Donnerstag, 26. Mai 2016

Gartenspaziergang durch St.Helier

Vom Hotel Pomme d 'Or am Liberation Square ist es nicht weit zu Fuss bis hin zum malerischen Howard Davis Park.
Es ging zu Fuss ca 15 Minuten , vorbei an viktorianischen typisch englisch aussehenden Häusern .
Zuerst machten wir Stopp an einem uralten Friedhof , dem Green Street Cemetery.
Das Markanteste hier ist ,es gibt nur Grabsteine und keinerlei Blumenschmuck .
Der Friedhof selbst wurde im Jahre 1827 angelegt .
Wir durchquerten ihn und es dauerte nicht lange , da standen wir an einem der Eingänge zum Howard Davis Park .
Der Howard Davis Park ist St.Heliers schönste Grünanlage . Es machte Spass hier durch all die vielen Blumenspaliers zu gehen .

Vielfach fand man Plätze zum Verweilen ; eine kleine Freilichtbühne lädt sicher am Wochenende auch zu Veranstaltungen ein .
Rundgang je nach Interesse ca 30 Minuten mindestens  einplanen .
Anschliessend ging es zurück Richtung King Street , dort wo die Shoppingmeile ist ; vorbei immer wieder an hübschen viktorianischen Häusern .








 Tel.:  0049 (0)1733595212
 oder besser per Mail.

E-Mail:       heidrunjahn51@t-online.de
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Bildnachweis :Heidrun Jahn


kleiner Stadtrundgang durch St.Helier

Unser Hotel"Pomme d'Or "in St .Helier hatte eine ideale Lage , direkt am Liberation Wharf/Liberation Square und  genau gegenüber des Hafens.
Hotel Pomme d'Or
In unmittelbarer Nähe dahinter beginnt die Einkaufsmeile (King Street ) und direkt am Hafen liegt das Maritime Museum .
St.Helier , die Inselmetropole hat ca 30 Tsd. Einwohner und ein Bankhaus reiht sich an ein anderes .Kein Wunder , sind die Kanalinseln doch ein wahres Steuerparadies.
Die Stadt ist eine pulsierende Kleinstadt mit kleinen , schmucken Häusern aus dem 19.Jhd.
Einige der Sehenswürdigkeiten haben wir in der Gruppe besucht bei einem kleinen Stadtrundgang , einiges hab ich privat am Abend nach dem Abendessen noch mir angeschaut ; für manches war einfach keine Zeit .
 Wobei dies ein Grund ist , hierher noch  mal zu kommen ...schon allein wegen der vielen exotischen Blumen und Pflanzen und der unzähligen Burgen und Kirchen .
am Liberation Square
Eine Skulpturengruppe am Liberation Square erinnert hier an den 40. Jahrestag der Befreiung Jerseys von der deutschen Besatzung am 9.Mai 1945. Dahinter befindet sich der ehemalige Schlachthof ,welches zu einem Einkaufszentrum umgebaut worden ist . Auch hier in unmittelbarer Nähe befindet sich  auch der Zentrale Busbahnhof ,von wo man in alle Richtungen der Insel mit verschiedenen Buslinien fahren kann.
Elisabeth Castle
Das markanteste Bauwerk der Stadt ist natürlich Elisabeth Castle .Auf einer Felseninsel liegend , bei Flut vollständig mit Wasser umgeben ragt es gewaltig aus dem Meer auf , ist der Anblick  sehr eindrucksvoll .
Mit dem Bau wurde zum Ende des 16.Jhd. begonnen und die Festung sollte eigentlich Mont Orgueil Castle im Parish St. Martin und Grouville im Örtchen Gorey liegend , als wichtigste Inselfestung ablösen . Das Kloster ,welches eigentlich an selbiger Stelle stand , war im 16.Jhd. verfallen und so wurde hier dann mit dem neuen Bauwerk begonnen.
Ein Rundgang dauert hier ca 2 Stunden .
 Leider konnten wir aufgrund viel zu wenig Zeit ,dies in der Gruppe nicht machen ...dafuer haben wir jedoch Mont Orgueil  Castle besucht .
Auch abends war mir dies nicht möglich ,da die Festung leider bereits 17.30 Uhr schliesst . Schade .
Elisabeth Castle ist bei Ebbe über einen Damm zu erreichen , wo man dann zu Fuss hingelangt . Bei Flut gelangt man hin und zurück mit einem busähnlichen Amphibienfahrzeug, wobei sich  der Abfahrtsstand direkt vorn an der Esplanade befindet ...ist eigentlich
beim Spazieren überhaupt nicht zu verfehlen .
Also gings weiter vorbei an beiden Hafenbecken ; das eine Becken liegt so , dass bei Ebbe alle Boote immer im Schlamm liegen ; das andere Becken dagegen auch bei Ebbe ( bei Flut sowieso ) mit genug  Wasser gefüllt .  Boote liegen dort ...leider nicht meine Gehaltsklasse ; nur Anschauen war erlaubt .
Hafen bei Ebbe
In unmittelbarer Nähe zum Maritime Museum( drin war ich nicht ; da abends auch schon geschlossen ) sieht man ein "Monstrum " aufragen : Alle Viertelstunde sollte es eigentlich dampfen und  zischen ....tat es aber leider nicht .Na ,nicht schlimm, bestimmt ,weil noch keine Hauptsaison war . Aber schön anzusehen war das Monstrum trotzdem : die Steam Clock Ariadne .
In unmittelbarer Nähe des Hafen jede Menge kleine Pubs , die sich  vor allem Freitagabend recht schnell füllen . Da kann es schon passieren ,dass es dann in der Nacht bis in die frühen Morgenstunden rund um jeden Pub doch ein wenig laut ist .

