote Blüten.
Zu dieser Zeit kommen zahlreiche Besucher hier hin und alle wollen die Kamelie in voller Blüte sehen. Es lohnt ein Ausflu hierhin, allerdings ist mit Wartezeiten am Kamelienhaus zu rechnen.
Ein Tipp : Es werden während der Blütezeit   auch immer Ableger der Pillnitzer Kamelie verkauft -ein Besuch lohnt sich also doppelt.
Hinweis : das Kamelienhaus  ( siehe Foto) ist in der Zeit von Mitte Februar bis Mitte April täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet ( bei starkem Sturm und großer Kälte bleibt es jedoch geschlossen ) .

Erwähnt man Schloss Pillnitz so gehört es eigentlich auch dazu , ein paar Worte zu Gräfin Cosel zu verlieren, der berühmtesten  Haupt-Mätresse von August dem Starken.
Ihr wurde nämlich das Schloss im Jahre 1707 von August dem Starken als Geschenk vermacht.
Auch nach dem Sturz der Gräfin Cosel  1715  ( sie wurde ja vom Kurfürsten später "ins Exil" auf die Burg Stolpen geschickt ,wo sie  dort bis zu ihrem Tod noch 49 Jahre als Gefangene  lebte ) blieb Pillnitz formal im Besitz der Gräfin .
Es gibt hier im Blog auch noch einen Bericht dazu .
 Erst nach einem komplizierten juristischen Verfahren konnte das Schloss und die gesamte Anlage im April des Jahres 1718 wieder in den Besitz der Wettiner zurckkehren.
Das Schloss wurde immer fuer opulente Feierlichkeiten damals genutzt, wo eben an der Uferterrasse am Wasserpalais Prunk-Gondeln anlegten.
Eine solche dieser Feierlichkeiten war z.B. das Fest der Hochzeit der Cosel-Tochter Augusta Constantina im Jahre 1725.

Heute kann das Schloss und die Anlage Jedermann besuchen und wer wissen will , wie  es z.B. zu Zeiten August des Starken war, der komme im Jahre 2011 zur nächsten "Pillnitzer Schlössernacht " am 13. August.
Hier gibts Hinweise : http://www.pillnitzer-schlossnacht.de/
Und wer  noch wissen will , wie es war  im Jahre 2010zur Pillnitzer Schlössernacht , der kann hier im Blog die Fotos anschauen .
Dazu in die Suchleiste  im Blog "Pillnitzer Schlossnacht " eingeben , öffnen  und Bilder schauen!
Für die Besichtigung des Schlosses Pillnitz , einen Spaziergang duch den phantastischen Garten  mit dem uralten Baumbestand , den vielen kleinen Pavillions , dem Besuch des Palmenhauses  usw. sollten Sie mindestens  3 Stunden einplanen ; eher noch etwas mehr .

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Donnerstag, 23. Dezember 2010

Spindlermühle - die Perle des Riesengebirges

Spindlermühle (Spindleruv Mlyn) ist einer der  meist besuchten und renomiertesten Orte des Riesengebirges.Der Ort liegt zwischen 715-1310 m über dem Meeresspiegel am Zusammenfluss der Labe (Elbe) und des Dolsky potok. Die Elbe fliesst mitten durch den Ort, wobei sie hier noch wie ein Flüsschen anmutet. Die Elbquelle ist von hier gut zu erwandern, aber dazu später mehr.


Spindlermühle hat ca. 1400 Einwohner, dem gegenüber stehen für Gäste ca. 9000 Hotelbetten bereit.
Der Ort besteht aus den Ortsteilen Prední Labska (Ochsengraben), Labska (Krausebauden), Bedrichov (Friedrichsthal) und Svaty Petr (Sankt Peter). Spindlermühle liegt im Nationalpark Riesengebirge.







