Montag, 30. Januar 2012

Perge -eine Metropole Pamphyliens in der Zeit der Antike

Heute ein neuer Ausflugstipp  an der Türkischen Riviera !


Unweit der Stadt Akcu ( in der Zeit der Antike hatte  Akcu den Namen Kestros) an der Türkischen Riviera , knapp 10 km vom Flughafen Antalya entfernt , liegt das riesige  Gelände einer der Metropolen Pamphyliens aus antiker Zeit:  von Perge.
Von der Hauptstrasse D 400 an der 1.Kreuzung vom Flughafen kommend  in Akcu einfach auf das braune Hinweisschild :"PERGE " achten .
Tagtäglich werden Touristen-Ströme hier durchgeführt; alleine ist man hier eigentlich fast nie , höchstens an Schlecht-Wetter-Tagen in der Vor- oder Nach-Saison.  Da kann man ungestört fotografieren!
Ansonsten "rennt fast immer Jemand vor die Foto-Linse " beim Fotografieren! Es ist schrecklich, aber leider nicht zu ändern.
Heutzutage sind große Teile der einstmals recht großen  Stadt wieder freigelegt und können besichtigt werden.
Ein wenig Rückblick in längst vergangene Zeiten sollte dennoch sein :
Perge war schon in der Zeit der Antike keine kleine und abgelegene Stadt, hier pulsierte richtig das Leben .
Perge war sogar neben Side eine der wichtigsten Metropolen Pamphyliens überhaupt .
Gegründet wurde die Stadt von Einwanderern nach dem Trojanischen Krieg .
Kleiner Hinweis  - der Auslöser des Trojanischen Krieges ( so denn er auch wirklich stattgefunden hat !) war die Entführung Helenas , der Gattin des Griechen Menelaos durch Paris, dem Sohn des trojanischen Königs Priamos . Es wird als Zeitraum des Krieges angenommen  von 1194 bis 1184 v.Chr.  
Sogar Alexander der Große war im Jahre 333 v.Chr. hier und die Stadt wurde von ihm erobert.
Im 2. Jhd.n.Chr. wurde die Stadt von einer sehr wohlhabenden Frau namens Plancia Magna reichlich verschönert - Plancia Magna war die Tochter von Marcus Plancius Varus, einem römischen Stadthalter.
Diese Frau war zu Lebzeiten oberste Artemis-Priesterin und hatte somit auch das oberste Amt einer Magistratsbeamtin inne ; sie war in ganz Kleinasien bekannt.
In byzantinischer Zeit ( auch das Oströmische Reich genannt) war die Stadt auch Bischofssitz.
Allerdings zur Zeit der Arabischen und Sarazenischen Herrschaft (7.und 8.Jhd.) flüchteten Großteile der Bevölkerung nach Antalya, was sich besser verteidigen lies.
Die Lage Perges in offener Ebene bot viele Möglichkeiten für feindliche Angriffe - die Stadt wurde oftmals Ziel von Überfällen und fast immer eingenommen.
Perge war auch eine frühchristliche Stadt - der Legende nach hielt hier der Apostel Paulus seine erste Rede; auch der Apostel Barnabas wurde hier auf einer seiner Missionsreisen in der Stadt aufgenommen.
Zu Apostel Paulus Heimatstadt Tarsus gibt es auch hier im Blog bereits einen Bericht.
Zur Zeit der Seldschuken verlor die Stadt stark an Bedeutung.
Heute kann man das Gelände recht gut besichtigen ; viele Grundbauten sind noch sehr gut vorhanden.
Die überlebensgroßen Statuen , die man ebenfalls ausgegraben hatte, befinden sich allerdings fast ausschließlich im Archäologischen Museum von Antalya.
Bei Interesse , dem Museum  unbedingt einen Besuch abstatten.
Das Archäologische Museum (türkisch : Müze) liegt in unmittelbarer Nähe des Konyaalti-Strandes in Antalya und unterhalb des Sheraton -Hotels ; die bunte Strassenbahn aus dem Zentrum kommend  endet direkt vor dem Museum..
Öffnungszeit : täglich 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Eintritt : pro Person 3,- Euro bzw. 6,- TL (Preisangaben ohne Gewähr )
Hinweis :Der Besuch des Museums ist nur für geschichtlich Interessierte interessant...... man sieht Steine ,Statuen und nochmals Statuen und sonstige Ausgrabungsgegenstände.


Die Ruinen der Stadt Perge können täglich besichtigt werden von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr in der Zeit von April bis Mitte Oktober; ansonsten von 9.00Uhr bis 17.30 Uhr.
Eintritt : pro Person 10 TL ( ca 5,00Euro).
Als Besichtigungszeit sollte man , je nach Interessenlage eines einzelnen Besuchers , zwischen 1 bis 2 Stunden einplanen.
Preis- und Zeitangaben :ohne Gewähr.

Besonders für Kinder ist das gesamte Gelände durchaus sehr entdeckungsfreudig , da man viel herumklettern kann ..... niemanden stört es. Und wie man im Bild nebenan sieht :"liegt es sich sogar recht gut in antiken Gefäßen "!

Post von: Reisebüro Globus

Bildnachweis : Heidrun Jahn

Zum Vergrößern der Fotos einfach drauf klicken .

Reiseangebote finden Sie auf unserer Webseite und sind Sie sich nicht schlüssig , welches Hotel , dann einfach Mail an uns.
Auf http://www.wowarstdu.de/  gibt es noch viele anderen Reisetipps , ebenso auch Hotel -und Schiffsbewertungen.

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Freitag, 27. Januar 2012

Mit dem Fahrrad an die Ostsee


Oder- Neiße-Radweg   Zittau-Ueckermünde 


Vielleicht sollte man voraus schicken, daß es meine
zweite Radwanderung war. 2006 sind wir den
Elberadweg von Hamburg bis Riesa gefahren.
Der Oder-Neiße-Radweg ist da schon etwas
anspruchsvoller. Hier sollte man schon wissen,
wieviel km man am Tag schaffen kann, da es
möglich ist, daß man mal 20km lang weder
Quartier noch Gaststätte bzw. "Tante Emma Läden" zu finden sind.
Für manchen mag es seltsam erscheinen, wenn ich mich über Berge aufrege,
aber auch hier muss man voraus schicken, daß ich an der Elbe den ersten Tag
das Rad jeden Damm hinauf geschoben habe. Das war bei dieser Tour schon
besser. Mittlerweile habe ich im Isergebirge Bergerfahrungen gesammelt und
heute sind es nur noch Hügel, was früher Berge waren.

Auszüge aus meinem Reisetagebuch vom 10.06.-16.06.2007
10.06.2007
Wir hatten wieder schönes Wetter.
8 Uhr Frühstück, Start gegen 9 Uhr.
Fix noch Geld tanken und dann auf
in Richtung Forst, das wären ca. 70 km
die heute geschafft werden sollten.
Der Radweg von Rothenburg nach
Bad Muskau war bei diesen
Temperaturen (ca. 30 Grad) angenehm,
da immer Abschnitte mit Wald und Sonne
wechselten. Der Radweg war fast immer asphaltiert.
Wir fuhren Lodenau-Podrosche-Pechern-Sagar bis Bad Muskau.
In Bad Muskau sind wir über die Grenze zum Mittagessen.
Den Wirt habe ich verwirrt weil ich in 15 Minuten 3x 500ml Saft getrunken habe.
Damit hatte ich mir eine Flasche gratis verdient.
Mit einer kleinen Rundfahrt durch den Pückler Park ging es wieder zur Neiße.
Es ging über Pusack- Klein-Bademeusel - Groß Bademeusel  nach Forst.
Forst war der letzte Übernachtungaort vor Guben (noch ca. 30km).
Ca. 10 km hinter Forst hatten wir kein Glück telefonisch
ein Quartier für den Abend fest zu machen.  Also weiter, zum
Glück wußte ich nicht, was der Tacho sagte, denn mein Po hatte langsam
genug vom Rad fahren.
So ging es weiter über Sacro - Briesnig zum Wasserwerk Grießen.
Dort ein Hinweißschild "Zum Dorfkrug" Kerkwitz. Telefonisch reservierten wir
dort ein Zimmer. Kurz vor Groß Gastrose zeigte der Tacho 100 km und
ich hatte meinen Hunderter geschafft. Hurra.
In Kerkwitz waren es dann 106 km