Shoppen kann man vor allem auf der King Street ; hier ist ein Geschäft am anderen .
Was man jedoch vergeblich sucht , sind große Lebensmittel-Discounter .Die ( vor allem Aldi ,Lidl &CO ) haben sich hier zum Glück noch nicht breit gemacht .
der viktorianische Brunnen in der Markthalle
Der Jerseyaner geht am liebsten in seine Markthalle ; ein Schmuckstück und innen alles typisch britisch .
 Das Angebot ist sehr farbenfroh, vor allem was die Blumen betrifft .Die Fischstände im Fischmarkt , den es seit 1841 gibt , sind ein einziger Augenschmaus . es gibt alles und manches kann man sogar fangfrisch kostenlos kosten . Also ,wer will ? Austern ,Schnecken und all das viele andere Meeresgetier fangfrisch hier zu haben .
Kleiner Tipp : in unserem Hotel Pomme d 'Or gabe es jeden Abend Bufett und der Anteil der Meeresfrüchte dort war einmalig in der Menge , was man da täglich auftischte .
Die Architektur der Markthalle , die im Jahre 1881 zur 100-Jahr-Feier der "Battle of Jeresy", dem letzten Angriff der Franzosen eröffnet wurde, wird sehr britisch .Inmitten der Halle steht ein richtig kitschig ( halt britisch ) wirkender mit Putten besetzter viktorianischer Brunnen .

Überall erstrahlt auch das Wappen Jersey : drei goldene Leoparden auf rotem Grund .
Nachdem wir die Markthalle verlassen haben geht es durch kleine Shoppingstrassen  weiter bis hin zu den Standbildern der Jersey Cows .
Es sind hier mehrere lebensgroße Bronzekühe aufgestellt , exakt nach dem Vorbild der berühmten Jersey Cows entworfen und auch die lebensgroße Kröte ( "le crapeaud ") auf dem Brunnenrand darf hier nicht fehlen .
Weiter führte uns unser Weg vorbei am Parlamentsgebäude , wo direkt davor die goldene Statue von
Georg II.  zu sehen  ist ; direkt ganz unten findet man den Punkt "0" , von wo aus alles auf Jersey entfernungsmässig vermessen wurde.
Punkt "0"
Ein Blick in die in unmittelbarer Nähe befindliche Kirche mit wundervollen Fenstern rundete unseren kleinen Stadtrundgang ab .
Übrigens : es gibt auf Jersey jede Menge Kirchen ; ich hab sie dann schon nicht mehr alle gezählt ; geschweige denn  mir alle gemerkt .
Direkt am Eingang zur Kirche gabs noch einen anderen Hingucker , den ich wirklich richtig lustig fand .
Wir waren noch im Howard Davis Park  und sind über einen uralten Friedhof spaziert ; aber hierzu ein weiterer kurzer Bericht, der folgt .