Im Winter gehört er zu den bekanntesten Wintersportorten der Tschechischen Republik und wird
auch gern als das "tschechische Aspen "bezeichnet. Das Skiareal umfaßt 5 Sesselbahnen und 11 Schlepplifte.
Die bekannstesten Areale sind Medvedin und Svaty Peter.
Es gibt einen regelmäßigen Shuttlebus zwischen den Skiarealen. Zum Service gehört auch der Ski- und Snowboardverleih.

Im Sommer zieht der Ort Wanderer und Mountainbiker an.
Aber auch die Sommerrodelbahn lockt Familien mit
Kindern an. Der Aquapark Spindlermühle ist mit
seinen 3 Kurvenrutschen, der Bootsrutsche ein weiterer
Anziehungspunkt. Er ist ein Allwetter-Erlebnisbad,
wo es auch Enspannungsbecken, Hallenbad,
Sauna und Dampfbad gibt. Weitere Sportmöglichkeiten
sind Kegeln, Gleitschirmfliegen, Minigolf,
die Hochseilbrücke, Tennis, Quad fahren.





Uns zog es meist nach Spindlermühle um die Elbquelle zu erwandern. Bei unserem letzten Besuch
allerdings ging kurzzeitig der Lift zum Medevedin nicht. Da der Wetterbericht aber für die nächsten
Tage schlechtes Wetter angesagt hatte, entschieden wir uns , direkt vom Lift aus los zu laufen. Die blaue
Markierung geht bis zur Elbfallbaude. Der Weg führt entlang der Elbe, vorbei am Zusammenfluß
von Weißer Elbe und Elbe. Der Weg ist zunächst schöner Wanderweg der entlang durch Wald und
immer in der Nähe des Flusses geht. Hier trifft man neben Wanderern auch Mountainbiker. Später wird der Weg immer
schmaler und es beginnt der Aufstieg zur Elbfallbaude. Wir waren im Herbst da und die Laubfärbung  war einfach
phantastisch. Oben angelangt, gab es nur einen kurzen
Stop, da der Himmel sich zu zog und der Regen nicht mehr weit schien. Wir nahmen die rote Markierung in
Richtung Zlate navrsi. Die Sicht ins Tal wurde immer schlechter und an der Bushaltestelle Zlate navrsi  begann es leicht
zu regnen. Leider kam der Bus erst in 2 Stunden.
Also nahmen wir die Fahrstraße nach Horni Misecky. Auf dem Stück von Horni Misecky nach Spindlermühle regnete es dann
in Strömen. Aber wir kommen wieder.


  

Unterkünfte Riesengebirge (allerdings ist hier die Auswahl Tschechien, geben Sie den gewünschten Ort ein.
Unsere Empfehlung sind Spindlermühle, Harrachov, Rokytnice nad Jizerou, Pec pod Snezkou.)

oder senden Sie uns eine email
Post von: Reisebüro Elke Karl

Tel.: 0351 - 804 30 00
Fax: 0351 - 804 68 38
Email:
sonne@onlineweg.de
Webseite [Nur bei uns]:www.onlineweg.de/sonne

Freitag, 17. Dezember 2010

Entlang der Sächsischen Weinstraße mit einem Stopp in M e i ß e n


Gerade haben wir  das Weingut "Schloss Wackerbarth " verlassen und wenden uns auf der rechten Elbseite auf dem Elberadweg ( oder per Auto auf der Straße) weiter gen Meißen, der ehrwürdigen "Porzellanstadt" in Sachsen.
Meißen ist international berühmt für die Herstellung des Meißner Porzellans, dem ersten Porzellan in Europa ; entdeckt und hergestellt im Jahre 1708.

Entlang der Elbe befinden sich viele kleine, private Weinwirtschaften , so  u.a. in  Brockwitz und  in Sörnewitz.
 Man kann einkehrern, vorzüglichen Wein genießen ( natürlich auch ein paar Flaschen kaufen und mit nach Hause nehmen und später trinken und dabei an Meißen denken ).