11.06.2007
Wir hatten wieder schönes Wetter. 8 Uhr Frühstück, Start gegen 9 Uhr.
Fix noch Geld tanken und dann auf in Richtung
Forst, da waren ca. 70 km die heute geschafft
werden sollten. Der Radweg von Rothenburg
nach Bad Muskau war bei diesen
Temperaturen (ca. 30 Grad) angenehm,
da immer Abschnitte mit Wald und Sonne
wechselten. Der Radweg war fast immer
asphaltiert. Wir fuhren Lodenau-Podrosche-Pechern-Sagar
bis Bad Muskau. In Bad Muskau sind wir über die Grenze zum
Mittagessen. Den Wirt habe ich verwirrt weil ich in 15 Minuten
3x 500ml Saft getrunken habe. Damit hatte ich mir eine Flasche gratis verdient.
Mit einer kleinen Rundfahrt durch den Pückler Park ging es wieder zur Neiße.
Es ging über Pusack- Klein-Bademeusel - Groß Bademeusel nach Forst.
Forst war der letzte Übernachtungaort vor Guben (noch ca. 30km).
Ca. 10 km hinter Forst hatten wir kein Glück telefonisch ein Quartier für
den Abend fest zu machen. Also weiter, zum Glück wußte ich nicht,
was der Tacho sagte, denn mein Po hatte langsam genug vom Rad fahren.
So ging es weiter über Sacro - Briesnig zum Wasserwerk Grießen.
Dort ein Hinweißschild "Zum Dorfkrug" Kerkwitz. Telefonisch reservierten wir
dort ein Zimmer. Kurz vor Groß Gastrose zeigte der Tacho 100 km und
ich hatte meinen Hunderter geschafft. Hurra.
In Kerkwitz waren es dann 106 km


12.06.2007
Frühstück bereits 7.30 Uhr, da es wieder heiß
werden sollte. Start gegen 8.30 Uhr in Guben.
Es war nicht mein Tag.
Mein Hinterteil tat weh, es war zu heiß,
die Straße war schlecht, die Berge
zu hoch. Mein armer Mann musste mich
Muffel ertragen. Erste Pause bereits in
Coschen, auch hier gab es mal wieder
keine Brücke mehr über die Neiße,
sondern es war nur noch ein  Brückenkopf übrig. Weiter ging es auf dem Damm
bis Ratzdorf zur Oder-Neiße-Mündung. Danach Umleitung
über Wellnitz mit Buckelpiste (und das bei meinen Sitzbeschwerden).
Selbst das  Kloster Neuzelle wurde links liegen gelassen,
obwohl von da das leckere Schwarzbier "Schwarzer Abt" kommt.
Irgendwie bis Eisenhüttenstadt gerollt und weiter?
In Eisenhüttenstadt wollte ich einfach nicht mehr Rad fahren.
Ca. 10 km später kam der Hunger. Typisch Elke, wo es Kneipen gibt, wäre
es Quatsch zu halten. Also Decke raus und Pause bei Wellnesriegeln und Äpfeln.
Über Aurith und Brieskow-Finkenheerd, wo wir Getränke tankten,
ging es bergauf nach Lossow. Schimpf - Schwitz - Pause und dann
mit 6% Gefälle nach Frankfurt/Oder rollen.
Über den Park und die Insel Ziegenwerder durch Frankfurt in
Richtung Lebus, unser Tagesziel. Da wir die Alternativroute zur Hauptstraße
gewählt hatten, ging es über einen Feldweg mit Holzbrücke weiter.
Ich wollte mit zu viel Schwung über die Brücke und so landeten Fahrrad
und ich auf der Erde.  Mit zwei kleinen blauen Flecken ging es den Feldweg
weiter und als wir den verlassen hatten,  ging es bergauf nach Lebus.
Beim Abendessen zogen Gewitterwolken auf und es kam die Abkühlung.

13.06.2007
07.30 Uhr Frühstück, keine Sonne, bewölkt und
nur ca. 20 Grad. Start gegen 08.30 Uhr,
Sitzprobe bestanden, der Tag kann kommen.
Die Strecke ging auf und neben dem Deich
entlang,  vorbei an wunderschönen
Blumenwiesen.
Erste Pause nach 25 km in Genschmar,
Vorher hatten wir in Küstrin im
"Tante Emma Laden" Brötchen,
Tomaten, Leberwurst und Putenfleisch gekauft.  Im Oderbruch
werden Gaststätten und Shops immer weniger,  also sollte man sich mit dem
Nötigen immer gut eindecken.  Hinter Küstrin mußten wir zum erstenmal
während der Tour die Fahrradtaschen vor Regen schützen.
Zum Glück war es nur ein kurzer Schauer. Nach der Pause ging es weiter
über Kienitz bis Groß Neuendorf. Hier kamen wieder Tropfen vom Himmel
und es gab dunkle Wolken. Also Rast einlegen im "Radlertreff" bei Kuchen
und Faßbrause. Es hatte aufgehört zu tröpfeln, also wieder zum Oderradweg.
Wir waren noch nicht ganz gestartet, da drehte der Himmel nochmal
die Schleusentore auf. Also wieder zurück und unterstellen.
Nach ca. 10 Minuten konnten weiter radeln, vorbei an Zollbrücke,
Bienwerder mit mal wieder stillgelegter Brücke nach Hohenwutzen,
unserem Tagesziel nach ca. 85 km.
Hier übernachteten wir in der Pension "Oderblick",
welche direkt an der Oder liegt und einen wunderchönen Rastplatz oberhalb
des Flusses besitzt. Hier haben wir den Abend ausklingen lassen.

14.06.2007
Start gegen 09 Uhr. Die Sonne versteckte sich noch hinter den Wolken, kam aber im Laufe des Tages hervor. Unser Weg führte
über Hohensaaten, wo die Friedrichsthaler Wasserstraße zur Oder stößt. Hier war der Weg schlecht ausgeschildert und es ging
über Platten. Weiter auf dem Damm bis Stolzenhagen. Dort wurde der Weg ganz schlecht, Betonplatten mit Löchern.
Wer bis jetzt nicht stottert, lernt es da. An Stolpe mit dem Bergfried
vorbei  nach Stützkow. Dort begann eine Umleitung weg vom Damm.
Ich bin vorneweg geradelt und habe an einer Brücke einen Wegweiser
übersehen und ich bin weiter auf dem Damm lang gefahren.
So landeten wir mitten zwischen Baufahrzeugen und mußten über die
Baustellen schieben. In Criewen legten wir einen Stopp ein um das Schloß
und den Lenne Park zu besichtigen. Wir entdeckten im Ort ein Eiscafe und der
Besuch dort erwies als goldrichtig, weil ein Gewitterguss mit Sturm, Hagel und
Regen wie in Sturzbächen niederging. Nach ca. 10 minuten war der Spuk vorbei.
Die Wege ähnelten jetzt eher Bächen. In Schwedt legten wir einen Tankstopp
zum "Luftholen" ein. Schwedt war bei mir als Industriestadt hinterlegt.
Weit gefehlt, hübsche Kleinstadt am Fluß. Hinter Schwedt sagte mein Hinterteil,
daß eine Rast eingelegt werden mußte. Der schön asphaltierte Feld- bzw.
Waldweg führte uns über Gatow, Friedrichsthal nach Gartz. Dort merkte ich,
daß es heute nicht mehr sehr weit gehen durfte. Weiter ging es über einen
kleinen Berg- und Talweg nach Mescherin. Kurzer Trinkstopp und wir beschloßen,
daß Penkun heute das Ziel wird. Nun kam für mich der beste Teil der Strecke.
"Gebirge" und das 80 km vor der Küste.  Ich weiß nicht mehr, wieviel mal
es rauf und runter ging.  Nun gut, ich habe es fast geschafft und erst am
letzten Hügel vor Penkun habe ich geschoben.
Nach einigen Suchen fanden wir ein Privatquartier und der Tacho zeigte 92 km.