Beinahe hätte ich etwas Wichtiges vergessen : für Touristen  gibts was , was man da unbedingt lesen sollte ... man tut es automatisch , wenn man die Strasse überqueren will .
Vieler Orts sieht man solche Kennzeichnungen , die ich absolut klasse finde ,denn so merkt man sich sofort : Es ist Linksverkehr und eben hier zuerst nach rechts schauen ist Pflicht ,wenn man so über die Strasse will  !



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Mittwoch, 25. Mai 2016

Jersey - Klippen-Wandertour zum "Teufelsloch" (Devil's Hole )

Diese Tour ist ausreichend als Halbtageswanderung .
Mit dem Bus wurden wir direkt am Hotel abgeholt ( man kann auch mit einemder öffentlichen Busse bis zum Startpunkt fahren :Ab St.Helier mit dem Bus Nr. 27 ) und los gings Richtung Norden .
Fahrtzeit ca 1/2 Stunde
Startpunkt ist der Parkplatz an der gemütlichen Strandgaststätte " Pub Priory Inn " .
Empfangen wurden wir erst mal schon von einem der Wachtürme, die sich rund um die Insel immer in unmittelbarer Nähe zur Küste befinden und teilweise schon vor Jarhrhunderten gebaut wurden .
Zuerst schauten wir kurz auf die kleine Bucht , dort wo sich das Restaurant Pub Priory Inn  befindet .Zum Baden war es allerdings viel zu kalt .
Ansonsten befinden wir uns lt. Lankarte zwischen La Mare Vineyards und dem Mourier Valley.
Hinweis : Bei Regen sollten Sie diese Tour nicht machen , denn der Weg wird richtig klitschig nass und man rutscht dann .
Die Tour beginnt direkt am Parkplatz neben den noch stehenden Steinbaracken.
Achtung : der erste Anstieg ( ca 800 Meter ) geht sehr steil aufwärts ; anschliessend geht es gemächlich mit kleinen Steigungen und Abgängen weiter .
Wichtig : unbedingt festes Schuhwerk ist erforderlich .
Sonnenschutzcreme ebenfalls einstecken ;Schatten gibt es kaum; evtl. eine Kopfbedeckung im Hochsommer bei starker Sonnenstrahlung .
Wanderzeit bis zum Devil's Hole : lt. Angabe im Reiseführer  ca 1 Stunde im schnellen Wanderschritt ; ich bin da etwas langsamer und wir brauchten ca 1Stunde 40 Minuten im gemächlichen Schritttempo.
Der Weg ist schmal ,aber recht gut ausgebaut ; es gibt an  einigen Stellen wundervolle Ausblicke und auch einige Ruhebänke .
Die Wanderung kann durchaus von Jedermann gemacht werden ; gut zu Fuss sollte man trotzdem sein und es sich zutrauen .
Oberhalb der Klippen geht es entlang : mal ganz nah am Rand,mal wieder weiter weg ....tolle Ausblicke hat man eigentlich immer .
Das "Loch des Teufels " oder hier "Devil's Hole " ist ein ca 30 Meter tiefer Felsschlund , der sich zur See hin öffnet und wo das ständig einströmende Meerwasser je nach Temperament bedrohlich gurgelt oder fast wie ein Geysir hochschießt .
Bei Flut und einem starken Nordwind wird die Brandung durch diesen Schlund bis zu einem kleinen Aussichtspunkt direkt am Meer geschleudert ....wir waren nicht dort ,weil die Brandung grade zu stark.
 Wir kürzten den Weg ab durchs finstere Mouriertal ( den Teufel haben wir zwischen den Bäumen stehen sehen ...Wer sieht ihn ?) und kehrten ein in einem gemütlichen Cafe , wo bereits die leckere Sahne der Jersey Kühe; ein Cream Tea auf uns wartete . ...eben ein echt kalorienreiches Kaffeegebäck : Scones mit Cream Tea. Aber lecker wars !