Es dauert nicht lang und nach passieren des Bahnhofes Meißen  linkerhand Richtung Stadtzentrum erblickt man in voller Größe bereits die gewaltige Albrechtsburg mit dem Dom.
Eigentlich sollte man an dieser Stelle zu Beginn der Brücke erst mal anhalten( geht aber nicht, weil Halteverbot!)  und einen Fotostopp einlegen - von hier aus hat man nämlich den besten Blick auf die Burg.
Also , Auto oder Radel abstellen ; direkt unterhalb des Bahnhofes direkt am Elbufer gibt es einen riesigen Parkplatz . 
Hinweis : im Zentrum/Altstadt  Parkplätze zu finden ...fast Null Chance !
Der kleine Parkplatz Zentrum  gleich nach der Brücke fasst nur wenige Plätze.
 Lieber hier direkt an der Elbe  Auto oder Radel  abstellen am rechten Elb-Ufer und über die Brücke laufen und dabei das Panorama Richtung Burg vom  Elbufer aus  voll genießen.  
Die Albrechtsburg ist eines der bekanntesten spätgotischen Architekturdenkmäler und gilt außerdem als der erste Schloßbau Deutschlands überhaupt.

Kurz wieder etwas Geschichte :
Als im Jahre 929 König Heinrich I. einen neuen Platz suchte für eine Festung /Burg so fand er diesen Platz  hier als super geeignet. Ein Felsen, direkt am Elbufer eignete sich  dazu gut, wie er meinte, das Land von hier aus zu beherrschen.
Er ließ also eine Burg bauen und nannte diese "Misni", woraus später Meißen wurde, genannt nach einen kleinen Flüßchen in der Nähe , wo damals Slawen sich angesiedelt hatten.
Mit Errichtung der Burg siedelten sich nun aber auch deutsche Siedler hier an und Meißen entstand.
So gab es bereits ab dem Jahre 968 einen Markgraf von Meißen  und der Burgberg wurde noch im selbigen Jahr Sitz für den Bischof des neuen Bistums Meißen.
Das Schloss auf dem Burgberg wurde erst später errichtet vom Baumeister Arnold von Westfalen  an der Stelle der alten Markgrafenburg im Jahre 1471.
Es war das erste deutsche Schloss, was überhaupt gebaut wurde, aber nie als Schloss( im sprachlichen Sinne )  benutzt.
Damals herschten 2 Brüder über Sachsen und Thüringen, wobei einer ,  Albrecht der Albertiner , das Gebiet Sachsen bekam  und beherrschte und er erhielt  somit  auch das Schloß. Später nannte man das Schloß dann deshalb  in Albrechtsburg um .
Erst sein Sohn aber , Georg der Bärtige, nahm die Albrechtsburg als Residenz in Anspruch.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde das Schloß allerdings sehr stark beschädigt; dann stand es erst mal leer.
Erst Anfang des 18.Jhd. während der Zeit des August des Starken wurde der Albrechtsburg wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
August der Starke ließ nämlich im Jahre 1710 die erste europäische Porzellanmanufaktur im Schloss errichten.
Zwei Jahre zuvor hatten Johann Friedrich Böttger und sein "Kumpel" Ehrenfried Walther von Tschirnhaus das europäische Porzellan erfunden.
Herr Böttger war ja u.a. auch hier auf der Burg mit eingesperrt, eben das "Weiße Gold " zu erfinden...was ihm ja auch gelang.
Beim Schloss-Rundgang kann man  in einigen Räumen gemalte Bilder dazu finden.