15.06.2007
Wir starteten erst gegen 09 Uhr, da es die ganze Nacht geregnet hatte und
es beim Aufwachen immer noch regnete. Der Himmel war bedeckt und es
waren auch keine 20 Grad mehr. Die Tour bis Löcknitz gestaltete
sich wieder als Hügelfahrt. Unser Weg führte über Wollin-Krackow-Ramin
nach Löcknitz.  Weiter über Plöwen, Blankensee nach Pampow.
Ich hatte heute einen guten Tag und nach meinem Gefühl kamen wir gut voran.
Die Wege waren gut befahrbar, nur die Ortsdurchfahrten hatten Kopfsteinpflaster.
Hinter Pampow änderte sich das und es ging wiedermal über
die  holprigen Betonplatten. Als wir Glashütte ereichten, hatte
ich das Gefühl keine Arme mehr zu haben. Erstmal Trinkstopp.
Hinter Hintersee ging ein schöner Waldweg auf einem ehemaligen Bahndamm
entlang. Als der Weg später mit Schotter durch setzt war, gab ich Gas,
denn der nächste konnte nur noch besser werden. Der Weg ging über
Ludwigsdorf nach Rieth.  Der Weg wurde nicht viel besser, als
ausgefahrene Wald- und Feldwege, und ich war froh als wir Warsin erreichten.
Danach ging es neben der Straße nach Ueckermünde und wir hätten
fast die Fähre 15.10 Uhr nach Usedom noch erreichen können.
In der Touristinformation besorgten wir uns Quartier.
Allerdings war es nicht möglich gemütlich draußen zu sitzen,
weil es hier ein "Mückenschutzgebiet" sein mußte. Selbst eine Dusche
mit Autan half nur bedingt.

16.06.2007
Heute hieß es Frühstück bereits 06.45 Uhr, da unsere Fähre 08.10 Uhr
ab Ueckermünde nach Usedom ging. Wir waren die ersten auf der Fähre und
hatten freie Platzwahl. Die Sonne war heute nicht zu sehen und es sollte
noch schlimmer kommen. 30 Minuten vor Kamminke fing es an zu regnen
und so fuhren wir von Kamminke bis kurz vor Zinnowitz im strömenden Regen.
Tropfnass erreichten wir unser Quartier in Karlshagen.
Die Sonne hatte in soweit einsehen, daß sie heraus kam und unsere
nassen Klamotten trocknete.Nun folgte eine ruhige Woche auf Usedom
mit nur wenigen Radkilometern.

Angebot Oder-Neiße-Radweg Zittau-Ueckermünde
weitere Radreisen





Bildnachweis © Elke Karl
Post von: Reisebüro Elke Karl

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Mittwoch, 25. Januar 2012

Ausflug zum Green Canyon im Taurusgebirge bei Manavgat

Was tun , wenn man mal nicht im All inklusive -Hotel ständig nur essen will ....?
Das fragen sich viele - deshalb ein neuer Ausflugstipp für die Türkische Riviera von mir:
zum " Green Canyon ",oberhalb von Manavgat im Taurusgebirge gelegen.
Es werden entweder über die Agenturen in den Hotels , als auch in den Shopping-Meilen in Side, Kizilagac , Kizilot , Okurcular ,Incekum , Avsallar, Belek und Alanya diese Touren angeboten.
Ich rate aber , diese Tour ganz privat mit einem Mietauto zu machen ...
Man hat einfach mehr Zeit und ist eben nicht an Zeitvorgaben in einer Gruppe gebunden.
Schnell kann man sich mit einem Mietauto anders entscheiden und vielleicht sogar seinen Ausflug mit der Rücktour um den riesigen Stausee ergänzen.
Die Strasse dort entlang ist gut ausgebaut und immer mal wieder gibt es Hinweisschilder zu einem kleinen , einheimischen Fisch -Restaurant ( dort gibts fast immer frische Forellen ). Einkehren ist erlaubt, man kann mit den Einheimischen ein wenig plaudern und die Preise sind durchaus moderat und absolut nicht so teuer wie in Side, der Touristen - Hochburg selbst, wenn man frischen Fisch essen möchte.
Also Mietauto nehmen und los gehts nach Manavgat ins Zentrum hinein.
Es geht durchs Zentrum hindurch und man sollte immer der Ausschilderung S e l a l e folgen.
Am Wasserfall von Manavgat , der zuerst rechts an der Strecke liegt - hier fahrt einfach jetzt auf der Hinfahrt zum Stausee vorbei ; auf dem Rückweg ist auch noch Zeit am Nachmittag ggfl. hier einen Stopp einzulegen ( da sind nämlich die ersten Ausflugs-Touristen -"Massen " bereits wieder weg) .
Die asphaltierte Haupt- Strasse einfach weiterfahren ......... es geht vorbei an der Station für die Quad-Touren, die in vielen Hotels angeboten werden ( dazu in einem späteren Ausflugstipp mehr !).
römischer Äquadukt
Es geht vorbei an alten Äquadukt-Resten aus der Römerzeit ( das waren mal die Wasserleitungen ) linkerhand zu sehen am Wald undvorbei auch an der Station , wo die Mountainbike-Touren immer beginnen ( und enden ) .......einfach halt die Hauptstrasse weiterfahren ; nicht abbiegen und vorerst noch über k e i n e Brücke fahren.
Durch ein paar wenige kleine Ortschaften , immer entlang l i n k e r h a n d des Manavgat- Flusses bleiben kommt man dann zu einer Sperre mit Schranke und Wärterhäuschen , die zur Staumauer des "Alben Oymapinar " Stausees führt.
Achtung : Ma sollte auf keinem Fall vergessen , den Personalausweis oder den Reisepass einzustecken. Bei der Einfahrts ins Staudamm -Gebiet wird man kontrolliert.
Die Staumauer wird Tag und Nacht bewacht und nur unter Kontrolle der Personaldaten darf  man die Strasse hinauf Richtung Staumauer weiterfahren.
Es geht am unteren Ende der Staumauer nochmal durch eine Kontrolle - ggfl. muss man den Ausweis erneut zeigen - über eine kleine Brücke.
Nach der Brücke links halten und die leider nicht mehr alsphaltierte Strasse hinauf Richtung Wegweiser am Felsen "Green Canyon " ( großes Plakat) fahren.
Achtung , die Strasse ist recht steinig und vor allem im Frühjahr recht ausgewaschen .
Nächster Stopp oben ( kurz vor der kleinen Felstunnel-Durchfahrt) Auto abstellen und den kleinen Weg links ( ziemlich steinig und relativ schlecht !) hoch bis auf die Staumauer laufen zu Fuss.
 Rechterhand hat man dort oben den Blick auf den Schlussteil des Green Canyon und die Felseinrahmungen und links kann man hinab ins Tal Richtung Fluss und Manavgat schauen.
Die Staumauer selbst ist gewaltig.
Anschliessend durch den kleinen Felstunnel hindurch und die Strasse weiterfahren bis es halt nicht mehr weitergeht.
Hier Auto abstellen und in die kleine Gaststätte ( ich weiss allerdings nicht ,ob diese auch im Winter bewirtschaftet ist !) gehen .
Von der Terrasse hat man einen herrlichen Ausblick eben auf den "Green Lake " - die Talsperre selbst dient in erster Linie als Trinkwasser -Reservoir für Side und Manavgat ( und alle Hotels dort natürlich auch !) .Sie "schlängelt" sich nämlich durch dichte , bewaldete Hänge zum Teil sehr felsig durch das Gebiet hier im Taurusgebirge.
Die Lage des "Green Lake " , so wie der Stausee auch noch genannt wird , ist einmalig . Hochaufragende Felswände , dazwischen wirklich richtig grün schimmerndes Wasser, je nach Sonneneinstrahlung .
Am kleinen Restaurant " Yesil " ( ca 3 km vom Felstunnel weg) kann man auch Bootstouren auf dem See machen ..... in der Hauptsaison von April/Mai bis Oktober sicher .... im Winter, das weiss ich nicht !