Wollt ihr noch wissen ,was denn das ist ?
Also : das sind Rosinenbrötchen ,die mit Butter ,Konfitüre und eben dem cremigen Rahm der Jersey Kühe bestrichen  werden ; dazu gibt es schwarzen Tee mit Milch .Eben ein echter "Kalorienbomber " !
Scones und Cream Tea

Bissel quatschend , auf der Terrasse des kleinen Cafes sitzend holte uns dann später unser Bus wieder ab und über jede Menge "green lanes " ging es zurück in unser Hotel in St.Helier .
Eigentlich war schon fast Abendbrotzeit , Hunger hatten wir aber nach dem kalorienreichen Nachmittagsgebäck eigentlich noch  gar nicht .
Was tun also : ich entschied mich für einen kleinen Stadtbummel , denn unser Hotel lag ja ideal .
Vorher noch schnell ein Single -Ice für 2 Jersey-Pfund direkt vom kleinen Büdchen gegenüber unseres Hotels .Das ICE ist ein wahrer Traum ...man ( ich ) kann da nicht vorbeigehen . Einfach total lecker .

Aber hierzu zum Stadtbummel  in einem anderen Bericht mehr dazu .



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Dienstag, 24. Mai 2016

SARK - die Insel ohne Autos und wo man sich wie zurückversetzt ins 16.Jhd. fühlt

Sark , die kleine Insel liegt ca 20 km nödlich von Jersey und ist ausschliesslich mit der Fähre zu erreichen .
Sark ist ca 5 km lang und nur 2 km breit ; die Insel  hat ca 600 ständige Einwohner. Im Sommer kommen noch jede Menge Tagesausflügler dazu und auch Gäste ,die mal eine Auszeit von Autolärm und Hektik anderswo nehmen wollen .Dafür gibt es ein paar wenige kleine Guesthouses, die man aufgrund der geringen Anzahl immer lange vorbuchen sollte.

Sark wird oft als „letztes Bollwerk des Feudalismus“ bezeichnet. Bis 2008 wurden die Bewohner vom letzten Feudalstaat Europas regiert. Tatsächlich ist das Lehen hier – und das hat sich bis heute nicht geändert – die einzige Form des Landbesitzes – echtes Grundeigentum gibt es nicht.
Durch den autonomen Status und die eigene Gesetzgebung der Insel haben seltsam anmutende, aber immer noch gültige Gesetze die Jahrhunderte überlebt.

Auf Sark fährt man  Traktor -aber eigentlich nur vom Hafen bis hinauf über eine steile Strasse , bis dorthin  wo der eigentlich  Hauptort beginnt .
Ansonsten kann man per Fahrrad , zu Fuß oder per Pferdekutsche unterwegs sein .
Ankunft aus Jersey z.B. kommend mit der Fähre ist am Hafen ; dort wartet schon der Traktor - nach oben sind es ca 7 Minuten Fahrtzeit; zu Fuss dauerts länger; denn es geht richtig steil bergauf .
Oben angekommen kann man dann entweder sich ein Fahrrad ausleihen ( Leihstation in der Avenue , der Hauptortsstrasse ) oder man nutzt einen Pferdewagen oder geht zu Fuß.
Wir sind erst mal zu Fuss die "Avenue " ( ist allerdings ein Schotterweg ) entlang gegangen.... immer gerade aus .Aufgefallen ist uns , dass leider viele kleine Geschäfte geschlossen sind und auf Neumieter warten .Schade eigentlich !
Nichts desto trotz , 2 "Mini-Supermärkte " gibt es noch , wo man sich  das wichtigste  kaufen kann , um ggfl. ein paar Tage komplett mal von Stress und Hektik abzuschalten .
Ansonsten herrscht eine absolute Stille und je näher man zum Meer (Klippen ) kommt ,desto lauter rauschen die Wellen ; den Wind hört man jedoch immer .