Wir haben also an der Elbbrücke das Panorama zur Albrechtsburg genossen und überqueren die Elbbrücke Richtung Altstadt;  dazu einfach garadeaus gehen  die Elbstrasse entlang  ( ohne abzubiegen ) und man kommt am Heinrichsplatz vorbei und dann steht man kurze Zeit später eh auf dem Marktplatz und somit mitten in der Altstadt .
 Der Meißner Markt ist  eingerahmt von  wunderschönen alten , frisch renovierten Bürgerhäusern.
Das spätgotische Rathaus -siehe Foto - ( gebaut zwischen 1470 und 1487 )  ist das imposanteste Gebäude am Markt neben all den anderen Häusern aus der Rennaissancezeit.
Interessant anzusehen ist auch das sogenannte Benno-Haus ( Markt Nr.9) ; es soll dem legendären Meißner Bischof Benno gehört haben, der im Amt war in den Jahren 1066 -1106.
Am Heinrichsplatz , den wir kurz vorher auf dem Weg Richtung Markt passiert haben , sieht man das ehemalige Franziskaner -Kloster- siehe Foto - ( heute ist hier das Stadtmuseum untergebracht) und davor einen Brunnen, den "Heinrichsbrunnen", gewidmet Heinrich dem I., erster deutscher König und Erbauer der Burg "Misni" ,woraus dann ja Meißen entstand.
Wasser sprudelt noch heute aus dem Brunnen ; allerdings ist er jetzt ans Trinkwassernetz angeschlossen.

Am Markt haben wir uns kurz umgeschaut ; gleich  rechts neben der Frauenkirche ( hier kann man übrigens hinauf steigen auf den Turm und hat von dort eine phantastische Aussicht) befindet sich das alterwürdige Restaurant und Weinschänke " Vincenz Richter", (siehe Foto)  dessen Grundsteinlegung bereits im Jahre 1523 war.
Die Weinschänke ist Anziehungspunkt vieler Touristen, beherbergt sie doch auch noch Orginale alter Waffen, Kelter -und Küferwerkzeuge  sowie mittelalterliches Mobilar.
Weinverkostungen kann man hier auch machen - nur Voranmeldung unbedingt erforderlich und an den Wochenenden im Restaurant immer Platzreservierungen ebenfalls.
Am Markt wenden wir uns rechts und hinauf geht es zum Burgberg, vorbei an kleinen Geschäften ,Restaurants mit typisch sächsicher Küche . Einkehren erlaubt.
Jetzt entweder die Treppen hinauf oder etwas umwegig linkerhand die Straße  im Bogen nach oben.
Das kann man selbst entscheiden, je nach Kondition! Der Treppenweg ist kürzer !
Oben angekommen erblickt man zuerst linkerhand das St.Afra-Gymnasium ( Schule für Kinder mit überdurchnittlichem "IQ", würde ich sagen ) und rechts das Eingangstor zum Burggelände.
Gleich sind wir auf dem Burghof angekommen  und hier heißt es : erst mal umschauen .
Gewaltig ragt der Dom empor und linkerhand die Gebäude des Schlosses und der Albrechtsburg.
Kleiner Tipp :  Unbedingt in die Burg gehen und durch die Räume schreiten , das Burginnenleben  genießen , die Bilder an den Wänden betrachten ,auch die lebensgroßen Figuren der einstigen Burg-Herrscher und auch die Porzellan-Ausstellung besuchen. Es lohnt sich .
Besitzer der Schlösser-Jahreskarte haben freien Eintritt.
http://www.schloesserland-sachsen.de/
Hier finden Sie übrigens auch die Hinweise   zur Porzellan-Erfindung von  Johann Friedrich Böttger bildlich  wunderschön dargestellt.
 Die einstigen Meißner Burgherren sind anhand von mannsgroßen Statuen  im großen Burgsaal zu sehen ,  der nur mit Pantoffeln zu durchlaufen( besser : rutschend)  ist.
Prima : immer bleibt der Fußboden  toll blank!
Nach der Besichtigung der Burg sollte eine Besichtigung des Dom -Innenlebens  unbedingt noch sein.
Immer Mittags ist hier ein Orgelkonzert !