 Man kann , so glaube ich , auch irgendwo baden im Stausee. Einfach mal fragen !
Auch gibt es noch kleine Kajak-Boots-Stationen , wo man Touren mit Kajak auf dem See machen kann.
Nach einem Kaffee im Yesil-Restaurant, evtl. eine Bootstour machen ( es gibt kleine und große Touren ) und danach gehts zurück.
Wieder unten angekommen unterhalb der Staumauer an der Brücke -
 gibt es 2 Möglichkeiten:
Blick ins Tal
Entweder rechts über die Brücke den kurzen Weg Richtung Manavgat oder links die asphaltierte Strasse weiter hinauf um den ganzen Stausee herum . Erst jetzt während dieser See-Umrandung sieht man die wahre Größe ! Die Strasse ist recht gut ausgebaut.
Für den "Links-Herum-Rückweg" um den riesigen Stausee ca 1 - 1,5 Stunde mindestens einplanen ; eher etwas länger, da man immer mal wieder stehen bleibt, um zu schauen .
Keine Angst , es gibt nur die eine Strasse um den Stausee und man kommt automatisch wieder unten vor Manavgat an ( in der Nähe der Mountainbike-Station) .
Dann wieder die Haúptstrasse vor Richtung Manavgat fahren, evtl. jetzt am Wasserfall einen Stopp einlegen.
Achtung: es kostet Eintritt , um zum Manavgat-Wasserfall zu gelangen.
Dort kann man übrigens auch was essen.... ist jedoch leider , wie in jeder Touristen-Hochburg einfach überteuert in den Restaurants und wenn die Besitzer merken , dass man Ausländer ist und auch kaum ein Wort türkisch spricht, da bekommt man nicht mal eine Speisekarte gereicht um ggfl. die Preise prüfen zu können.... die Gerichte werden einfach aufgezählt , ohne , dass man weiß , was man danach dafür bezahlen soll. Wir essen da nie am Wasserfall !
Aber das muss jeder selber entscheiden !
Auf http://www.wowarstdu.de/ finden Sie weitere Reisetipps aus der Region sowie auch aus anderen der Welt, ebenso Hotel-und Schiffsbewertungen.

Post von: Reisebüro Globus

Bildnachweis :Heidrun Jahn und Deniz Baris

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Wellness - Ausspannen an einem verlängerten Wochenende

Jedes Jahr fahren wir für 3 Nächte zur Wellness und das seit
fast 10 Jahren. Begonnen haben wir in Zeulenroda im Seehotel.
Damals waren wir so begeistert,  daß wir beschlossen jedes
Jahr zu fahren.Es wurde eine Sparbüchse angelegt und
so wird monatlich etwas zur Seite gelegt,  damit es einmal
im Jahr heißen kann - auf zur Wellness.
Hier im Blog habe ich schon über den Warnemünder Hof
in Warnemünde, das HeideSpa Resort in Bad Düben und
das Hotel Seerose in Kölpinsee auf der Insel Usedom geschrieben.
2011 waren wir in Groß Nemerow im Hotel
Bornmühle am Tollensesee.
Da 2011 der Sommer in Wasser gefallen war,
konnten wir  Ende September/Anfang
Oktober ein Wochendende bei ca.
20-24 Grad verbringen.
Das Hotel liegt idyllisch oberhalb
des Tollensesee umgeben von
Wald und Wiesen.
Vom Strandkorb des Hotels kann man nicht
nur den See sehen, sondern auch die Pferde
auf der Weide grasen sehen.  Unweit vom
Hotel befindet sich ein 9 Loch Golfplatz.
Alle die Ruhe suchen und sich bei den
Wellnessbehandlungen verwöhnen lassen
wollen, sind hier genau richtig.
Das Hotel hat eine Alleinlage.
Die nächst größeren Orte sind Neustrelitz und Neubrandenburg in ca. 10 km Entfernung.
Neubrandenburg, die Kreisstadt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte
wird auch Stadt der Vier Tore genannt. Bei unseren Bummel entlang der
Stadtmauer haben wir das Treptower Tor, das Stagarder Tor,
Friedländer Tor und das Neue Tor gesehen. Beeindruckt haben auch
die Wiekhäuser in der Stadtmauer.
Den Tag ließen wir in  Neubrandenburg am Tollensesee im "Badehaus"
ausklingen.Hier kann man gut essen und den Sonnenuntergang über
dem See beobachten.
Wellnessbehandlungen haben wir über die Jahre viele ausprobiert.
Diese Jahr stand unter anderem das Hakanasumi Ritual auf
dem Programm. Das ist eine Ganzkörperbehandlung, die mit
einem Kirschblüten-/Reispuderpeeling beginnt und anschließend
einer Massage. Empfehlen kann ich auch die Orient-Sensationen,
eine Massage mit Aroma-Stempeln.
Im Laufe der Jahre haben wir viele verschiedene Behandlungen ausprobiert.
Jeder Zeit wieder würde ich eine Lomi-Lomi Massage im Warnemünder Hof
oder eine Reiki Behandlung im Hotel Seerose machen.
2012 wird es zur Wellness in den Harz gehen.
 Ich freue mich schon auf ein entspannendes Wochenende.

Hotelbewertung Hotel Bornmühle
Buchung Wellnesshotels Mecklenburger Seenplatte

Bildnachweis © Elke Karl
Post von: Reisebüro Elke Karl

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Dienstag, 24. Januar 2012

Berg- "Hinterland " an der Türkischen Riviera : SELGE


Das Hinterland Richtung Taurusgebirge zwischen Belek und Side hat neben vielen Rafting-Möglichkeiten im Köprülü-Canyon , deren Angebote man in jedem Hotel an der Riviera buchen kann , auch antike Ausgrabungsstätten zu bieten , die man besichtigen kann , wenn man ein wenig kulturinteressiert ist.

Heute möchte ich den Ausflug mit dem Mietauto ( mit dem  Dolmus ist es relativ schwierig , dort hinzu kommen und  es dauert ewig , da man ständig umsteigen müsste ) kurz beschreiben :

Als Fahrtzeit von der Hauptstrasse D400 aus solte man ca 1,5- 2 Std .rechnen ( ohne Stopps ) .
Wie kommt man also hin nach Selge , dem heutigen Dorf Altinkaya - bis Side sind es ca 56 km ?
Zuerst von der Hauptstrasse D 400 der Ausschilderung Köprülü-Canyon folgen - die Abfahrt liegt etwa zwischen Serik und Side.
Achtung : auf den braunen Wegweiser"Köprülü Canyon "  an der Hauptstrasse achten !
Es geht durch mehrere kleine Ortschaften ( fernab jeglichen Tourismus) , durch lange Pinienwälder hindurch auf einer sehr kurvenreichen Strasse, vorbei an mehreren Raftingstationen bis direkt ins Canyon -Gebiet   hinein .
Dort ,wo die imposante Brücke ist ( siehe Foto ); dann über díese  Brücke hinweg - Achtung : mit einem Kleinbus kommt man nicht drüber, nur mit einem normalen Auto .
Zu Fuss dann weiter bis nach Selge , das ist eigentlich zu weit - die recht gut ausgebaute Strasse windet sich in vielen Kurven immer weiter aufwärts in die Berge hinein .

