
Auschilderung beachten -denn sonst ist man bereits im Ort Königstein , da muss man dann zurück fahren !
Schon von weitem erhebt sich die gewaltige Festung auf einem hohen Felsen , kurz vor der kleinen Ortschaft Königstein.
Das Auto im Parkhaus unterhalb der Festung abstellen .
Jetzt hat man 2 Möglichkeiten : entweder nach oben laufen bis zum Lift oder mit einem der kleinen Minizüge fahren ab Parkhaus , die jeden Besucher gegen ein Entgeld nach oben bis zum Liftplatz bringen.
Will man zu Fuss hinauf , sollte als Zeit ca 20 bis 25 Minuten zum Teil etwas steil bergauf eingerechnet werden.
Mein Vorschlag : hoch zu mit dem Minizug fahren und später bergabwärts den kürzeren Wanderweg ( ist ausgeschildert ab Liftplatz) nehmen , statt der im Bogen nach oben windenden Strasse.
Die Festung Königstein ist ein Meisterwerk der Baukunst des Mittelaters und eine der größten Bergfestungen in Europa überhaupt.
Sie wurde direkt auf einen sogenannten Tafelberg einfach "oben drauf gesetzt" .
Das Felsplateau ist ca 9,5 Hektar groß und es erhebt sich 240 m über der Elbe oberhalb des kleinen Ortes Königstein.
Auf der Festung selbst gibt es über 50 verschiedene ,teilweise über 400 Jahre alte Bauten , die Zeugnisse sind vom militärischen bzw. zivilen Leben oben auf der Festung in all den Jahren .
Heute dient die Burg vielfach dazu ,dem Besucherstrom gerecht zu werden , der tagtäglich hier hinauf kommt.
Vom die Festung oben umrundenden Wallgang ( den man per Fuss entlang gehen kann) und von wo man phantastische Ausblicke ins Elbtal , nach Tschechien , ins Bielatal und auch wenn das Wetter super ist bis nach Dresden hat ; kann mann die anderen Tafelberge ( z.B.den Lilienstein, den Zirkelstein usw.) sehen und sieht in der Ferne auf tschechischer Seite den Sneznik mit seiner Funkturmspitze.
Der Wallgang ist 1,8 km lang und hat bis zu 42 m hohe Mauern und Sandstein-Steilwände.
Im Zentrum der Anlage befindet sich der mit 152,5 Metern tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Brunnen Europas.
Man erreicht den Festungshof entweder über einen Lift vom oberen Parkplatz( dieser ist nicht öffentlich ) aus oder zu Fuss den Burghang hoch.
Wobei der Aufstieg über den Burghang wesentlich interessanter ist, da man Einblick erhält ,welche Mühe hier z.B. früher die Kutschen hatten.... die Kutschen wurden nämlich regelrecht "hochgezogen " mit einer Seilwinde, so steil ist der Aufweg.
Hier kurz ein wenig Geschichte :
Die wohl älteste schriftliche Erwähnung einer Burg hier oben auf dem Königstein gibt es in einer Urkunde von König Wenzel I. von Böhmen aus dem Jahre 1233. Die Burg gehörte damals nämlich noch zum böhmischen Königreich.
Auch diese Burg wurde in den folgenden Jahren immer mal wieder verpfändet und wechselte die Besitzer.
Im Jahre 1449 ging sie über in den Besitz der Markgrafschaft Meißen und zwischen den Jahren 1589 und 1591/97 lies der damalige Kurfürst Christian I. von Sachsen und sein Nachfolger die Burg zur stärksten Festungsanlage Sachsens ausbauen.
Es entstanden riesige Mauern, die die gesamte Anlage umgaben.
Auf dem Gelände entstanden so nach und nach Wohngebäude, Torhäuser, eine Kirche, das Zeughaus, mehrere Kasernengebäude, die Streichwehr, die Christiansburg ( man nennt sie auch Friedrichburg) , die man heute zu Hochzeitsfeierlichkeiten mit Trauungen mieten kann .
Immer wieder kam es auch zu Umbauten, so wurde die Magdalenburg zu einem Proviantmuseum umgebaut, ein Schatzhaus wurde errichtet.
Die Festung spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte Sachsens, weniger aber durch militärische Ereignisse.
So wissen wir , dass ja August der Starke den J.F. Böttger der das Meißner Porzellan erfunden hat , hier ebenfalls mal kurze Zeit gefangen hielt.
Es wurden auch zum Ende des 2.Weltkrieges hier viele Kunstschätze Dresdens in den Kasematten eingelagert und so vor der Zerstörung durch die Bombardements gerettet.
Die Festung hat aber auch ein düsteres Kapitel - sie war nämlich auch all zu oft Gefängnis.
Ein Entrinnen der Gefangenen war eh unmöglich aufgrund der Lage und Bauart der Festung.
Das und vieles mehr aus der wechselvollen Geschichte können Sie erfahren bei einem Besuch der Festungsanlage.
Die Festung selbst wurde übrigens nie militärisch eingenommen..... höchstens heutzutage durch die vielen Besucher täglich, aber das ist ja nicht militärisch.
Der Besuch sollte mindestens als Halbtages -Ausflug eingeplant werden.
Im Übrigen kann man auf der Festung in den Kasematten heutzutage auch recht gut speisen ; es geht fürstlich oder mittelalterlich ..... wie man will.
Sehr beliebt ist der regelmäßige Sonntags -Brunch : aber Vorbestellung immer erwünscht.
Und wer nur zum Kaffeetrinken kommen will , den überrascht die Festungs-Bäckerei mit ofenwarmen leckeren Kuchen und das Brot kann man dann halt mit nach Hause nehmen.
Auch an den Abenden finden in den Kasematten oft Events statt.
Einfach hier mal nachschauen : www.festung-koenigstein.de
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