Den Abschluß des Besuches der Albrechtsburg sollte ein Blick hinunter zur Elbe bilden und hinüber zur anderen Seite mit den Weinhängen links, die sich bis nach Diesbar -Seuslitz ziehen.
Dazu einfach rechts am Dom durch den Torbogen , am Amtsgericht vorbei hinunter Richtung Aussichtsterrasse laufen. Ist eigentlich kaum zu verfehlen.
Genießen Sie den Anblick !
Vielleicht haben Sie Glück und einer der Raddampfer kommt die Elbe entlang gefahren.
Vom oben auf der Burg befindenden Restaurant "Domkeller " lassen   sich auch herrliche Ausblicke bei einem guten sächsischem Essen und einem Meissner Wein genießen.



Wollen Sie jetzt noch die Staatliche Porzellanmanufaktur besuchen - hier ein Tipp :
Direkt vom Burghof  fährt ein kleiner  Mini - Bus direkt dorthin( Abfahrtszeiten beachten).
Die Porzellanmanufaktur liegt etwas ausserhalb vom Stadzentrum  in Richtung Nossen - zu Fuss vom Burgberg , ich schätze mal so 35 bis 40 Minuten .... wohl eher noch etwas mehr!
Und dran denken, das Auto steht auch auf der anderen Elbseite....von der Porzellanmanufaktur zu Fuss etwa bis dahin auch ca 40 Minuten .
Viel Spass beim Bummel durch die alterwürdige Stadt Meißen, die ich selbst sehr liebe.
Hinweis : Es gibt auch historische Stadtführungen tagsüber bzw. auch mit dem Nachtwächter am Abend.
Einfach an uns wenden , wir helfen Ihnen bei der evtl. Organisation.
Und noch schnell ein Bild vom Panorama zur Albrechtsburg aus " kalten Tage"..."- so siehts halt im Winter aus.!

Hotelempfehlungen in der Region
Auf http://www.wowarstdu.de/ gibt es noch andere Reisetipps aus Regionen der Welt und Hotel-und Schiffsbewertungen dazu...einfach mal reinklicken.


Bildernachweis :Heidrun Jahn

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Asa Wright Natur Center, Trinidad&Tobago





Mrs Wright liebte die Vögel, die ihr Landhaus in den Bergen von Trinidad umflatterten.
Vor ihrer Veranda legte sie Futter aus und es kamen Kolibri, Regenbogentukan, Fuchskuckuck und allerhand andere geflügelte Gesellen. Und so ist es bis heute geblieben.


Im Inland von Trinidad
Bildquelle: Globus Reisen


Der Isländerin Asa Wright gehörte einst die Plantage in den Bergen der Northern Ranges in Trinidad. Nach dem Tod ihres Mannes wandelte sie ihren Besitz in eine Stiftung um. Es kamen immer mehr Naturinteressierte, Vogelliebhaber und Forscher. Heute kann man in einem der 12 Zimmer übernachten, tagsüber geführte Touren in die Umbebung unternehmen oder einfach nur auf der Veranda sitzen und – mit einem kühlen Cocktail in der Hand – zuschauen wenn die Tiere zu ihren Futterplätzen kommen. Die Touren beginnen täglich 10 Uhr und 13.30 Uhr. Mit einem fachkundigen Ranger ist es einfach die gut getarnten tropischen Vögel zu entdecken. Aber auch auf eigene Faust ist es möglich die Bergwelt um das 100 Jahre alte Gutshaus auf ausgeschriebenen Pfaden zu erkunden. Ein besonderes Highlight ist die Dunston-Höhle, in der eine Brutkolonie seltener Fettschwalme lebt. Orchideenliebhaber werden sich an einigen der 700 Arten erfreuen und Schmetterlingsfreunde haben hier 617 Arten zur Auswahl. Besonders bei Tagesanbruch, wenn die Berghänge noch von Nebelschwaden durchzogen sind und Sie im Halbschlaf die ersten Vögel singen hören, werden Sie sich vorkommen wie im Paradies. Während die Schwesterinsel Tobago schon zum Großteil vom Tourismus vereinnahmt ist, finden Sie in Trinidad noch viel ursprüngliche Natur vor.