Als Km-Entfernung nach Selge , dem heutigen Altinkaya , sind von der alten , imposanten Brücke aus  nur 11 km angegeben - Fahrtzeit von hier aus jedoch ca 30 Minuten .
An der Brücke ( es gibt einen Parkplatz und natürlich wieder Händler, die was verkaufen wollen - höflich sagen , dass man nichts möchte, dann lässt man uns in Ruhe ) aber unbedingt erst mal einen Stopp einlegen und natürlich Fotos machen .
Kennt man die Sächsische Schweiz in der Nähe  von Dresden, so  könnte man denken, man ist hier.
Es gibt hier im Köprülü -Canyon ähnliche Felsformationen, die nur eben hier nicht aus Sandstein sind, sondern es ist festes Felsgestein und eben nicht so bröckelig.
Die Fahrt geht ab Brücke kurvenreich weiter und hinauf bis auf eine Höhe von knapp unter 1200 Meter ü.M.
Immer wieder ist anhalten angesagt um all die Ausblicke ins Taurusgebirge , denn  noch im April sind jede Menge schneebedeckte Berge, zu genießen. Man hat genügend Anhaltemöglichkeiten an den Strassenrändern ...viel Autoverkehr ist eh hier nicht !
Kommt man dann im Dorf  Selge, dem heutigen Altinkaya an , so wird man eigentlich sofort erst mal umringt von gleich mehreren Bauersfrauen die , wie sollte es anders sein, etwas verkaufen wollen.
Gleichzeitig bietet man sich als "Reiseführer" bis hin zum antiken Theater an ....natürlich will man dann auf der Hälfte der Wegstrecke immer wieder erst mal was verkaufen !!!! Ein wenig deutsch haben sich viele der Frauen angeeignet, um sich ein wenig unterhalten zu können.
Was sollte man sonst in dieser Einöde hier oben wohl tun , fragte ich mich ? Mir persönlich waers viel zu einsam hier oben und so ist das Eintreffen von ein paar Touristen durchaus eine Abwechslung für all diese Frauen .
Fürs Parken im Dorf nahe am Friedhof ( danach wird die Strasse schlecht und huppelig) muss man ebenfalls einen geringen Obulus zahlen ( 2 TL).
Bis hin zum recht gut erhaltenen Amphitheater geht es dann zu Fuss ca 20 Minuten - ist machbar auch für Gehbehinderte.
Es geht dabei vorbei auf der huppeligen Dorfstrasse entlang an ganz einfachen Häusern, einer kleinen Schule , dem Gebetshaus, dem Friedhof und vor allem auch an ganz verrückten Gesteins-Formationen.
Ehrlich : wohnen möchte ich in dieser " gottverlassenen" Gegend hier nicht und im Winter ist es hier sicher auch ziemlich kalt und es gibt garantiert auch ne Menge Schnee.
Junge Leute haben wir eigentlich überhaupt nicht gesehen - man sagte uns , dass die alle die ganze Sommer - und teilweise auch Winter- Saison unten am Meer in einem der vielen Hotels arbeiten und so Geld für die ganze Familie verdienen. Sie kommen nur ganz selten mal nach oben ins Dorf.
Zuerst wieder ein wenig Geschichte zu Selge  :
Selge - in der Blütezeit im 3./ 4. Jhd. zählte die Stadt so ca 20 Tausend Einwohner und das gut erhaltenen Theater mit seinen 45 Sitzreihen bot ca 10.000 Zuschauern Platz.
Es wird überliefert, dass Selge nach dem Krieg um Troja durch den Seher Kalchas gegründet wurde und danach von Griechen aus Sparta besiedelt worden ist .
Als wirtschaftliche Grundlage wird der Anbau von Wein und Oliven angenommen auf der den kleinen Ort umgebenden sehr fruchtbaren Hochebene.
Politisch hatte man Beziehungen zu Aspendos ; ansonstens war die Stadt damals recht "kriegerisch "gegen ihre Nachbarn ausgerichtet.
Als Alexander der Große durch Kleinasien gen Osten zog , verbündete sich die Stadt mit ihm , um die nahegelegene Stadt Termessos zu belagern . Die Belagerung war allerdings erfolglos.
Im Jahre 25 v.Chr. verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und wurde eingegliedert in die römische Provinz Galatien .
Seine größte Blütezeit erreichte Selge zur Zeit des römischen Kaiserreiches .Im Jahre 339 kommt es auch zu einer erfolglosen Belagerung durch die Goten . Sogar Bischofssitz war die Stadt :zu byzantinischer Zeit . Viel später zur Zeit der Herrschaft der Seldschuken gab man die Stadt allerdings auf.
Der Eingang zum Theater ist heutzutage recht mühseelig - man muss über viele Steine klettern, da ein Erdbeben im Jahre 1940 diesen Zugang mit herabfallenden Steinbrocken von der Mauer zerstörte.
Hat man das Klettern bewältigt, so sieht man einen recht gut erhaltenene Theater -Innenraum mit sehr steil nach oben gehenden Steinreihen .
Heute dient der Innenraum des Theater als Weide fürs Vieh- Konzerte finden hier keine statt.
Als Fahrtzeit bis hierher nach Selge sollte man ( ohne unterwegs zu stoppen ) pro Strecke ab Wegweiser von der Hauptstrasse 400 ca 1,5 -2 Std. einplanen - als Halbtagesausflug durchaus geeignet.
Schnell fahren kann man aufgrund der vielen Kurven sowieso nicht.
Wer Probleme mit den Kurven beim Fahren hat, sollte sich unbedingt Tabletten einstecken- die gesamte Strecke ist sehr kurvenreich und die Strasse führt bergauf und dann mal wieder bergab.
Ein lohnenswerter Ausflug allemal für Natur- und Kultur-Interessierte.
Kleiner Tipp :
Auf keinem Fall den Fotoapparat vergessen und vor allem den Ausflug bei schönem Wetter mit guter Sicht auf die umliegenden Berge machen.

Auf dem Rückweg kann man auch einen Stopp am Fluss einlegen ,dort etwas in einem der kleinen Restaurants essen und vor allem den Rafting -Mutigen zuschauen .
Und wer sich ganz viel zutraut , der kann natürlich solch eine waghalsige Flussfahrt flussabwärts durchaus im Boot machen ..... ich jedenfalls nicht , denn das ist mir persönlich doch "zu nass" ,wenn das Boot kippt.






Post von: Reisebüro Globus

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Montag, 16. Januar 2012

Die Küstenstrasse entlang mit dem Auto von A l a n y a bis A n a m u r

Ist man an der Türkischen Riviera und urlaubt in einem Hotel zwischen Side und Alanya, dann einfach mal an einem Tag zeitig aufstehen , frühstücken und  dem Mittagessen vom All inklusive" Lebewohl" sagen ; ein Mietauto genommen und entlang geht es die Küstenstrasse  D 400 bis nach Anamur.