Doch so klein Sark auch ist , die bizarren Küsten , viele sanften Weiden und der bezaubernde GARTEN DER SEIGNEURIE bieten genügend Abwechslung , um hier mehrere Tage zu verbringen .
Ehrlich : ich wäre auch gern länger  als nur den einen Tag geblieben !
 Ansonsten fühlt man sich zurückversetzt ins 16.Jahrhundert .
Es scheint ,dass irgendwie hier die Zeit stehen geblieben ist  und es ist eine gespenstige Ruhe den ganzen Tag über .

  



 Denn noch gibt es  gültige Gesetze aus dem 16. Jahrhundert
  • Scheidungsrecht: Nach der Trennung der Eltern werden die Knochen der Kinder dem Vater zugesprochen.
  • Strickverbot für Männer: Vor 100 Jahren, als die Fischer nicht in See stechen konnten, haben sie mit dem Stricken von Socken begonnen. Sie waren damit so erfolgreich, dass sie nicht mehr fischen gingen. So entstand das Strickverbot für Männer bei Tageslicht. Es gilt bis heute!
  • Blame and shame-Liste für Alkoholiker: Sie hängt öffentlich neben dem Verwaltungsgebäude aus.
  • Wer ein Grundstück besitzt, muss eine Waffe haben.
  • Privilegien des Seigneurs: Er darf als einziger Tauben halten (in der Vergangenheit zum Verzehr) und Hunde züchten. Alle anderen Hunde auf der Insel müssen kastriert oder sterilisiert werden.
Noch heute , obwohl  die Insel in Besitz der britischen Krone ist , obliegt Sark seiner eigenen Steuergesetzgebung .Alle Ausgaben müssen von der Insel selbst finanziert werden .

Wie im Mittelalter gilt hier das Prinzip gegenseitiger Hilfe .
So erhalten z.B.bedürftige Senioren eine Rente vom Staat . Wichtigste Einnahmequelle sind die Hafengebühren für Besucher , die Steuern auf Alkoholika und Tabakwaren und auch  der Tourismus .
Nach und nach kommen auch immer mehr junge Familien auf die Inseln , denn man stellt ihnen zu günstigen Konditionen Farmhäuser zur Verfügung und bittet um Bewirtschaftung ; es entstehen so auch neue kleine Bed&Breakfast-Unterkünfte mit zum Teil ganz wenigen Zimmern .Es gibt auf der Insel noch einige Hotels , die den Barclay -Brüdern gehören ...aber auf diese Brüder sind die Insulaner derzeit so gar nicht gut zu sprechen . Es hängen sogar derzeit einige Plakate aus mit "Wanted " und deren Hotels sind eh derzeit alle geschlossen .
Unser Weg führte uns entlang der "Avenue" zuerst bis hin zur kleinen anglikanischen Kirche , der einzigen Kirche in England, wo man noch eine Bankreihe für 6 Pence (0,09 Euro) das Jahr über mieten kann.
So haben alle Familien ihre eigenen , nur für ihre Familie festgelegten  Sitzreihen , die ebenso noch mit ihren Familienwappen gekennzeichnet sind.
Sogar das Gefängnis (gebaut im Jahre 1856), wo allerdings fast immer nur welche sitzen ,die mal ausnüchtern müssen ,hat eine eigene Bankreihe,denn es gibt eh nur 2 Zellen im Gefängnis .
Die meiste Zeit  stehen die 2 Zellen  leer und die Kirchenbank bleibt unbesetzt .