Blick auf Trinidads Hauptstadt Port of Spain
Bildquelle: Globus Reisen


Übernachtungsangebote im Asa Wright Natur Center sowie in vielen anderen Hotels und Appartements auf Trinidad&Tobago, sowie Ausflüge, Transfers uvm. erhalten Sie bei uns.

Im März 2012 bieten wir eine 14-tägige Themenreise zur Vogelbeobachtung auf beiden Inseln an.
 
Hotelempfehlung

Post von: Reisebüro Globus Reisen Waldenburg - Bärbel Schröter

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Donnerstag, 16. Dezember 2010

Ausflugtipps in Sachsen: Sächsische Weinstraße

Insgesamt gibt es in Deutschland 10 anerkannte Weinstraßen; davon eine davon die Sächsische Weinstraße.
Sie beginnt in Pirna und führt über Pillnitz - Dresden -Radebeul -Meißen bis nach Diesbar-Seußlitz.
Der Weg führt direkt mitten durchs sächsische Weinanbaugebiet, einem der nördlichsten Weinanbaugebiete überhaupt.
 Insgesamt ist die sächsische Weinstraße ca 55 km lang und hat noch ein paar wenige  kleine Nebenrouten.
Man kann die sächsische Weinstrasse phantastisch "per Radel" direkt fast immer am Ufer der Elbe entlangfahren ( Elberadweg) oder eben per Auto.
Stopps können immer mal wieder eingelegt werden und ich möchte heute beginnen, so einige  "Haltestationen " vorzustellen.
Dies soll keine Vollständigkeit dazu sein, sondern Tipps und Anregungen, eben an verschiedenen, markanten Stellen einfach mal vom Radel zu steigen oder aus dem Auto sich den schönen Dingen des Lebens , dem Genießen eines guten Tropfens Wein  , hinzuwenden.

Beginnen wir den Stopp heute am
"Schloss Wackerbarth "in Radebeul , d e r Sächsischen Weinkellerei  schlechthin .
Schon von weitem aus Richtung Dresden  auf der rechten Elbseite kommend  direkt an der Hauptstrasse sieht man das Hinweisschild zum "Schloss Wackerbarth".
Hier , wo früher Grafen residierten und schon der gesamte Hofstaat August des Starken immer mal wieder rauschende Feste feierte, da ist heute Europas erstes Erlebnis-Weingut .
Jetzt kann man sagen :

 Willkommen im Reich der Sinne - willkommen auf Schloß Wackerbarth!
Es ist gleichzeitig auch das älteste Weingut Sachsens.
Dresden selbst ist ( und war es schon immer ) Zentrum barocker Lebensfreude.
So ließ August der Starke in unmittelbarer Nähe zu Dresden ( mit dem Auto heute ca. 20 Minuten ) viele Landsitze und Lustschlösser bauen .
Eines davon haben Sie in einem anderen Bericht hier im Blog bereits kennengelernt : das Schloss Moritzburg.
Das Schloss Wackerbarth ist eigens auch dafür damals gebaut worden.
Hier wieder ein wenig Geschichte :
August Christoph Graf von Wackerbarth, der Namensgeber sozusagen , lebte von 1662 bis 1734 .
Er war nicht nur ein großer Förderer des Weinanbaus in Sachsen, er hat auch mit seinem Landsitz hier die Architektur des Dresdner Hofes zu den Weinbergen an die Radebeuler  Lössnitzhänge  getragen und somit ein Stück barocke Gartenkultur hier geschaffen.
So bekam er von August dem Starken den Auftrag , sozusagen ein "Lustschlösschen " inmitten von Weinbergen zu errichten.
 Herr Wackerbarth  war ebenso ein enger Vertrauter Augusts des Starken ; ihm unterstanden als Gouverneur in Dresden berühmte Architekten wie Pöppelmann, Longuelune oder Knöffel.
Kein anderer als Knöffel lieferte übrigens anno 1722 den ersten Entwurf zum Bau der Dresdner Frauenkirche. Herr Knöffel errichtete dann für Wackerbarth  im Jahre 1730 das Weingut mit dem barocken Herrenhaus,  inmitten einer wunderschönen Gartenanlage und mit dem Lustschlösschen, dem Belvedere, inmitten der Weingärten heute gelegen.
Damit war das Anliegen August des Starken erfüllt, denn der sächsische König war für sein Kunstsinnigkeit mindestens ebenso bekannt , wie für sein Liebe zum Wein.
Er stand auf dem Standpunkt , dass ein Weingut in seinem Einzugsbereich ein Tempel der Lebenslust sein sollte !
Aber auch der Schlossherr Herr Wackerbarth selbst hatte den Wein zu seinem Lebenselexier ernannt, nicht umsonst wurde er 72 Jahre alt...... was nicht heißen soll ; wer viel Wein trinkt, der lebt auch lange!
Und  irgendwie scheint ein guter Tropfen Wein schon damals Kräfte gehabt zu haben !