Hafen von Alanya
 Achtung : es ist eine sehr kurvenreiche Straße und das dauert und dauert  und dauert .....!
Obwohl km-mässig es eigentlich nicht weit ist ; nämlich von Alanya  bis Anamur ca 120 km , so muss man pro Strecke knapp 3 Stunden mindestens einrechnen.
Es gibt auch nur ganz wenige Überholmöglichkeiten .
Und da hab ich noch nicht mal unterwegs eingelegte Stopps eingerechnet, denn man muss immer mal wieder stehen bleiben und die tolle Aussicht aufs Meer genießen.
Gleich hinter dem fast letzten Alanya-Hotel , dem "Utopia -World" , welches auf einem kleinen Hügel liegt und man unter einer Überführung des Hotels zum Strand  hindurch fährt , hier beginnt  jetzt die recht  kurvenreiche Strasse.
Immer wieder findet man kleine Restaurants ,wo man Tee trinken kann ; aber auch kleine idylllische Badebuchten ( oft unterhalb der Restaurants gelegen). Also unbedingt Badesachen einpacken!
Hierzu gibt es bereits einen Bericht hier im Blog.
Nächste größere Stadt ist G a z i p a s a , eine Kleinstadt ohne "Tourismus-Ströme" mit vielen netten Menschen. Hierzu gibt es auch schon einen Extra - Bericht.
Kommt man an einem Freitag  hier lang , so stellt man fest : überall geschäftiges Treiben , denn es ist Markttag und die Bauern aus den umliegenden Dörfern bieten Gemüse ,Obst , Honig  in der großen Markthalle  feil und alles  ist super frisch geerntet.
Man kann da einfach nicht widerstehen und muss etwas kaufen !
Wichtig :Türkische Lira (TL) einstecken , Euros nimmt man hier nicht !
Ein kurzer Stopp lohnt immer um über den Gemüsemarkt zu schlendern. Hierzu an der "Meerjungfrau"-Kreuzung von Alanya kommen links abbiegen und einfach dann schauen ,wo man einen Parkplatz findet...... die überdachte Markthalle ist nicht zu übersehen.
Anschließend , entweder weiterfahren auf der Strasse D  400 oder erst noch zum Strand - Ausschilderung von Meerjungfrau -Kreuzung aus mit "Selinus".
Der Strand von Gazipasa ist eigentlich fast immer menschenleer ; man hat viel Platz.
Kleine Restaurants gibt es auch hier entlang der langen Promenade ( Achtung : immer TL einstecken ; Euros werden nicht angenommen!)
Sehenswürdigkeiten und Näheres zu Gazipasa in einem Extra - Bericht.
Wir fahren aber jetzt weiter Richtung A n a m u r ; noch liegen knapp 100 km vor uns und Kurven über Kurven !
Ein Stopp an den Strasse, um einfach die schöne Aussicht zu bewundern sollte trotzdem nicht vergessen werden.
Felsentor Antoch ad Cragum
Am Ende des riesigen , breiten Tales von Gazipasa findet man einen Wegweiser "ANTOCH ad CRAGUM" . Hierzu gibt es auch schon einen Extra - Reisebericht hier im Blog.
Nach nochmal knapp 2 Stunden Fahrt fuer 80 km erreicht man A n a m u r.
Den Namen dieser Stadt hat eigentlich schon fast jeder mal gehört und bringt es in Verbindung mit dem Kap Anamur. Das ist vollkommen richtig,
Anamur heisst übersetzt "windige Nase" und man befindet sich hier wirklich am südlichsten Punkt der Küste  Kleinasiens.
In der Stadt selbst gibt es 2 Sehenswürdigkeiten :  die Mamure Kalesi und das Anamurion.
Blick zur Burg in Anamur
Zuerst geht es zur M a m u r e K a l e s i - hierzu die StrasseD  400 weiterfahren.
 Die wuchtige Burg liegt etwas ausserhalb der Stadt direkt an der Strasse .
Man bezahlt einen geringen Eintritt ( 3 TL) und kann im riesigen Burggelände umherspazieren.
Es gibt bereits einen Bericht im Blog.
Nach der Besichtigung der Burganlage die lange , schnurgerade Hauptstrasse zurückfahren und kurz vor den in der Ferne aufragenden Hochhäusern ( 2008/ 2009 erbaut) links Richtung Meer abbiegen und der Ausschilderung
 " A n a m u r i o n " folgen.


Auch hier kann man durch das große Gelände und den Resten einer antiken Stadt ,die zu Blütezeiten 7./ 8.Jhd. v.Chr. über 20 Tausend Einwohner hatte, spazieren ; ein geringer Eintritt muss ebenfalls bezahlt werden.
Auch zum Anamurion in einem anderen Bericht hier im Blog  Näheres.
Wenn man jetzt zur Uhr schaut merkt man , dass es mittlerweile schon ganz schön spät geworden ist .
Also nichts wie zurück ins Hotel , um evtl. noch etwas vom üppigen Abendessen zu erhaschen ...schafft man das  nicht, gibt's ja noch den Mitternachts-Snack !
Denn : die Rückfahrt dauert wieder fast 3 bis 3,5 Stunden bis man im Hotel in der Region Alanya -Manavgat -Side   ist.
Hinweis : von Alanya ( Hotel Utopia World) nach Side ca 60 Minuten einrechnen....die "Umgehungsstrasse" in Alanya hat 15 Ampeln und wenn man Pech hat, ist da  immer nur rot!
Bitte unbedingt als Ganztages-Ausflug einplanen  und ggfl. Badesachen mitnehmen.
Gern bereit bin ich nähere Hinweise zu geben.

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Besichtigung von Anamurion : antike Stadtreste vor Anamur / Kilikien