Nach einer kurzen Besichtigung der kleinen Kirche führte uns der Weg bis hin zum Garten La Seigneurie .

Seit dem Jahre 1730 wohnt der Seigneur von Sark ( sozusagen der "Chef der Insel ") in dem Herrenhaus, welches an der Stelle eines Klosters aus dem 6.Jhd. entstand.
Derzeit ist das Hauptgebäude jedoch an Andere vermietet , da der derzeitige Seigneur und seine Frau aus Altersgründen in ein kleineres Haus umgezogen sind .
Markant ist auch der große Taubenturm , wo man dahinter den sogenannten Waffenplatz entdeckt : hier gibt es neben einer Kanone aus napoleonischer Zeit , einem Geschütz aus dem 2.Weltkrieg auch eine Mini-Kanone .
Diese ist noch das Orginal aus dem Jahre 1565, welche Königin Elisabeth I. dem damaligen Seigneur  für seine Verdienste um die Neubesiedelung der Insel geschenkt hat .
Die große Attraktion ist jedoch der Garten der Seugnerie selbst ; ein einziges Blumenmeer , der ähnlich einem Klostergarten mit einer hohen Mauer umschlossen ist .Reste des Klosters gibt es auch noch zu entdecken. 
Um hineinzukommen in das wundervolle Gartengelände  muss man Eintritt zahlen ,der Besuch lohnt aber wirklich .

Was gibts noch zu entdecken auf Sark ?

Da wäre zuerst der GOLDENE Briefkasten . Man kann ihn nicht verfehlen , denn er steht inder Avenue direkt vor dem Postamt  ; etwa mittig an der ca 1km langen "Hauptstrasse " ohne Autos .Warum aber ist er gold ?
Der auf Sark geborene Carl Hester verhalf Sark zu der Ehre , den Briefkasten von Blau auf Gold umstreichen zu können .Carl Hester gewann bei den Olympischen Spielen in Londo 2012 Gold mit der britischen Dressurmannschaft .
Nach einer Mittagspause - dem Garten der Seigneurie ist auch ein kleines Cafe angeschlossen , wo man etwas essen kann oder man geht in eines der kleinen Restaurants entlang der Avenue -  standen für uns bereits die Pferdekutschen bereit .
Hoch zu "Ross " oder eben auf der Kutsche gings im Schneckentempo über die Insel, vorbei an kleinen Feldern , niedlichen Farmhäusern , einem neuen Gemeindehaus mit angeschlossenem Kindergarten und einer Grundschule ( die älteren Kinder sind entweder in Guernsey oder auf Jersey die Woche über in der Schule mit Internat ) bis hinunter Richtung LITTLE SARK.

Die nur über einen schmalen Felsgrat von La Coupee erreichbare Halbinsel wird komplett als Weideland genutzt.
Man kann auf einem Klippenpfad entlang wandern und hat ebenso fantastische Ausblicke  .
Es führt ein Naturdamm hinüber ; erst 1945 wurde der 90 Meter über dem Meer liegende Übergang von deutschen Kriegsgefangenen  betoniert .
Schade , hier wäre ich gerne noch länger geblieben ...aber wir mussten uns beeilen ,denn zuerst wartete die Pferdekutsche auf uns und später dann ging es mit der Fähre zurück zur Insel Jersey.
Zum Glück war das Meer ruhig und nach ca 1, 5 Stunden kamen wir im Hafen von St.Helier an und zu Fuss konnten wir in unser Hotel  The  Pomme d 'Or zurücklaufen , welches sich  in Sichtweite des Hafens  befindet.

Wir mussten jedoch nicht laufen ,denn es wartete bereits der Bus auf uns .
Ein erlebnisreicher Tag mit vielen neuen Eindrücken ging zu Ende und froh waren wir darüber , denn wir hatten ein Traum -Wetter !  Zum Glück !


 Post von:  Heidrun Jahn

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