Die Tradition , hier Wein anzubauen und somit gut zu leben  , hat sich fortgesetzt bis heute.
Spätestens seit dem 18.Jahrhundert steht "Schloss Wackerbarth" auch als Synonym für einen edlen Wein und königliche Lebenslust.
Aber auch ein vorzüglicher Sekt "ist hier zu Hause". So steht die zweitälteste Sektkellerei Deutschlands "Bussard" ( anno 1836)  in unmittelbarer Nähe ; dessen Tradtion auch heute sehr gepflegt wird.
"Schloss Wackerbarth .Erlesen sächsisch" - diese Worte drücken sehr viel aus.

Der Qualitätsanspruch fuer den Wein , für den Sekt sowie alle anderen Angebote von diesem Weingut beruht auf Traditionen, denn einer der berühmtesten Kunden war ja keine anderer als August der Starke selbst.
Bekanntermaßen widmete sich dieser ja ganz besonders leidenschaftlich dem sächsischen Wein und förderte schon damals aktiv den sächsischen Weinanbau.

Treten Sie ein in das Gelände des Weingutes "Schloss Wackerbarth", genießen Sie den Spaziergang durch die ( zugänglichen) Reihen mit den Rebstöcken; lassen Sie sich ein Schlückchen des sächsischen Weines mit Blick auf das Belvedere (Lustschlösschen ) schmecken.
Es kann natürlich auch etwas gegessen werden, denn ein Restaurant gibt es auf dem Gelände auch.
Man kann Wein- bzw. Sekt-Führungen machen , nur sollte man sich ggfl. vorher anmelden.
Ein großer Verkaufsraum beherbert unzähliche Schätze von all diesen edlen Tropfen  - Kaufen ist erlaubt, ausprobieren und kosten vorher auch.
Es gibt auch typisch auf den Wein / Sekt zugeschnittene Sonder-Veranstaltungen und einmal im Jahr ist hier ein  großes Weinfest.
Hier gibts zu alle dem Informationen : www.schloss-wackerbarth.de

Nach dem man genug hat vom Wein  hier auf "Schloss Wackerbarth ",kann es den Elberadweg weiter Richtung Meißen gehen, wo dazwischen weitere kleine , private Weinkeller in  Brockwitz oder Sörnewitz zum Einkehren  einladen.
Aber Achtung : nicht zu viel ins Glas schauen, eher am nächsten Tag mal wieder kommen!
Die Hauptanbaugebiete des Weinanbaus  findet man heute in Pillnitz, den Radebeuler Lößnitzhängen ( mit eben dem Schloss Wackerbarth) , dem Meißner Spaargebirge und rund um Diesbar-Seußlitz.
Es gibt in vielen der Anbaugebiete einen Weinlehrpfad, wo man Interessantes zum Sächsischen  Wein überhaupt erfahren kann.
Auch bei uns erhalten Sie , sollten Sie Interesse haben , weitere Informationen.
Schicken Sie uns eine Mail .

Hotelempfehlungen in der Region
Post von: Reisebüro Globus

Bildnachweis: Heidrun Jahn
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