Kommend aus Richtung Gazipasa die kurvenreiche Küstenstrasse entlang ( Dauer bis hierher ca 2,5 Std.) sieht man  gleich nachdem man an den riesigen Hochhäusern bergab vorbeigefahren ist ,einen Wegweiser rechterhand mit der Aufschrift :Anamurion
Ca 2 km von der Hauptstrasse D400 weg Richtung Meer befinden sich die Reste dieser Stadt der Antike.
 Noch heute sieht man die Ausmaße der zur damaligen Zeit riesigen Stadt; die Stadt hatte in ihrer römischen Blütezeit bis zu 20 Tausend Einwohner.
Wieder etwas zur Geschichte :
Die ersten Spuren von Siedlern , die hier begannen , eine Stadt zu bauen stammen aus dem 8. Jhd. v.Chr.
Während der Ausbreitung des Römischen Reiches bis nach Kleinasien und somit auch nach Kilikien war hier  eine , zur damaligen Zeit sehr große Stadt entstanden.
Die örtliche Lage war sehr günstig (direkt am Meer ) und vom Berg aus jeder feindliche Angriff ( von Landwegen und vom Wasser aus) weithin sichtbar.
So wurde z.B. die Stadt im Jahre 52 n. Chr. von einem Stamm wilder kilikischer Bergvölker, den Citae, unter dessen Anführer Troxobor ( über ihn ist bisher nichts bekannt) vergeblich monatelang belagert. Es gelang diesem Anführer Troxobor  nicht, die Stadt je einzunehmen.
Diesen Erfolg der Einnahme und eine Überwältigung der Stadt gelang erstmals dem König Antiochus IV von Kommagene ( er regierte zwischen 38 und 72 n. Chr.) .
Er besiegte die Stadt und gleichzeitig auch die belagernden Bergvölker und dessen Anführer Troxobor konnte getötet werden.
Hinweis : Der Kommagene-König Antiochus IV war ein Vasallen -König des Römischen Reiches!
Im 4. Jahrhundert erlitt die Stadt einen schweren Schlag; ein schweres Erdbeben zerstörte sie sehr und stark beschädigt wurden  vor allem wichtige Versorgungseinrichtungen in der Stadt  - so wurden alle Äquadukte zur Wasserversorgung , komplett zerstört.
Es lohnte sich deshalb nicht , all das wieder neu aufzubauen , so dass die Stadt nach und nach an Bedeutung verlor.  Sie existierte aber noch bis etwa Mitte des 7. Jhd; allerdings "schrumpfte " die Einwohnerzahl.
Anamurion selbst bestand damals aus einer befestigten Oberstadt auf dem Kap Anamur - man kann auf den hohen  Berg hinaufsteigen .
Achtung : es gibt kaum Geländer zum Festhalten ! Aufsteigdauer, je nach Schritttempo und klimatischen Verhältnissen 1-1,5 Stunden aufwärts.
Reste der Festung auf dem Berg stehen noch heute - aber ein phantastischer Ausblick ist zu genießen !Das ist der Lohn des mühsamen Aufstiegs !
Die Unterstadt unterhalb des Berghanges  ist teilweise noch recht gut erhalten und man kann in viele Gebäude noch reingehen und sie durchstreifen.
So hat man z.B. eine riesige Nekropole gefunden mit über 350 Gräbern aus dem 1. bis 4. Jhd., wunderbar ausgeschmückt mit Mosaiken und vielen guterhaltenen Wandmalereien.
Die Unterstadt besaß ein riesiges Theater, wo alleine 1500 Leute Platz hatten- dieses ist recht gut erhalten und kann auch besichtigt werden .
Die Reste eines Odeon ( hier gab es Wettkämpfe aller Art) mit über 900 Plätzen sind auch zu besichtigen.
Auch mehrere große Badehäuser ( offen für die damalige gesamte Stadtbevölkerung, denn jeder hatte hier Zutritt ) können noch betreten und besichtigt werden.
Man kann in noch erhaltenen unterirdischen Gängen unter dem Odeon umhergehen .
Das Gelände von Anamurion kann täglich besichtigt werden.
Ein geringer Eintritt ( pro Person ca 3 TL z.Z.) muss entrichtet werden.
Preisangaben ohne Gewähr.
Kommt man nach 16.oo Uhr ist oft gar keine Eintrittskasse mehr besetzt.
Überlaufen von Touristen ist es hier nicht; man hat vielleicht das Glück und man trifft überhaupt niemanden.
Immerhin braucht man per Auto von Alanya aus hierher knapp 3 Stunden pro Strecke..... und wer von den All inklusive-Touristen macht das schon ? Es sei denn , man ist wirklich kultur-interssiert , denn es lohnt sich , hier vorbeizuschauen .
Einzig an den Sonntagen ist das Gelände bevölkert - es gibt einen wunderschönen Strandabschnitt (Badesachen also einpacken) , denn dann picknikt die einheimische Bevölkerung hier sehr gern am Strand.
Es wird gebruzelt ( der Grill wird exrtra mitgebracht) , es wird gekocht( Gözleme ) und Tee getrunken......die ganze Familie mit "Kind und Kegel "  ist da mit dabei .
Da kann es schon mal passieren, dass man gleich zum Essen eigeladen wird - die Verständigung ist mit "Händen und Füßen " .
Die Einheimischen sprechen nur türkisch und wir halt eben nur deutsch oder englisch ; abgesehen von ein paar Worten türkisch, die man sowieso bringen sollte; schon aus Höflichkeit dem Urlaubsland gegenüber.
Aber irgendwie versteht man sich doch und hat viel Spass!
Als Besichtigungszeit ( ohne Bergbesteigung ) sollte man , je nach Interessenlage , ca 1 Stunde rechnen .
Und denken Sie  daran , sollten Sie die Besichtigung hier n a c h  der Mamure Kalesi ( siehe anderer Bericht hier im Blog )machen  : noch ein knapp 3 stündiger Heimweg im Mietauto  Richtung Hotelzonen um Alanya steht vor einen; und das auf kurvenreicher Küstenstrasse mit wenig Überholmöglichkeiten !

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MAMURE Kalesi - die Burg in Anamur besuchen als Tagesausflug von Alanya ,Side oder Manavgat aus

Die Mamure Kalesi, wie die Burg auf türkisch heißt ,  ist eigentlich eine der am besten erhaltenen Burgen an der türkischen Südküste in Kilikien überhaupt.
Auf dem ersten Blick denkt man : " Wow, was für eine riesige Burg !" Und so ist es auch !


Von Alanya kommend,nachdem man bereits durch die Berge die recht kurvige Küstenstrasse gefahren ist , öffnet sich bergab erneut ein großes Tal und die Stadt Anamur liegt vor uns :jetzt an den vor der Stadt neu entstandenen Hochhäusern vorbei  die schnurgerade Hauptstrasse D 400 entlang durch Anamur  einfach  durchfahren , nach ca 5-6 km östlich der Stadt (schon in Richtung Silifke/Mersin )  fährt man direkt auf die Burg zu.
Schon da sieht man zuerst die riesigen Mauern , welche die  wuchtige Burg umgeben.
Die Burg liegt direkt rechterhand  am Meer.
Ein wenig Geschichte :
Eigentlich wurde die Burg im 3. Jahrhundert n. Chr. als römische Festung gebaut.
So hat man u.a. bei Ausgrabungen im Jahre 1988 auch Reste von Mosaik-Fussböden ; Reste von Bädern und Zimmern gefunden.
Später baute man jedoch die gesamte Burg neu unter der Herrschaft des Königreiches Kleinarmenien um bis ca zum Jahre 1080 ; von 1080 bis 1375 war Kilikien dann jedoch unabhängig.
In der Burganlage kann man auch viele fränkische Architekturelemente entdecken , geschuldet dem ,dass damals um diese Zeit des Umbaus im 10.Jhd. eine enge Verbündung zu den Kreufahrerstaaten(Königreich Jerusalem, Fürstentum Antiochia, Grafschaft Edessa, Grafschaft Tripolis)  bestand.
Denn nach dem Ende des kleinarmenischen Reiches wurde die Burg dann im Jahre 1375 von den Karamanogullari ( damals mächtige Herrscher in Anatolien ) übernommen  und erneut ausgebaut im 14.Jhd. Es gibt sogar eine Inschrift ( ist schwer zu finden ) an der Burg-Nordseite , wo der Erbauer Karamanoglu Alaeddinoglu Mehmedoglu Sultan Ibrahim genannt ist . Später übernahmen die Osmanen die Herrschaft und bauten die Burg erneut um -und aus.

Die Burganlage ist zum Teil  landseitig mit einem großen Wassergraben umgeben, worin heutzutage Unmengen Wasserschildkröten und Frösche eine "Heimat " gefunden haben.
Die Ausmaße  der Burg- Anlage sind riesig : 240 m in West-Ost-Richtung und nochmal 170 m von Norden nach Süden.
Der Innenraum selbst ist durch Mauern in verschiedene Höfe abgeteilt.
Die mächtigen Außenmauern beherbergen 36 Türme; mal sind diese rund, mal eckig; auf manche dieser Türme kann man noch heute hinaufsteigen und hat einen guten Ausblick auf die gesamte Burganlage.
Eine eigene Moschee ist in einem der Höfe vorhanden, die heutzutage auch noch voll genutzt wird. Besichtigen darf man diese Moschee jedoch nicht!


Zur Besichtigung der gesamten Burganlage  sollten man ca 1 Stunde mindestens einplanen, je nach Interesse.

Blick auf einen Teil des Inneren der Anlage
 An einem kleinen Wartehäuschen muss man Eintritt zahlen - ca 3 TL (Angaben ohne Gewähr) ; kommt man jedoch vor Beginn der Saison (Juni bis Oktober ) kann es schon passieren, es ist gar niemend da und das Tor ist aber trotzdem offen .
So wie die Burg heute dasteht weist sie die Architektur-Elemente der Osmanischen Herrscher des 16.Jhd. aus.
Keine Angst , einen Touristen-Trubel gibt es hier nicht...meist ist man komplett alleine auf Entdeckungstour in der riesigen Burganlage.
Badesachen kann man einstecken, denn gleich daneben befindet sich ein naturbelassener Strand. Im heißen Sommer recht angenehm .
Auf der anderen Straßenseite der Burg gibt es auch mehrere kleine , einheimische Restaurants, wo man lecker essen  oder einfach nur einen türkischen Tee trinken kann.
Ein kleiner Parkplatz (nicht kostenpflichtig ) ist direkt an der Strasse rechts vor dem Eingang.
Und : kommt man, so wie wir ,  im Mai erlebt man direkt vor der Burg im kleinen Fluss dieses Gewimmel
an unzähligen Wasser-Schildkröten.
Als Fahrtzeit von Gazipasa entlang der Küstenstrasse bis hierher muss man ca knapp 2,5  Stunden pro Strecke rechnen .
Bevor man nun zurückfährt , sollte noch unbedingt ein kleiner Abstecher zum Anamurion gemacht werden -  diese Ruinen-Anlage liegt genau am entgegengesetzen Ende der Stadt ( dort, wo man zuerst auf die riesigen neugebauten  Hochhäuser trifft ) .
Man muss auf das Hinweisschild an der Strasse achten ! Hier im Blog kommt dazu ein weiterer Bericht.

Post von: Reisebüro Globus

Bildnachweis :Heidrun Jahn und k.h.kroeblin
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Samstag, 14. Januar 2012

IOTAPE -antike Stadtreste in der Nähe von Gazipasa im "Rauhen Kilikien "


Verlässt man die mittlerweile riesige Stadt Alanya auf der Hauptstrasse D 400 Richtung Anamur / Mersin dauert es nicht lang und die Strasse wird kurvig und teilweise sehr eng.
Ein Überholen von langsam fahrenden Fahrzeugen , oftmals hoch bepackt mit Waren , ist nur an bestimmten Ausweichstellen möglich . Vorsichtiges Fahren ist hier absolute Pflicht.

Küstenstrasse
 Immer wieder kommen auf der Strassenseite zum Meer gelegen kleine Restaurants ( mit Namen "Ocyanus", " Balik", "Kayalar" usw.) , wo man lecker essen kann zu recht moderaten Preisen. Teilweise wird auch deutsch gesprochen .
Achtung : man sollte sich unbedingt Türkische Lira einstecken - Euros werden hier in dieser nicht touristischen Region nicht angenommen.
Oft ist unterhalb solch eines Restaurants auch ein kleiner Strandabschnitt, wo man baden gehen kann. Einen Bericht gibts hier schon im Blog  dazu .
Bei einem Ausflug von den Touristen -Regionen in Alanya ,Side oder Manavgat  aus sollte man da evtl. , wenn man mit dem eigenen Mietwagen ist , Badesachen keinesfalls vergessen.
Beim Ausflug mit einem Reiseveranstalter ist das Baden eher nicht im Programm.
Nach ca 33 km hinter Alanya ( bis Gazipasa-Zentrum/Kreuzung Meerjungfrau  sind es noch ca 6 km ) einen Stopp auf dem direkt an der Straße liegenden Parkplatz einlegen.
Die eigentlich antike Stadt IOTAPE wird sozusagen "von der Küstenstrasse durchschnitten " - ein Teil , der mit den Resten der alten Burg und anderen Überresten liegt auf der Meerseite, der andere Teil den Hang hinauf .
Wer gut zu Fuss ist , kann auch hinunter den Weg Richtung Meer gehen und durch all die Überreste hindurchstreifen- es gibt einen kleinen Weg hinab; zur ehemaligen Burg (Akropolis) selbst kommt man nicht  hin , oder nur sehr beschwerlich.
Bereits vom Parkplatz aus hat man gute Sicht auf die Reste dieser antiken Stadt.
Der andere Teil von  IOTAPE befindet sich den Berg hinauf linkerhand der Strasse von Alanya kommend . Hier befinden sich noch einige Nekropolen , von denen man auch von der Strasse aus welche sehen kann....alle sind aber leer und teilweise zerstört.
Hier am Bergteil wurde vor allem vieles zerstört als die Bauern neue Bananenplantagen anlegten - man machte sich sicher wenig Gedanken hinsichtlich der Reste der Stadt : den Bauern ging es wohl mehr um die landwirtschaftliche Nutzung der Fläche.
Denn : rings um Gazipasa wächst eine kleine, recht schmackhafte und vor allem süße Bananenart, die überall auch an den Straßenrändern verkauft wird : es steht"MUZ " an den Schildern dran !
Einfach mal anhalten an einem der Stände und kosten ; sind übrigens spottbillig diese Bananen  und super lecker.
Ein wenig Geschichte erneut :
IOTAPE , wurde nach der Frau des Antiochus IV., König der Kommagene , welcher von 38- 72 n.Chr. lebte, benannt.
Hierzu gibt es bereits einen Artikel hier im Blog : Antochus ad Cragum
Während der Herrschaftszeit des römischen Kaisers Trajan , der ja in Gazipasa gestorben ist ( dessen Grab steht noch heute unterhalb des Burgberges Selinus in Gazipasa...es ist nur leer, da sich die Überreste des Kaisers in Rom befinden ) durfte die Stadt IOTAPE sogar eigene Münzen prägen.
Die Ruinen , die man heute noch sieht , stammen aus römischer und byzantinischer Zeit ; sie sind teilweise leider aber auch sehr stark beschädigt.
Man sieht aber bereits vom Parkplatz aus noch einige recht gut erhaltene Reste des Römischen Bades , einer Basilika und viele halbrunde Nischen entlang einer "Strasse ".
Hier nimmt man an , dass hier mal Statuen gestanden haben,
Auf der Bergseite der Hauptstrasse den Hügel hinauf sind noch einige Nekropolen zwischen den Bananenplantagen zu sehen; mehr leider nicht.
Ein kurzer Stopp lohnt dennoch , um einen Blick auf das alte IOTAPE zu werfen.
Anschliessend kann man nach Gazipasa weiterfahren( ca 10 Minuten Fahrtzeit noch )  und dort ggfl. das Grab des Kaisers Trajan unterhalb des Burgberges Selinus besuchen oder man kann auch hinauf auf den Berg.
 Nicht Ortskundige sollten allerdings fragen ,wie man zum Grab( Kenotaph)  des Kaisers Trajan kommt.... es ist nichts ausgeschildert.
600Stufen geschafft und oben angekommen
Um hinauf auf den Burgberg zu gehen sollten Sie aber festes Schuhwerk tragen, ein wenig schwindelfrei sein und vor allem nicht schlapp machen vor den über 600 Stufen , die hinauf zu den Burgresten führen.
Das Auto direkt am kleinen Fischereihafen stehen lassen und von dort den Weg hinauf ...man sieht diesen Weg von unten !
Ein Geländer am Weg hinauf zum Festhalten gibt es allerdings auch nicht.

Blick auf Strand in Koru
 Belohnt wird man aber  von einem einzigartigen Ausblick auf Gazipasa , die zwei oft menschenleeren Strandabschnitte rechts und links ( siehe die 2 Fotos ) des Burgberges und das Meer.


Blick auf Haupt-Stadtstrand und Hafen  
  Und später  am fast menschenleeren
 Strand  kann man die Ruhe und das Meer genießen - kleine Strandrestaurants entlang der Strandpromenade gibt es auch( Preise etwa halb so hoch  wie in Alanya) .
Aber Türkische Lira (TL) muss man bei sich haben - Euros nimmt man eigentlich nicht; eben ,weil es k e i n Touristengebiet ist .
Und wer keine TL hat - im Ortszentrum gibt es mehrere Banken mit Automaten ,wo man sich entsprechend Geld holen kann .
Diese Tour sollte als Tagesausflug eingeplant werden...inklusive Baden  und Burgbesteigung in Gazipasa.

Post von: Reisebüro Globus

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